Eintracht-Blamage in der Europa League! SGE geht im Achtelfinal-Hinspiel gegen Basel unter

Frankfurt am Main - Am Donnerstagabend (18.55 Uhr) hieß es in der Frankfurter Commerzbank-Arena endlich wieder "Eintracht Frankfurt international". Doch so wirklich erinnerte beim Geister-Hinspiel im Europa-League-Achtelfinale gegen den FC Basel nichts daran. Schuld daran war die Infektionsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus. Ohne den lautstarken "12. Mann" im Rücken verloren die Gastgeber mit 0:3 (0:1)

Auf einer Mauer des Frankfurter Ultra-Fanblocks prangte die Aufschrift "Corona Area".
Auf einer Mauer des Frankfurter Ultra-Fanblocks prangte die Aufschrift "Corona Area".  © DPA/Arne Dedert

Für die Gäste trafen Samuele Campo (27. Minute), Kevin Bua (73.) und Fabian Frei (85.).

Im Gegensatz zur bitteren 0:4-Pleite bei Bayer 04 Leverkusen (TAG24 berichtete) in der Liga stellte SGE-Coach Adi Hütter seine Startelf auf zwei Positionen um: David Abraham und Djibril Sow rückten für Stefan Ilsanker und Dominik Kohr in die Anfangself. 

Einzig ein Banner unterhalb der Nordwestkurve mit der Aufschrift "Was auch immer passiert, Eintracht Frankfurt kämpfen und siegen", erinnerte an die treuen Fans der Hessen. Und diese Botschaft schienen sich die Spieler auf dem Platz zu Herzen nehmen zu wollen. 

Die erste vielversprechende Chance für die Hausherren hatte Mittelfeld-Fighter Sebastian Rode, der sich aus zentraler Position und rund 20 Metern Torentfernung einfach mal ein Herz fasste und den Baseler Kasten nur knapp verfehlte (8.). 

Trotz eines recht furiosen Auftaktes und der daraufhin größeren Spielanteile war es von Seiten der Eintracht aber in Sachen Torgelegenheiten nahezu so ruhig wie im Stadionrund. Und auch die Schweizer Gäste konnten sich im ersten Teil der ersten Halbzeit nicht gefährlich vor das Tor von SGE-Keeper Kevin Trapp kombinieren.

Aus der optischen Überlegenheit nichts gemacht zu haben, rächte sich für die Gastgeber schließlich. Nach einem Foul von Martin Hinteregger an Valentin Stocker ergab sich eine gute Freistoß-Möglichkeit für die Schweizer.

Halbzeit eins: Leere Ränge, Eintracht Frankfurt dominant, doch der FC Basel geht in Front

Voller Einsatz: Eintracht-Kapitän David Abraham (l.) im Zweikampf mit Basels Fabian Frei.
Voller Einsatz: Eintracht-Kapitän David Abraham (l.) im Zweikampf mit Basels Fabian Frei.  © DPA/Arne Dedert

Und mit einem perfekt gezirkelten Schuss aus rund 25 Metern Torentfernung setzte Campo das Leder vorbei an Trapp in die Maschen - 0:1 und ein aus Frankfurter Sicht somit unschönes Auswärtstor für Basel (27.).

Der Rückstand machte den Mannen vom Stadtwald sichtlich zu schaffen. Nur kurze Zeit nach dem Führungstreffer bekam Basel erneut einen Freistoß aus vielversprechender Position zugesprochen. Den diesmal als Flanke geschlagenen Ball setzte Silvan Widmer per Kopf knapp am Tor vorbei (31.). 

Währenddessen ließ vor allem die Frankfurter Präsenz in den Zweikämpfen deutlich zu wünschen übrig. Zwar gelang es den Hessen erneut die Kontrolle über das Spielgeschehen an sich zu reißen, die Offensivbemühungen der SGE wirkten über weite Phasen jedoch zu uninspiriert.

Weitaus zielführender agierten da die Gäste. Nach einer schön getimten Flanke kam erneut Widmer per Kopf an den Ball, der sein Ziel aber wiederum um einige Zentimeter verfehlte (44.). Kur darauf schickte Schiedsrichter Andreas Ekberg beide Teams zum Pausentee in die Kabinen.

Um offensiv noch mehr Durchschlagskraft zu haben, brachte Hütter zum Start in den zweiten Durchgang einen zweiten Stürmer in Person von Goncalo Paciencia. Der Portugiese nahm den Platz von Sow ein.

Und diese Maßnahme fruchtete vom Start weg. Erneut übernahmen die Frankfurter die Kontrolle und kamen durch André Silva zu einer guten Schusschance - doch der zweite stürmende Portugiese setzte das Spielgerät dann doch recht weit über das Gehäuse (53.).

Halbzeit zwei: Eintracht mit mehr Chancen, Basel setzt entscheidende Nadelstiche

Eintrachts Flügelflitzer Filip Kostic war nach dem Rückstand sichtlich bedient.
Eintrachts Flügelflitzer Filip Kostic war nach dem Rückstand sichtlich bedient.  © DPA/Arne Dedert

Nächste Gelegenheit, nächster Portugiese: Nach einer guten Freistoßflanke von Filip Kostic köpfte Paciencia den Ball nur haarscharf über das gegnerische Tor hinweg (57.). Und was war währenddessen mit den Eidgenossen los? Die setzten all ihre Offensiv-Hoffnungen in sich ergebende Konterchancen und blieben weitestgehend harmlos.

Wenig später wurde es richtig knapp: Nach einer feinen Kombination landete der Ball schließlich auf der von Almamy Touré beackerten rechten Außenbahn, der mit seiner Direktabnahme die Querlatte traf - Glück für Basel, die Eintracht wurde endlich zwingender (65.). 

Dies zeigten auch zwei weitere, kurz aufeinanderfolgende Chancen für Silva und erneut Touré (beide 67.).

Doch zum wiederholten Male grätschten die Schweizer in eine solche Drangphase hinein und erzielten nach einem schnörkellos vorgetragenen Konter das 0:2 durch Bua (73.). Hütter reagierte darauf mit seinen zwei verbliebenen Wechselmöglichkeiten, brachte Ilsanker für Makoto Hasebe (74.) und Mijat Gacinovic für Daichi Kamada (78.).

Für sein Team kam es jedoch noch dicker. Nach einem erneuten Konter schob Frei lässig zum vielleicht schon für das Weiterkommen vorentscheidende 0:3 ein (85.). Dies sollte dann auch der Schlusspunkt sein. Die Eintracht verlor in der Höhe vielleicht etwas zu hoch, angesichts der über weite Strecken herrschende Harmlosigkeit aber sicherlich nicht unverdient.

In der Bundesliga trifft die SGE schon am Sonntag (15. März/15.30 Uhr) auf Borussia Mönchengladbach. Das Rückspiel gegen Basel findet am Donnerstag (19. März/21 Uhr) erneut in der Commerzbank-Arena statt (TAG24 berichtete).

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