Wohin geht die Reise? Eintracht Frankfurt vor richtungsweisendem Spiel in Stuttgart

Frankfurt am Main - Adi Hütter fällt eine Prognose über die Rolle von Eintracht Frankfurt in dieser Saison der Fußball-Bundesliga nicht leicht.

Eintracht-Coach Adi Hütter tut sich schwer, eine Prognose über die Rolle seiner Mannschaft in dieser Bundesliga-Saison abzugeben. (Archivbild)
Eintracht-Coach Adi Hütter tut sich schwer, eine Prognose über die Rolle seiner Mannschaft in dieser Bundesliga-Saison abzugeben. (Archivbild)  © dpa/Uwe Anspach

"Es ist schwer zu sagen, wohin die Reise geht", sagte der 50-jährige Österreicher vor dem Gastspiel am Samstag (15.30 Uhr) beim VfB Stuttgart.

Natürlich habe er sich den einen oder anderen Punkt mehr gewünscht. "Aber vom Bayern-Spiel abgesehen hatten wir in jeder Partie die Chance zu gewinnen", meinte Hütter. "Wir sind nach wie vor schwer zu schlagen." Abgesehen vom 0:5 beim deutschen Meister FC Bayern München stehen bisher zwei Siege und drei Remis zu Buche.

Der Tabellensiebte aus Stuttgart hat eine identische Zwischenbilanz und steht in der Tabelle nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den Frankfurtern (9. Platz). Dies soll sich nun ändern.

"Natürlich fahren wir nach Stuttgart, um danach drei Punkte im Gepäck mitzunehmen", so der Coach. Allerdings zollte er dem Aufsteiger großen Respekt für seine bisherigen Auftritte nach dem Comeback im Fußball-Oberhaus.

"Es ist ein gutes Team, das stark in die Saison gestartet ist. Die Stuttgarter haben bisher erfrischend, schnell, zielstrebig und gradlinig gespielt", sagte Hütter.

Beim 3:0 von Eintracht Frankfurt in Stuttgart vor zwei Jahren stürmte noch die "Büffelherde"

Ante Rebic (l.), Luka Jovic (M.) und Sebastien Haller (r.) nach dem verlorenen Halbfinale in der Europa League 2019 gegen den FC Chelsea.
Ante Rebic (l.), Luka Jovic (M.) und Sebastien Haller (r.) nach dem verlorenen Halbfinale in der Europa League 2019 gegen den FC Chelsea.  © DPA/Arne Dedert

Bei dem 3:0 vor zwei Jahren in Stuttgart hatte er die Platzherren mit einem taktischen Geniestreich überraschen können, als er die legendäre "Büffelherde" mit seinen damaligen Topstürmer um Sébastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic gemeinsam auf den Rasen schickte.

Hat er eine neue taktische Raffinesse im Köcher? "Die Büffelherde ist nicht mehr da, deshalb ist es kein Thema", sagte Hütter. "Natürlich kann es sein, dass wir taktisch etwas verändern." Genauso sei es aber auch denkbar, dass er vor der Länderspielpause "eher auf zuletzt gewählte Ausrichtungen" zurückgreifen werde.

Etwas einfallen lassen muss sich Hütter aber. Denn gegen keinen Club feierte der VfB Stuttgart mehr Siege als gegen die Eintracht (42). Außerdem gelangen den Schwaben auch die meisten Treffer in der Bundesliga-Geschichte gegen die Frankfurter (173).

Personell hatte der Chefcoach eine negative und eine positive Nachricht zu verkünden. Jung-Stürmer Ragnar Ache wird bis Jahresende ausfallen (TAG24 berichtete).

Nach einer Mitte Oktober aufgetretenen Sehnenverletzung im Oberschenkel hat Ache einen Rückschlag erlitten und wurde mittlerweile operiert.

Kehrt Filip Kostic schon gegen den VfB Stuttgart in den Eintracht-Kader zurück?

Seit dem zweiten Spieltag fehlt Filip Kostic der Eintracht verletzungsbedingt. (Archivbild)
Seit dem zweiten Spieltag fehlt Filip Kostic der Eintracht verletzungsbedingt. (Archivbild)  © DPA/Arne Dedert

Dagegen könnte Flügelspieler Filip Kostic unerwartet schnell wieder in den Kader zurückkehren.

Seit Dienstag ist der 28-jährige Serbe, der wegen eines Teilsehnenanrisses des Innenbandes im Knie seit Ende September pausieren musste, wieder im Training (TAG24 berichtete).

"Er hat alles dafür getan, schnell wieder dabei zu sein", sagte Hütter, der dessen Nominierung für das Stuttgart-Spiel nicht ausschloss.

Fraglich ist hingegen, ob Mittelfeldspieler Daichi Kamada mitwirken kann. Der Japaner musste in dieser Woche eine zweitägige Trainingspause wegen Oberschenkelproblemen einlegen.

"Hier müssen wir abwarten, ob er zum Einsatz kommen kann", sagte Hütter.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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