Rebic out, Silva in: So geschickt wickelte die Eintracht den Stürmer-Deal ab

Frankfurt am Main - Der Abgang von Ante Rebic (27) von Eintracht Frankfurt zum AC Mailand traf viele Fans des hessischen Bundesligisten wie ein Pfeil ins schwarz-weiß-rote Herz. Erst als Ersatz André Silva (25) dann so richtig in Fahrt kam, beruhigten sich die Gemüter etwas. Nun sind die Zahlen des Stürmer-Tauschs bekannt - und die sind beeindruckend.

Fotomontage: André Silva (25/r.) hat sich mittlerweile zum mehr als würdigen Nachfolger von Ante Rebic (27) gemausert.
Fotomontage: André Silva (25/r.) hat sich mittlerweile zum mehr als würdigen Nachfolger von Ante Rebic (27) gemausert.  © Montage: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Spada/LaPresse/AP/dpa

Die detaillierten Fakten des Deals enthüllte die Bild-Zeitung am Donnerstag und offenbarte damit das Transfer-Geschick von Sportvorstand Fredi Bobic (49), welches er schon bei vergangenen Spieler-Einkäufen ein ums andere Mal bewiesen hatte.

Für den kroatischen Nationalspieler legte der italienische Serie-A-Klub rund fünf Millionen Euro. Aufgrund einer Vertragsklausel beim Kauf vom AC Florenz mussten die "Adlerträger" jedoch circa die Hälfte davon direkt in die Toskana überweisen.

Jetzt wird es jedoch spannend - und beinahe unglaublich: Denn Bobic und Co. gelang es eine Vereinbarung mit den Lombarden zu treffen, die letztlich eine Mini-Ablöse von nur drei Millionen Euro für den portugiesischen Nationalspieler Silva nötig machte.

Unter dem Strich legte die Eintracht also gerade einmal 500.000 Euro drauf. Und das für einen Stürmer, dessen aktueller Marktwert bei etwa 28 Millionen Euro liegt - ein wahres Mega-Schnäppchen, bei dem wohl selbst das beste "Black-Friday"-Angebot nicht mithalten kann.

Aber auch sportlich machte sich der Tausch bezahlt: Während Rebic in Mailand mehr als happy scheint und mit zu den Leistungsträgern im Team rund um Superstar Zlatan Ibrahimovic (39) zählt, hat auch Silva bleibenden Eindruck in Frankfurt hinterlassen.

Eintracht Frankfurt zahlte letztlich nur 500.000 Euro für die Dienste von André Silva

Nach holprigem Start und einigen Blessuren startete der "Mini-Ronaldo" spätestens nach der Corona-Pause so richtig durch. Seit dem Liga-Restart brachte es der Portugiese saisonübergreifend auf 13 Treffer in gerade einmal 18 Partien. Sollte ein Weiterverkauf des Portugiesen anstehen, winken der SGE wohl mindestens 30 Millionen.

Der Haken: Ein Viertel der Summe würde an die Berater Silvas gehen, da diese bei dem Mega-Deal nahezu leer ausgingen. Diese wäre bei einer zweistelligen Millionen-Einnahme aber sicherlich zu verkraften.

Bei aller Liebe werden wohl auch eingefleischte Rebic-Fans den Hut vor dem Transfer-Geschick von Bobic und Co. ziehen (müssen).

Titelfoto: Montage: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa, Spada/LaPresse/AP/dpa

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