Barcelona schon siegessicher: Kehrt Lewandowski Bayern endgültig den Rücken?

Barcelona/München - Die jüngsten Berichte aus Deutschland über die angeblich anstehende Trennung von Robert Lewandowski (33) und dem FC Bayern München im Sommer haben in Barcelona viel Freude ausgelöst.

Robert Lewandowski (33) jubelte zuletzt für den FC Bayern München. Künftig will er das wohl nicht mehr tun.
Robert Lewandowski (33) jubelte zuletzt für den FC Bayern München. Künftig will er das wohl nicht mehr tun.  © Sven Hoppe/dpa

Man hofft in der spanischen Metropole nun mehr denn je auf einen Wechsel des Polen zum FC Barcelona. "Die Tür ist offen", titelte am Freitag die katalanische Fachzeitung "Mundo Deportivo".

Das Konkurrenzblatt "Sport" schrieb: "Lewandowski beginnt, Barça näher zu kommen." Der Stürmer würde auch mit bald 34 das Team von Trainer Xavi im Angriff "deutlich verstärken", analysiert "Sport".

"Dies ist zweifelsohne die Nachricht des Monats", schrieb die polnische Zeitung "Przeglad Sportowy" am Freitag. Allerdings sei die Zukunft Lewandowskis im Moment "eine große Unbekannte. Denn niemand weiß, wie die Bayern-Führung reagieren wird. Für (Oliver) Kahn und (Hasan) Salihamidžić ist es zweifelsohne ein Imageschaden, für Trainer Julian Nagelsmann ein sportlicher Verlust."

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Man könne einen Spieler, "der 50 Tore pro Saison schießt, nicht einfach ersetzen. Das ist einfach unrealistisch, wie das Beispiel von Messi zeigt, der bei Barcelona überragend war und bei PSG nur Durchschnitt ist."

Lewandowski wolle seine Karriere beim FC Barcelona beenden und den Klub wieder in die europäische Spitze zurückführen, versicherte "Mundo Deportivo".

Lewandowski soll Barcelona wieder an die Spitze bringen

Xavi (42), Trainer des FC Barcelona, weiß, was er will: seinen Verein wieder an die europäische Spitze führen.
Xavi (42), Trainer des FC Barcelona, weiß, was er will: seinen Verein wieder an die europäische Spitze führen.  © Joan Monfort/AP/dpa

In Spanien ist es kein Geheimnis, dass Trainer Xavi (42) auf Verstärkungen und in erster Linie auf "Lewa" setzt, um kommende Saison den neuen spanischen Meister Real Madrid herauszufordern und zum ersten Mal nach 2019 wieder den Titel in der Primera División zu holen.

Man sei in Barcelona davon überzeugt, dass der Stürmer "noch drei Jahre auf Topniveau" spielen kann.

Wenn es mit dem Transfer klappt, würden mit Lewandowski, Ousmane Dembélé (24) und Pierre-Erick Aubameyang (32) gleich drei Ex-Dortmunder für Barcelona auf Torjagd gehen.

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Doch es gibt ein Problem: Der katalanische Klub ist nicht nur sportlich, sondern mit Schulden in Höhe von 1,35 Milliarden Euro auch finanziell schwer angeschlagen.

Geld, um Lewandowski zu holen, sei noch nicht da, betonen "Mundo Deportivo" und "Sport" unisono.

Um teure Transfers bezahlen und vor allem um die Ligaregeln für die Gesamtsumme der Gehälter einhalten zu können, müssten mehrere Spieler verkauft werden, heißt es.

FC Barcelona mit Finanzproblemen: "Es ist nicht einfach"

"Es ist nicht einfach", hatte Xavi bezüglich der Finanzmisere und der dringend benötigten Verstärkungen jüngst eingeräumt. Ein erster, wichtiger Schritt wurde aber am Donnerstagabend getan: Der an Aston Villa ausgeliehene brasilianische Nationalspieler Philippe Coutinho (29) wechselt für 20 Millionen Euro endgültig zum Premier-League-Verein.

Wie "Sport" am Freitag schrieb, wollen die Katalanen vor allem mit Frenkie de Jong (25) große Kasse machen. Man hoffe, den Niederländer für mindestens 100 Millionen Euro transferieren zu können. Sogar ein Transfer von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen (30) sei nicht ausgeschlossen, "wenn gute Angebote kommen", heißt es in Barcelona.

In Polen heißt es zu Lewandowski: "Was wir nicht wissen, ist, wann er die Bundesliga verlassen wird. Für die Deutschen wird es ein großer Verlust sein, und für uns die Gelegenheit, die Leistungen unseres besten Spielers in einem neuen Trikot zu erleben", kommentierte "Przeglad Sportowy".

Titelfoto: Bildmontage: Joan Monfort/AP/dpa, Sven Hoppe/dpa

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