Schon im Winter weg? Eintrachts Innenverteidiger Ndicka in Topform

Frankfurt am Main - Evan Ndicka (22) spielt Woche für Woche groß auf in der Frankfurter Innenverteidigung. Ist der Franzose über den Winter hinaus zu halten?

Eintrachts Defensivspezialist Evan Ndicka (22, r.) im Kampf um den Ball mit Freiburgs Maximilian Eggestein (24).
Eintrachts Defensivspezialist Evan Ndicka (22, r.) im Kampf um den Ball mit Freiburgs Maximilian Eggestein (24).  © Philipp von Ditfurth/dpa

Die Eintracht aus Frankfurt hat die Möglichkeit, am Donnerstagabend im Europa-League-Heimspiel gegen Royal Antwerpen den ersten Tabellenplatz in ihrer Gruppe zu fixieren.

Damit würden die Eintracht-Kicker die erste K.-o.-Runde Mitte Februar überspringen und direkt ins Achtelfinale der Euro-League einziehen. Eine willkommene Erholung im engen Spielplan der SGE.

Dabei helfen soll einer, der in den vergangenen Wochen immer mehr in Fahrt gekommen ist. Die Rede ist vom 22-jährigen Innenverteidiger-Juwel Evan Ndicka.

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In seinem ersten Spiel nach kurzer Verletzungspause aufgrund einer Bänderdehnung im Knie war Ndicka gegen Hertha BSC Berlin noch nicht ganz auf der Höhe.

Eintracht-Coach Glasner (47) kritisierte ihn anschließend öffentlich für seine Inkonsequenz bei Laufwegen, die damals zu den Gegentoren geführt haben.

Danach kam Ndicka allerdings immer besser in Form. Auch am Wochenende beim Bundesliga-Spiel gegen die in dieser Saison starken Freiburger war Ndicka ein Garant für den 2:0-Erfolg der Eintracht.

Zahlen sprechen für sich

Einige Statistiken belegen die Klasse des französischen Innenverteidigers:

Im Durchschnitt kommen 89 Prozent seiner Pässe beim Mitspieler an. Sein Top-Speed diese Saison liegt bei 34,5 km/h. Beide Werte sind jeweils Bestwerte bei der Eintracht und persönliche Rekorde für Ndicka.

Außerdem fängt Ndicka durchschnittlich alle fünf Minuten ein gegnerisches Zuspiel ab. Auch das ist Bestwert der Frankfurter.

Es stellt sich also die Frage, ob der 22-Jährige von der SGE über den Winter oder sogar über die Saison hinaus zu halten ist? Wie die meisten Bundesligisten hat die Corona-Pandemie auch die Eintracht finanziell stark gebeutelt. Unter anderem aus diesen Gründen spekulierten die Frankfurter bereits im Sommer 2021 darauf, mit Ndicka ein lukratives Geschäft zu machen.

Sportvorstand Markus Krösche (41) versicherte zuletzt, dass man "keine Abgabe von Leistungsträgern" plant. Allerdings könnte ein hohes Angebot der europäischen Top-Klubs für den Verteidiger, dessen Marktwert laut transfermarkt.de aktuell bei 28 Millionen Euro liegt, die Eintracht-Bosse möglicherweise zum Umdenken bewegen.

Spielt Ndicka weiter wie zuletzt, werden spätestens im Sommer einige Vereine anklopfen, die der SGE gern ihr Tafelsilber abkaufen würden.

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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