Kostic bleibt für die Eintracht überlebenswichtig, doch sind seine Tage in Frankfurt schon gezählt?

Frankfurt am Main - Ein erleichtertes Raunen ging durch die Reihen all jener, die es mit Eintracht Frankfurt halten, als feststand, dass Filip Kostic (28) nach seinem Innenbandanriss wieder einsatzbereit war. Doch so groß wie die Freude über seine Rückkehr auf den Platz ist, so hoch ist auch die Anspannung angesichts eines möglichen Abgangs.

Seit gut zwei Jahren macht Filip Kostic (28) die linke Außenbahn im Dress der Frankfurter Eintracht unsicher.
Seit gut zwei Jahren macht Filip Kostic (28) die linke Außenbahn im Dress der Frankfurter Eintracht unsicher.  © dpa/Uwe Anspach

Der serbische Flügelflitzer hat nach durchwachsenen Spielzeiten beim VfB Stuttgart und dem Hamburger SV eine wahre Renaissance beim hessischen Bundesligisten erlebt. Kein Wunder, dass sein Marktwert und auch die Begehrlichkeiten von europäischen Top-Vereinen dadurch in die Höhe geschossen sind.

Doch sehen wir Kostic wirklich bereits nach der kommenden Transferperiode im Januar in einem anderen Dress über "seine" linke Außenbahn sprinten? Wenn es nach Eintracht-Trainer Adi Hütter (50) geht, wird dies zumindest auf absehbare Zeit nicht eintreten.

"Ich gehe davon aus, dass Filip bis Sommer bleibt! Er ist nicht nur ein toller Profi, sondern auch ein sehr, sehr guter Mensch", lobte der österreichische Fußballlehrer seinen Unterschieds-Spieler gegenüber der Bild-Zeitung.

Zwar besitzt der serbische Nationalspieler noch ein bis Sommer 2023 gültiges Arbeitspapier bei den "Adlerträgern". Ob man ihn angesichts der Geldknappheit aufgrund der Corona-Pandemie und vielen interessierten Top-Klubs aus allen Ligen Europas so lange halten kann, darf sicherlich in Frage gestellt werden.

Selbst Hütter wagt hier keine langfristigen Prognosen. Ein Indiz dafür, dass Kostic schon bald das Weite sucht?

Eintracht-Trainer Adi Hütter sicher: Kostic bleibt ein "Adlerträger"

Daran glaubt eine absolute Eintracht-Kultfigur eher weniger. Niemand geringeres als Ex-SGE-Coach Dragoslav "Stepi" Stepanovic (72) - darüber hinaus ein Landsmann Kostics - ist sogar ziemlich sicher, dass ein Wechsel zu einem Spitzenverein nicht zwingend die beste Option für den 28-Jährigen sein muss.

"Er sollte auch an Eintracht denken und darf nicht vergessen, dass er bald 30 wird. Hier hat er seinen Status, den nimmt ihm keiner", sagte Stepanovic. Da wird sich mancher Eintracht-Fan sicherlich gerne anschließen.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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