Viel Krampf, wenig Klasse: Eintracht vergibt Führung und teilt Punkte mit RB Leipzig

Frankfurt am Main - Stürmische Bullen zu Gast bei fliegenden Adlern! Am Ende gab es in diesem tierischen Duell keinen Sieger. Mit dem 1:1 (1:0) am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga teilten Eintracht Frankfurt und RB Leipzig am Samstagabend die Punkte.

Leipzigs Spielmacher Dani Olmo (m.) umringt von Eintracht-Verteidiger Evan N'dicka (l.) und Nationaltorhüter Kevin Trapp.
Leipzigs Spielmacher Dani Olmo (m.) umringt von Eintracht-Verteidiger Evan N'dicka (l.) und Nationaltorhüter Kevin Trapp.  © DPA/Arne Dedert

Im Frankfurter Deutsche Bank Park brachte Aymen Barkok die Hausherren in Führung (44.), ehe Yussuf Poulsen für die Roten Bullen ausglich (57.) und damit für den Endstand sorgte.

Gute Nachrichten gab es vor der Partie für SGE-Coach Adi Hütter, denn Filip Kostic und Evan N'dicka konnten endlich wieder von Beginn an ran. Zudem rückten Erik Durm, Djibril Sow und Aymen Barkok im Vergleich zum 2:2-Remis beim VfB Stuttgart für Makoto Hasebe, Almamy Touré, Steven Zuber, Bas Dost und Dominik Kohr in die Startelf.

RB-Übungsleiter Julian Nagelsmann stellte nach dem überzeugenden 3:0 gegen den SC Freiburg vor der Länderspielpause vier Mal um: Tyler Adams, Dani Olmo, Dayot Upamecano und Alexander Sörloth ersetzten Nordi Mukiele, Willi Orban, Emil Forsberg und Poulsen.

Insgesamt wirkte die Hütter-Elf - diesmal seit langem wieder einmal mit Vierer-Abwehrkette agierend - in der Defensive gut sortiert und ließ ihrerseits den Gästen kaum Raum zur Entfaltung.

Dennoch setzte Leipzig den ein oder anderen Nadelstich. Einer davon hätte um ein Haar für die Führung gesorgt. Nach gutem Zusammenspiel von Angelino, Kevin Kampl und Sörloth, rutschte Amadou Haidara wenige Meter vor dem Kasten von Kevin Trapp an der Pille vorbei - Glück für die Hessen (11.).

So ging Eintracht Frankfurt in die Partie gegen RB Leipzig

Die erste Elf von RB Leipzig bei Eintracht Frankfurt

RB Leipzig fehlt in Hälfte eins die Durchschlagskraft, Eintracht Frankfurt hält gut mit

Die Kicker der Eintracht bejubeln den Treffer zum 1:0 gegen RB Leipzig durch Aymen Barkok (3.v.r.).
Die Kicker der Eintracht bejubeln den Treffer zum 1:0 gegen RB Leipzig durch Aymen Barkok (3.v.r.).  © DPA/Arne Dedert

Nur wenige Minuten später versuchte es RB-Offensiv-Regisseur Olmo mit der ganz feinen Klinge im Eins-gegen-Eins gegen Trapp. Doch der Heber des spanischen Nationalspielers setzte auf den Tormaschen auf (15.).

Und die Eintracht? Die versuchte es nach der Rückkehr ihres Messias Kostic mit altbewährten Mitteln. Die erste Ecke, die vom Fuß des Serben in den Leipziger Strafraum segelte, fand den Kopf von Martin Hinteregger. Am Ende fehlten aber einige Zentimeter (22.).

Aus dem Spiel heraus taten sich die Hausherren vor allem aufgrund mangelnder Kreativität in der Vorwärtsbewegung schwer. Erst nach einer halben Stunde suchte Kostic den schnellen Doppelpass mit Daichi Kamada auf der linken Seite und nutzte vorerst seine Schnelligkeit aus. Seine Hereingabe fand jedoch keinen seiner Mitspieler, der Nachschuss von Kamada ging letztlich deutlich vorbei (31.).

Kurz nach einem Eckball zu Gunsten der Gäste stand Abwehrrecke Upamecano plötzlich mutterseelenallein vor Trapp, technische Unsauberheiten des Franzosen verhinderten aber einen Torabschluss, wenn nicht sogar die Leipziger Führung (36.).

Aymen Barkok bringt Eintracht Frankfurt in Führung, Yussuf Poulsen gleicht für RB Leipzig aus

Leipzigs Yussuf Poulsen (2.v.l.) bejueblt sein Tor zum 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.
Leipzigs Yussuf Poulsen (2.v.l.) bejueblt sein Tor zum 1:1 gegen Eintracht Frankfurt.  © DPA/Arne Dedert

Von technischen Fehlern war auf der Gegenseite hingegen keine Spur.

Kurz vor dem Pausenpfiff gönnte sich die Leipziger Defensive einen kollektiven Sekundenschlaf, was Barkok nach langem Ball von N'dicka ausnutzte und locker einnetzte - überraschende Führung für die "Adlerträger" (44.), die auch bis zur Pause Bestand hatte.

Zunächst schien die Führung kurz nach dem Seitenwechsel den Mannen vom Stadtwald gut zu tun. Letztlich kamen die Roten Bullen aber nach feiner Angelino-Flanke und noch feinerer Poulsen-Direktabnahme doch zum nicht unverdienten Ausgleich (57.).

Von hier an lag die Führung für die Nagelsmann-Truppe mehr und mehr in der Luft, vor allem weil die SGE überhaupt nicht mehr für Entlastung sorgen konnte. Im Gegenzug wirkten aber auch die Leipziger Offensiv-Bemühungen immer weniger zwingend.

Dies hatte zur Folge, dass die Partie über eine Viertelstunde hinweg weitestgehend nur noch vor sich hingeplätscherte. Schließlich hatte Schiedsrichter Sören Storks ein Einsehen und schickte die Teams mit geteilten Punkten vom Feld.

Für RB geht es direkt mit einer englischen Woche weiter. Nachdem man am Dienstag (24. November/21 Uhr) in der Champions League zu Gast bei Paris Saint-Germain ist, empfängt man am Samstag (28. November/15.30 Uhr) Aufsteiger Arminia Bielefeld.

Der nächste Gegner der Eintracht ist Union Berlin. Die Partie steigt am Samstag (28. November/15.30 Uhr) in der Alten Försterei.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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