Zuschauerzahl bei Eintracht-Test: Stadt und Verein schießen gegen Land Hessen

Frankfurt am Main - In der kontroversen Diskussion über die Zuschauerzahl bei einem Fußball-Testspiel von Eintracht Frankfurt sind sich die Stadt Frankfurt und das Land Hessen noch immer nicht einig.

Fans von Eintracht Frankfurt auf dem Weg in den Deutsche Bank Park (Archivbild).
Fans von Eintracht Frankfurt auf dem Weg in den Deutsche Bank Park (Archivbild).  © DPA/Arne Dedert

Während das Sozialministerium am Sonntag präzisiert hatte, dass am Samstag gegen AS Saint-Étienne wegen der gestiegenen Inzidenz maximal 5000 Zuschauer im Stadion sein dürfen, geht die Stadt weiter von der ursprünglich angepeilten Zahl von 10.000 Fans aus. Davon hätten 5000 Menschen geimpft oder genesen sein sollen.

"Beim Genehmigungsverfahren haben wir uns strikt an die Verordnung des Landes Hessen zum Schutz der Bevölkerung vor Infektionen mit dem Coronavirus gehalten", hieß es von Stefan Majer, der in Frankfurt am Main Gesundheitsdezernent ist.

Man brauche jetzt Anreize für die Menschen, sich weiter impfen zu lassen. "Und für viele ist eben ein Fußballspiel ein solcher Anreiz", sagte Majer.

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Eintracht Frankfurt Stehplätze bei Eintracht gegen 1. FC Köln möglich, aber zu kurzfristig für Fans

Eintracht Frankfurt will gerichtlich gegen die plötzliche Reduzierung vorgehen (TAG24 berichtete). Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (62, SPD) hatte das Ministerium für die Entscheidung kritisiert und einen Offenen Brief an die Landesregierung verfasst.

"Pandemie 2021 muss anders funktionieren", sagt Eintracht Frankfurts Justiziar Philipp Reschke

Philipp Reschke, Justiziar der SGE, hatte die Politik mit Blick auf die Zuschauerfrage ebenfalls scharf kritisiert und zu einem Umdenken aufgefordert.

Der Ansatz sei überholt, stellte Reschke mit Bezug auf die immer höhere Anzahl von Impfungen in einer Medienrunde am Montag klar.

"Das ist, wenn man so will, Pandemie 2020. Aber Pandemie 2021 muss anders funktionieren. Die Vorzeichen haben sich geändert", sagte er.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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