Alte Probleme, neue Erkenntnisse: Bringen Neuzugänge die Eintracht zurück nach Europa?

Frankfurt am Main - Ragnar Ache (22), Ajdin Hrustic (24), Steven Zuber (29), Markus Schubert (22) und Amin Younes (27) gesellten sich in der besonders langen Sommer-Transferphase als Verstärkungen zum Kader von Eintracht Frankfurt hinzu. Doch lösen die fünf Neuen die alten Probleme der "Diva vom Main"?

Aktuell läuft es bei der Eintracht - auch dank Neuzugang Steven Zuber (29) - richtig rund.
Aktuell läuft es bei der Eintracht - auch dank Neuzugang Steven Zuber (29) - richtig rund.  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Die klare 0:3-Testspiel-Niederlage der SGE-B-Formation gegen Zweitligist Würzburger Kickers hat schon einmal gezeigt, dass den jüngsten Transfers die Bundesliga-Erfahrung und - vor allem in Younes Fall - die nötige Einsatzzeit und Fitness abgeht.

Und auch der per Torwart-Leih-Tauschgeschäft mit Frederik Rönnow (28) von Schalke 04 an den Main gewechselte Schubert patzte beim ersten Gegentor gewaltig (TAG24 berichtete). Er und Ache gelten jedoch ohnehin "nur" als vielversprechende Perspektiv-Spieler, die langsam an die Mannschaft herangeführt werden sollen.

Doch gerade im Fall Ache könnte aus dem langsamen Herantasten sehr rasch eine absolute Einsatz-Notwendigkeit werden. Im Sturm ist die Eintracht mehr als dünn besetzt. Außer dem etatmäßigen Sturm-Duo aus André Silva (24) und Bas Dost (31) gibt es neben dem U21-Nationalspieler Ache keinen weiteren gelernten Angreifer mehr.

Dass gerade der sich nun während der Länderspiel-Reise verletzte, ist für SGE-Coach Adi Hütter (50) eine wahre Hiobsbotschaft. Vermutet wird (mindestens) ein Ausfall für das Bundesliga-Spiel beim 1. FC Köln am Sonntag (18. Oktober/15.30 Uhr).

Almamy Touré und Steven Zuber leisten auf den Frankfurter "Problem"-Flügeln beste Arbeit

Eintracht-Neuzugang Amin Younes (27) - hier noch im Dress von Ajax Amsterdam - fehlt dagegen noch die nötige Fitness.
Eintracht-Neuzugang Amin Younes (27) - hier noch im Dress von Ajax Amsterdam - fehlt dagegen noch die nötige Fitness.  © Ina Fassbender/dpa

Eine MRT-Untersuchung am Montag solle laut Informationen der Hessenschau genaueren Aufschluss über Art und Schwere der Oberschenkel-Verletzung geben. 

Der Schweizer Nationalkicker Zuber hingegen konnte bereits beweisen, dass er den momentan verletzten Filip Kostic (27) durchaus adäquat ersetzen kann.  

Der Fußballlehrer der Frankfurter kann aber neben neuen Baustellen, die ihm die Sommer-Transfers zwangsweise aufbürden, auch positiv auf neue Erkenntnisse blicken. 

Auf der rechten Außenbahn macht sich Almamy Touré (24) immer besser, kann Hrustic und Younes somit die nötige Zeit verschaffen, den vorhandenen Rückstand aufzuholen.

Sollte die Eintracht den Rhythmus der ersten drei Spieltage beibehalten, könnten die "Adlerträger" durchaus eine erneute Bundesliga-Überraschungsmannschaft werden.

Titelfoto: Michael Sohn/POOL AP/dpa

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