Stefan Ilsanker stinksauer über Eintracht-Leistung beim 3:3 gegen Freiburg

Frankfurt am Main - Das 3:3 im Heimspiel der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg am Dienstagabend sorgt bei Spielern und Trainer von Eintracht Frankfurt für gemischte Gefühle. Zwar wurde ein 1:3-Rückstand spät noch ausgeglichen, vom Spielablauf hätten die Hessen die Partie aber eigentlich klar gewinnen müssen.

Nach dem 3:3 im Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen den SC Freiburg hat Defensiv-Allrounder Stefan Ilsanker klare Worte gefunden (Archivbild).
Nach dem 3:3 im Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen den SC Freiburg hat Defensiv-Allrounder Stefan Ilsanker klare Worte gefunden (Archivbild).  © dpa/AP-Pool/Michael Probst

"Es war ein Wechselbad der Gefühle. Du wartest eigentlich auf das 2:1, plötzlich bekommst du durch einen Standard das 1:2 und einen Konter das 1:3. Aber die Mannschaft hat gezeigt, dass die Moral stimmt", sagte SGE-Coach Adi Hütter nach dem Spiel.

Lob vom Österreicher gab es für den wohl besten Mann auf dem Platz, SC-Keeper Alexander Schwolow: "Wir hätten den Sieg verdient gehabt. Schwolow hat eine absolute Topleistung gebracht."

An der Situation der Frankfurter, die sich mit 29 Punkten und Platz 14 bedenklich dem Abstiegs-Relegationsplatz nähern, habe sich durch die Punkteteilung  aber nichts geändert. "Die Lage ist gleich geblieben. Wir wollten einen Befreiungsschlag landen, letztlich sind wir mit dem Punkt zufrieden, auch wenn wir uns mehr erhofft hatten. Nach einem 1:3 muss man aber mit dem Punkt leben", sagte Hütter.

Weniger diplomatisch äußerte sich Frankfurts Defensiv-Allrounder Stefan Ilsanker, der vor allem die mangelnde Chancen-Verwertung kritisierte. "Nach so einem Spiel kann man nicht mit einem Punkt zufrieden sein. Wir haben sieben, acht Hundertprozentige gehabt, die unsere Stürmer mit ihrer Qualität verwerten müssen", sagte er.

"Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Ergebnis. Dass die Mannschaft Moral und Herz hat, weiß ich. Aber wenn man jedes Spiel drei, vier, fünf Tore bekommt, wird es schwer, Spiele zu gewinnen", haderte Ilsanker aber auch mit der Defensivleistung des Teams.

Eintracht-Kicker frustriert: SC-Keeper Schwolow hatte einen Sahne-Tag erwischt

Die Frankfurter Spieler Jonathan de Guzmán (l-r) Stefan Ilsanker und Dominik Kohr stehen nach dem 3:3 unzufrieden auf dem Platz.
Die Frankfurter Spieler Jonathan de Guzmán (l-r) Stefan Ilsanker und Dominik Kohr stehen nach dem 3:3 unzufrieden auf dem Platz.  © dpa/dpa-Pool/Arne Dedert

"In dem Augenblick war das Tor sehr schön. Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, ein Punkt ist zu wenig. Aber natürlich bin ich glücklich über mein Tor", sagte Timothy Chandler, später Joker-Torschütze zum 3:3.

Auch Chandler machte den gebürtigen Wiesbadener Alexander Schwolow zum "Man of the Match". "Der Torhüter des SC Freiburg kam mir vor, als hätte er acht Arme und sieben Beine gehabt. Der hat jeden Schuss irgendwie nochmal abgefälscht oder gehalten mit der Hand – das war wirklich Wahnsinn. Das war heute unser größter Gegner. Wir hatten die Chancen dazu, die haben wir leider nicht gemacht", so Chandler.

In der unterhaltsamen Partie hatte Vincenzo Grifo die Gäste in der 28. Minute in Führung gebracht. Nach den Ausgleich von André Silva (35.) sah es vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit so aus, als sei eine Führung der Hessen nur eine Frage der Zeit.,

Doch dann gingen die über weite Strecken klar unterlegenen Breisgauer mit einem Doppelschlag durch den eingewechselten Nils Petersen (67.) und Lucas Höler (69.) mit 3:1 in Führung.

Dank der Treffer von Daichi Kamada (79.) und Timothy Chandler (82.) reichte es für die Frankfurter schließlich noch zum Unentschieden.

Am kommenden Samstag (15.30) müssen die Frankfurter beim formstarken Tabellen-Sechsten VfL Wolfsburg antreten

Titelfoto: dpa/AP-Pool/Michael Probst

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