DFB-Pokal-Aus trotz bissiger 2. Halbzeit: Die Eintracht zwischen Stolz und Enttäuschung

Frankfurt am Main - Die beiden Halbzeiten im Halbfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München zeigte in absoluter Perfektion, wie wankelmütig die Eintracht aus Frankfurt sein kann. Nach einer harmlosen ersten Hälfte drängten die Hessen den Rekordmeister an den Rand einer Niederlage. Das 1:2 (0:1) und das Pokal-Aus erfüllen die SGE mit einer Mischung von Stolz und Enttäuschung.

Eintrachts Danny da Costa (26, M.) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen den FC Bayern.
Eintrachts Danny da Costa (26, M.) bejubelt seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gegen den FC Bayern.  © Kai Pfaffenbach/Reuters/Pool/dpa

Schon nach den ersten gespielten Minuten drängte sich einem der Eindruck auf, dass eine herbe Klatsche für die Mannen vom Main anstehen würde. Spätestens nach dem Führungstreffer durch Ivan Perisic wurde es einem um die Eintracht angst und bange.

Doch mit dem Seitenwechsel, spätestens nach den ersten Wechseln, zeigte die Diva vom Main ihr anderes Gesicht: das einer bissigen und kampfeslustigen Einheit, die selbst die großen Bayern zu ärgern vermag. 

Dass die Niederlage gerade deshalb besonders schmerzt, sahen auch die Protagonisten auf Seiten der "Adlerträger" so: "Kompliment, wie wir aufgetreten sind, wir hatten phasenweise sogar mehr Ballbesitz. Wir sind enttäuscht, aber sehr stolz, denn das hätten uns nicht viele zugetraut", äußerte sich Chef-Trainer Adi Hütter (50) nach dem Abpfiff.

Für Hoffnungsbringer Danny da Costa (26), der mit dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich das Pokal-Wunder in greifbare Nähe rücken ließ, war es nach einer langen Durststrecke und dem verlorenen Stammplatz auch aus persönlicher Sicht ein ganz wichtiges Tor. Das sah auch sein Trainer so.

"Das 1:1 von Danny freut mich besonders für ihn. Es war eine schwierige Situation für ihn... Er hat aber nie aufgegeben, sich im Training immer angeboten. Ich habe gespürt, dass er bereit ist, eventuell von Anfang an zu spielen", sagte Hütter weiter.

Nun kann sich die Eintracht aufgrund der noch nicht fest terminierten Fortsetzung der Europa League vorerst ausschließlich auf die Bundesliga konzentrieren und muss den Stolz dieser starken zweiten Halbzeit mit in die Partie bei Hertha BSC am Samstag (13. Juni/15.30 Uhr) mitnehmen, um die durchaus vorhandene Enttäuschung über das Pokal-Aus vergessen zu machen.

Titelfoto: Kai Pfaffenbach/Reuters/Pool/dpa

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0