Starke Eintracht erkämpft verdienten Punkt gegen Tottenham

Frankfurt am Main - Die SGE erkämpfte sich einen Punkt gegen Kane und Co.! Am 3. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase trennten sich Eintracht Frankfurt und Tottenham Hotspur 0:0.

Frankfurts Randal Kolo Muani (l.) versucht, sich gegen Eric Dier durchzusetzen. Der Stürmer probierte viel, kam aber in der ersten Halbzeit nicht zum Abschluss. Im zweiten Durchgang musste er Rafael Borré weichen.
Frankfurts Randal Kolo Muani (l.) versucht, sich gegen Eric Dier durchzusetzen. Der Stürmer probierte viel, kam aber in der ersten Halbzeit nicht zum Abschluss. Im zweiten Durchgang musste er Rafael Borré weichen.  © DPA/Arne Dedert

Nach dem 2:0-Heimsieg gegen den 1. FC Union Berlin nahm SGE-Coach Oliver Glasner zwei Wechsel in der Startelf vor: Für den verletzten Mario Götze und Luca Pellegrini (Bank) liefen Djibril Sow und Kristijan Jakic auf. Bei den Spurs gab es im Vergleich zur 1:3-Niederlage bei Arsenal keine Veränderungen.

Die Gäste hatten die erste Chance, aber der steil geschickte Emerson Royal drosch das Leder vom rechten Rand des Strafraums klar über das Tor (6.). Wenig später segelten gleich drei Engländer an einer gut getimten Flanke von Heung-min Son vorbei (12.).

Die Spurs hatten sich ein leichtes Übergewicht erspielt, allerdings stand die Eintracht nun stabil und kam ihrerseits zu Möglichkeiten.

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Jesper Lindström war am Gäste-Strafraum nicht vom Ball zu trennen und legte für Sebastian Rode auf. Aber dessen straffer Schuss wurde zur Ecke geblockt (18.). Auf der anderen Seite verfehlte Harry Kane zweimal knapp (25., 28.).

Die Hausherren standen nun tiefer und versuchten ihr Glück mit gelegentlichen langen Bällen in die Tiefe. Kurz vor der Pause hatte Son jedoch das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß, aber der Südkoreaner schlenzte nach feinem Doppelpass mit Kane das Spielgerät am rechten Toreck vorbei (40.).

Zwei Änderungen in der Startelf von Eintracht Frankfurt

So begann Tottenham Hotspur die Champions-League-Partie

Eintracht Frankfurt kommt mit neuem Selbstbewusstsein aus der Kabine

Daichi Kamada (r.) im Kopfball-Duell mit Tottenhams Clément Lenglet: Für den japanischen Nationalstürmer gab es nur wenige Möglichkeiten, sich auszuzeichnen.
Daichi Kamada (r.) im Kopfball-Duell mit Tottenhams Clément Lenglet: Für den japanischen Nationalstürmer gab es nur wenige Möglichkeiten, sich auszuzeichnen.  © dps/Arne Dedert

Dann kam Ivan Perisic im Sechzehner eher zufällig zum Abschluss. Sein abgefälschter Schuss trudelte nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (43.). So blieb es bis zum Halbzeitpfiff beim nunmehr glücklichen 0:0 für die Adlerträger.

Mit neuem Selbstbewusstsein kamen die Hessen aus der Kabine und das hätte sich beinahe sofort ausgezahlt. Sow chippte das Leder genial an den Rand des Sechzehners, wo sich Knauff freigelaufen hatte und volley abzog, aber Hugo Lloris konnte parieren (50.). Auf der Gegenseite vergaben Kane (52.) und Son (53.) - die zweite Halbzeit begann turbulent!

Die SGE hatte nun wesentlich mehr vom Spiel als noch im ersten Durchgang. Nach einem klasse Ballgewinn durch Rode am gegnerischen Strafraum kam die Kugel zu Lindström. Der Däne nahm Maß - knapp drüber (60.)!

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Im Anschluss verflachte die Partie etwas und beide Mannschaften neutralisierten sich gegenseitig. Erst in der 75. Minute gab es wieder einmal einen Abschluss, aber Kamada zirkelte die Kugel aus spitzem Winkel am linken oberen Toreck vorbei. Dann musste Kevin Trapp gegen den heranstürmenden Son klären (83.).

So blieb es nach einem vor allem in der zweiten Halbzeit starken Auftritt der Frankfurter beim verdienten Punktgewinn für die Hausherren. In der umkämpften Gruppe D belegt die Eintracht nun mit vier Punkten den dritten Platz.

Ansgar Knauff hätte mit dieser schönen Volley-Abnahme beinahe das 1:0 in der 50. Minute gemacht.
Ansgar Knauff hätte mit dieser schönen Volley-Abnahme beinahe das 1:0 in der 50. Minute gemacht.  © DPA/Arne Dedert

Die Hessen treten am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in der Bundesliga bei Schlusslicht VfL Bochum an, Tottenham erwartet ein Auswärtsspiel bei Brighton & Hove Albion.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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