"Ketchup-Flasche" Ilsanker und Goalgetter Silva: Kann diese Eintracht wieder oben mitspielen?

Frankfurt am Main/Bremen - Im Nachholspiel des 26. Bundesliga-Spieltages hat sich Eintracht Frankfurt dank des 3:0-Sieges bei Werder Bremen (TAG24 berichtete) wieder deutlich von den Abstiegs- und dem Relegationsrang distanziert. Zwei Personalien sprachen dabei insbesondere für den aufkommenden Aufwärtstrend der Hessen.

Frankfurts Stefan IIsanker (r.) bejubelt sein Tor zum 0:2 mit Filip Kostic (m.) und David Abraham.
Frankfurts Stefan IIsanker (r.) bejubelt sein Tor zum 0:2 mit Filip Kostic (m.) und David Abraham.  © Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

"Das ist wie das Ketchup-Flasche-Prinzip: Erst kommt lange nichts, und dann alles auf einmal", witzelte Winter-Neuzugang Stefan Ilsanker (31), nachdem er mit seinem Blitztreffer nur 19 Sekunden nach seiner Einwechslung sowie dem Treffer zum 3:0-Endstand seine ersten beiden Bundesliga-Tore überhaupt erzielt hatte.

Die "Adlerträger" scheinen vor allem auch darum wieder zu funktionieren, weil die frischen Impulse von der Bank wieder funktionieren und den erhofften frischen Wind in die Partie bringen. So war es bereits Bas Dost, der im Spiel in Wolfsburg von der Bank kommend die entscheidende Kopfball-Vorlage für den Siegtorschützen Daichi Kamada liefert.

Spätestens nach seinem Doppelpack, der "Ilse", wie der Österreicher liebevoll genannt wird, weitaus weniger als vermutet interessierte, ist der 31-Jährige voll und ganz ins Gefüge der SGE integriert. Mit seinem Kampfgeist und Erfahrung kann er für die abschließenden Partien der Liga überaus wichtig für Coach Adi Hütter (50) werden.

Der zweite Akteur, der zugegebenermaßen nicht nur in Bremen zeigte, dass er in Frankfurt angekommen ist, ist Stürmer André Silva. Nach seinem Wechsel vom AC Mailand im vergangenen Sommer noch für viele unglückliche Aktionen belächelt und durch stetige Verletzungen gebeutelt, ist der Portugiese mittlerweile eine Art Lebensversicherung für die Frankfurter.

André Silva blüht spätestens seit Corona-Neustart vollends auf

Seit dem Wiederbeginn der Liga nach der Corona-Zwangspause ist der 24-Jährige ein Garant für Tore. Der Treffer zum wichtigen 1:0 im Weserstadion war bereits Tor Nummer vier seit dem Wiederbeginn. Mit dem Thema Abstiegskampf dürfte die Eintracht vorsichtig formuliert in dieser Saison wohl nichts mehr zu tun haben. Das sah auch Makoto Hasebe, der mit seinem 308. Liga-Einsatz mit Ex-SGE-Legende Bum-Kun-Cha (67) als asiatischer Rekord-Spieler gleichzog, ähnlich.

"Der Sieg ist unfassbar wichtig für uns. Jetzt haben wir acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wenn wir am Samstag drei Zähler gegen Mainz holen, können wir wieder etwas nach oben schauen." Ob sich die Eintracht wirklich wieder nach oben orientieren kann, wird vielleicht das hitzige Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 am Samstag (6. Juni/15.30 Uhr) zeigen.

Titelfoto: Stuart Franklin/Getty Images Europe/Pool/dpa

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