"Dummheit oder Arroganz": CDU-Politiker Merz schießt gegen Bayern-Chefetage

München - Der CDU-Politiker Friedrich Merz (64) hat die Chefetage des FC Bayern München für das enge Beieinandersitzen beim Bundesliga-Auftakt scharf kritisiert.

Der CDU-Politiker Friedrich Merz (64) hat die Chefetage des FC Bayern München für das enge Beieinandersitzen beim Bundesliga-Auftakt kritisiert.
Der CDU-Politiker Friedrich Merz (64) hat die Chefetage des FC Bayern München für das enge Beieinandersitzen beim Bundesliga-Auftakt kritisiert.  © Michael Kappeler/dpa

"Mein Gedanke, bei dem, was ich da gesehen habe: Dummheit oder Arroganz", sagte der Kandidat für den Bundesvorsitz der Partei der Bild-Zeitung. 

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (64) hatte sich am Sonntag bereits reumütig gezeigt und mit Blick auf die geltenden Einschränkungen in der Corona-Krise ein angemesseneres Verhalten versprochen. "Wir sind uns alle einig, dass das Bild nicht vorbildlich war. Wir werden das ändern", sagte er entsprechend in der TV-Sendung "Sky90".

Auch Bayern-Präsident Herbert Hainer (66) äußerte sich im kicker entsprechend: "In Zukunft werden wir uns absolut regelkonform verhalten." 

Beim 8:0 zum Bundesliga-Auftakt gegen den FC Schalke 04 am zurückliegenden Freitagabend in der Münchner Allianz Arena hatten die Vereinsvertreter der Bayern und auch der Gäste aus Gelsenkirchen ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz auf der Ehrentribüne jeweils eng zusammengesessen.

Rummenigge sprach in der Folge auch von einem entsprechenden Missverständnis in der Auslegung der Coronavirus-Vorgaben im Freistaat.

Beim Bundesliga-Auftakt am zurückliegenden Freitagabend in der Münchner Allianz Arena hatten die Vereinsvertreter des FC Bayern und auch der Gäste aus Gelsenkirchen ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz auf der Ehrentribüne eng zusammengesessen.
Beim Bundesliga-Auftakt am zurückliegenden Freitagabend in der Münchner Allianz Arena hatten die Vereinsvertreter des FC Bayern und auch der Gäste aus Gelsenkirchen ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz auf der Ehrentribüne eng zusammengesessen.  © Matthias Balk/dpa

Er berief sich wie schon sein Vorstandskollege Oliver Kahn (51) auf Bestimmungen in der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die grundsätzlich einen Aufenthalt im öffentlichen Raum in Gruppen von bis zu zehn Personen gestattet. Aber er ergänzte im Anschluss im Hinblick auf das Handel in der unmittelbaren Zukunft durchaus einsichtig: "Beim nächsten Spiel werden wir den notwendigen Abstand halten, wenn das gewünscht ist."

Titelfoto: Montage: Michael Kappeler/dpa, Matthias Balk/dpa

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