Bayern-Präsident Hainer: Umstrittener Katar-Vertrag soll erst nach WM Thema werden

München - Der FC Bayern München wird nach der Fußball-WM Ende des Jahres über das umstrittene Sponsoring mit der Fluglinie Qatar Airways entscheiden.

Vereinspräsident Herbert Hainer (68) will das Sponsoring des FC Bayern Ende des Jahres besprechen.
Vereinspräsident Herbert Hainer (68) will das Sponsoring des FC Bayern Ende des Jahres besprechen.  © Sven Hoppe/dpa

"Der Vertrag läuft 2023 aus. Wir haben vereinbart, dass wir nach der WM eine detaillierte Analyse vornehmen werden. Dann werden wir überlegen, wie es weitergeht. Das ist ein ganz üblicher Vorgang, bei jedem Sponsorenvertrag prüfen wir gegen Ende, wie es gelaufen ist und wie die Zukunft aussehen könnte", sagte Vereinspräsident Herbert Hainer (68) im Interview der Münchner "Abendzeitung" am Mittwoch.

Das für den Verein lukrative Sponsoring mit Qatar Airways hatte auf der Mitgliederversammlung im Herbst 2021 für Streit und am Ende für Chaos gesorgt. Ein Mitgliedsantrag, über die Partnerschaft mit der Fluglinie für die Zukunft abstimmen zu lassen, wurde von der Vereinsführung nicht zugelassen.

Die Geschäftsbeziehung mit Katar ist in der Fanszene des Clubs wegen der umstrittenen Menschenrechtssituation im Gastgeberland der WM 2022 und der Arbeitsverhältnisse auf den WM-Baustellen ein Reizthema. Anfang Juli hatte der FC Bayern zu dem Streitthema zu einem Runden Tisch geladen.

Bei Aufsichtsrat Uli Hoeneß (70) sieht Hainer keine Ermüdungserscheinungen. "Ich habe bei ihm noch kein Erlöschen des Feuers entdeckt. Der FC Bayern ist Uli Hoeneß' Baby, er hat den Klub groß gemacht. Er sorgt sich aus Liebe um den Verein", sagte Hainer.

"Bei uns beiden ist über 20 Jahre eine Freundschaft entstanden. Sein Herz wird immer für den FC Bayern brennen."

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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