Tiefschlaf-Eintracht verpennt erneut Sieg: Kruse-Kracher macht Comeback-Party zunichte

Frankfurt am Main - Schon wieder nur unentschieden, schon wieder die Anfangsphase verpennt, schon wieder stark zurückgekämpft, aber letztlich nicht belohnt. Eintracht Frankfurt mausert sich in dieser Saison immer mehr zum Remis-König der Bundesliga und ließ mögliche sowie vor allem wichtige Punkte beim 1. FC Union Berlin liegen.

Eintracht-Torhüter Kevin Trapp (30) leistete sich vor dem zwischenzeitlichen 0:1 gegen Union Berlin einen kapitalen Patzer.
Eintracht-Torhüter Kevin Trapp (30) leistete sich vor dem zwischenzeitlichen 0:1 gegen Union Berlin einen kapitalen Patzer.  © Annegret Hilse/Reuters Images Europe/Pool/dpa

Nach dem 3:3 (2:2)-Unentschieden im Stadion an der Alten Försterei herrschte in den Reihen der Hessen definitiv mehr Frust als Freude.

Vor allem, weil es der leicht favorisierten SGE nicht gelang, den eigenen Kasten in den ersten Minuten der Partie sauber zu halten.

Erneut musste die Truppe von Trainer Adi Hütter (50) früh einem Rückstand hinterherlaufen. Es scheint, als ob die Eintracht nur dann auf das eigene Potenzial zurückgreifen kann, wenn sie zuvor einen heftigen Nackenschlag kassiert hat.

Hinzu kommt, dass selbst nach einem Comeback wie diesem - Bas Dost (31) schoss die "Adlerträger" in der 79. Spielminute nach 0:2-Rückstand letztlich noch in Führung - der Fokus scheinbar wieder dermaßen in den Keller sackt, dass es nicht reicht, um eine derartige Kampfleistung zu vergolden.

Während der österreichische Fußballlehrer sich noch im Beleuchten der positiven Aspekte der mittlerweile sechsten Punkteteilung in der laufenden Spielzeit (Anm. d. Red.: gleichzeitig die vierte in Serie) versuchte: "Wir sind sehr schlecht gestartet und hatten Glück, dass wir nicht mit 0:3 in Rückstand gehen. Dann haben wir eine tolle Moral gezeigt", fanden seine Schützlinge durchaus deutlichere Worte.

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So sagte Abwehrkante Martin Hinteregger (28) nach Abpfiff: "Wir wissen ganz genau, dass das frühe 0:2 mit diesen zwei Fehlern nicht passieren darf. Bei der Elfmeterszene muss ich mich cleverer anstellen." Der österreichische Nationalspieler hatte mit einem Foul an Taiwo Awoniyi (23) den Elfmeter zum zwischenzeitlichen 0:2 durch Max Kruse (32) verursacht.

Nach dem Traumtor durch einen wie Hütter sagte "1000-Gulden-Schuss" von Kruse, der dann auch den 3:3-Endstand markierte, appellierte Hinteregger schließlich an sein Team. "Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und eine Lösung dafür finden, dass wir die Anfangsphasen nicht verschlafen. Das Ergebnis fühlt sich an wie eine Niederlage."

Auch er ist der Ansicht, dass die Tiefschlaf-Eintracht endlich aufwachen muss.

Titelfoto: Annegret Hilse/Reuters Images Europe/Pool/dpa

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