Eintracht Frankfurt: Corona-Krise könnte für Trapp-Abgang sorgen

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise könnte bei Bundesligist Eintracht Frankfurt für den großen Star-Ausverkauf sorgen! Nachdem zuletzt Gerüchte um den Verkauf von Abwehrtalent Evan N'Dicka laut wurden (TAG24 berichtete), schloss Aufsichtsrats-Chef Wolfgang Steubing (70) auch einen Abgang weiterer Leistungsträger nicht aus.

(Noch?)-Eintracht-Torhüter Kevin Trapp (30).
(Noch?)-Eintracht-Torhüter Kevin Trapp (30).  © dpa/Uwe Anspach

Der Bild-Zeitung gegenüber machte der 70-Jährige klar, dass die schwierige Lage, in der sich die Bundesliga-Vereine - und eben auch die Frankfurter Eintracht - befänden, Konsequenzen in jeglicher Form nach sich ziehen würde. Darunter könnte auch der (erneute) Abschied von Torhüter Kevin Trapp (30) aus Frankfurt zählen.

"Auch einen Verkauf von Filip Kostic (27) oder Trapp schließe ich nicht aus. Weil die Marktlage schwierig ist", so Steubing. Zwar hatte die SGE allein aus den Verkäufen von Sébastien Haller (26/West Ham United) und Luka Jovic (21/Real Madrid) rund 100 Millionen Euro eingenommen. Doch der Premier-League-Klub zahlte zuletzt eine noch fällige Rate nicht.

Darüber hinaus verbüßten viele Sponsoren heftige Umsatz-Einbußen, die auf kurz oder lang für geminderte Einnahmen für die "Adlerträger" sorgen werden. Schließlich standen auch Entlassungen innerhalb des Eintracht-Kosmos im Raum. 

Ein Verkauf des Nationalkeepers würde der Eintracht finanziell sicherlich helfen, sportlich aber verdammt weh tun. Selbst wenn mit Frederik Rönnow (27) ein talentierter, jüngerer und in letzter Zeit weitaus konstanter auftretender Schlussmann als Backup bereitstehen würde.

Trapp verdiente sich seine Spohren in Frankfurt, verließ die Hessen zum ersten Mal im Sommer 2015 in Richtung Paris. Bei Paris St. Germain wurde er jedoch schnell verdrängt, wechselte im August 2018 erst auf Leihbasis, dann zum Beginn der abgelaufenen Spielzeit wieder fix zurück zur Eintracht (Anm. d. Red.: Die Ablöse betrug rund 7 Millionen Euro).

Fest steht jedoch, dass die Eintracht selbst - und erst recht ihre Fans - gerade aufgrund der Entwicklungen der letzten Jahre, stets mit einem Auge auf die Teilnahme am europäischen Geschäft schielen. Dies soll spätestens in der Saison 2021/22 wieder der Fall sein.

Ob dies mit einem Star-Ausverkauf und ohne adäquaten - weil finanzielle nicht stemmbaren - Ersatz realisierbar ist, ist mehr als fraglich.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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