Sofortlösung für Eintracht-Problemzone? Abwehr-Star aus Frankreich im Gespräch

Frankfurt am Main - Kommt doch noch ein Verteidiger? Wo bei Eintracht Frankfurt der Schuh drückt, ist klar: Hinten rechts ist man für die anstehenden Wochen mit Mehrfachbelastung zu dünn besetzt. Deshalb haben die Verantwortlichen jetzt wohl eine Sofortlösung aus Frankreich an der Angel.

Rechtsverteidiger Enock Kwateng (25, r.) soll bei Eintracht Frankfurt hoch im Kurs stehen.
Rechtsverteidiger Enock Kwateng (25, r.) soll bei Eintracht Frankfurt hoch im Kurs stehen.  © PHILIPPE LOPEZ / AFP

Neuzugang Aurelio Buta (25) fällt weiterhin aufgrund einer Knie-Operation aus, weshalb Chefcoach Oliver Glasner (48) zurzeit nur noch Eintracht-Urgestein Timothy Chandler (32) als nomineller Rechtsverteidiger übrig bleibt.

Doch auch der US-Amerikaner spielt aktuell keine Rolle, weil der österreichische Übungsleiter kurzerhand Mittelfeldakteur Kristijan Jakic (25) zum Außenverteidiger umgeschult hat.

Eine langfristige Lösung für die offensichtliche Problemposition des hessischen Bundesligisten ist aber auch der Kroate nicht, wenngleich er seinen derzeitigen Job zufriedenstellend erledigt.

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Aus diesem Grund schauen sich die SGE-Verantwortlichen immer noch auf dem Transfermarkt um, der eigentlich schon geschlossen ist. Vereinslose Kicker können allerdings immer noch verpflichtet werden und beim Scouting eben dieser Spieler soll den Adlerträgern einer ganz besonders ins Auge gestochen sein.

Wie das Transferportal "fussballtransfers" berichtet, haben die SGE-Chefs wohl reges Interesse an Enock Kwateng (25), der zuletzt für Girondins Bordeaux in der französischen Ligue 1 am Ball war.

Enock Kwateng spielte zuletzt für Girondins Bordeaux in der französischen Ligue 1

Zuletzt spielte der Ghanaer für Girondins Bordeaux in der französischen Ligue 1, aktuell ist er vereinslos.
Zuletzt spielte der Ghanaer für Girondins Bordeaux in der französischen Ligue 1, aktuell ist er vereinslos.  © Alain JOCARD / AFP

Als der finanziell gebeutelte Traditionsverein aus dem Südwesten Frankreichs in deren zweite Liga abstieg, trennten sich die Wege von Spieler und Verein. Ausschlaggebend hierfür war neben dem sportlichen Abstieg auch der geringe finanzielle Spielraum von Girondins.

Für Bordeaux agierte der Ghanaer meist auf besagter Position des Rechtsverteidigers und sammelte dort in 62 Partien wertvolle Erfahrungswerte, weshalb er zumindest kurzfristig den Mannen vom Main weiterhelfen könnte.

Kwateng, der von der U16 bis zur U20 alle französischen Jugend-Nationalmannschaften durchlief, entschied sich im letzten Jahr fortan für Ghana auflaufen zu wollen.

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Für die sogenannten "Black Stars", die von BVB-Legende Otto Addo (47) trainiert werden, wurde er bisher allerdings noch nicht nominiert. Um noch auf den WM-Zug aufzuspringen, braucht der 25-Jährige im besten Fall viel Spielpraxis. Möglicherweise kann er diese bei Eintracht Frankfurt bekommen.

Ein Deal sollte für beide Parteien nicht allzu schwierig auszuhandeln sein, denn beide Seiten würde eindeutig voneinander profitieren. So könnte Kwateng mit einem leistungsbezogenen Vertrag zum risikolosen Schnäppchen für die Hessen werden und sich im Gegenzug mit ansprechenden Auftritten für die Weltmeisterschaft in Katar empfehlen.

Titelfoto: PHILIPPE LOPEZ / AFP

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