FC Bayern: Champions League trotz Corona eine Goldgrube für Rekordmeister

München/Lissabon - 115,69 Millionen Euro! Auf so viel Prämiengeld käme der FC Bayern München eigentlich bei einem Finalerfolg gegen Paris. Wegen Corona gibt es wohl Abschläge - und dennoch bleibt die Königsklasse eine Goldgrube.

Der FC Bayern München konnte gegen Olympique Lyon den Einzug in das Finale der Champions League perfekt machen.
Der FC Bayern München konnte gegen Olympique Lyon den Einzug in das Finale der Champions League perfekt machen.  © Miguel A. Lopes/pool EPA via AP/dpa

Der Finaleinzug beim Champions-League-Turnier in Lissabon ist für den FC Bayern mitten in der Coronavirus-Krise auch von finanzieller Bedeutung. 

Mit den Einnahmen aus dem Endspiel an diesem Sonntag gegen Paris Saint-Germain könnte der umsatzstärkste deutsche Fußballklub die 100-Millionen-Euro-Marke in der Königsklasse übertreffen oder zumindest in die Nähe kommen.

Die UEFA wird wohl erst nach dem Finalturnier entscheiden, ob die Prämien für das Erreichen der letzten K.o.-Runden trotz Reduzierung von fünf auf lediglich drei Spiele entsprechend in voller Höhe für die Vereine ausgezahlt werden können. Europas Dachverband generiert auch weniger Gelder.

In normalen Spielzeiten wird allein der Finalsieg mit 19 Millionen Euro aus dem UEFA-Prämientopf honoriert. Der Endspielverlierer darf sich mit 15 Millionen trösten. Ohne Corona-Abschläge würden sich die UEFA-Zahlungen an den FC Bayern nach den vor Saisonbeginn gemachten Angaben bei einem Titelgewinn auf 115,69 Millionen summieren.

Vor dem Corona-Zwangsstopp hatten die Bayern knapp 41 Millionen Euro durch Startgeld, Spielprämien und den Einzug ins Achtelfinale verdient. Diese Gelder flossen schon. 

Dazu kämen nun 22,5 Millionen Euro für Viertel- und Halbfinale, die in der Turnierform aber nicht mit Hin- und Rückspiel ausgetragen wurden. Unklar ist, wie die UEFA mit der Ausschüttung des Koeffiziententopfes umgeht. Aus diesem stehen den seit Jahren in der Champions League sehr erfolgreichen Bayern normalerweise 33,24 Millionen Euro zu.

Weitere Zahlungen aus dem Marktpool sind in der Höhe ebenfalls offen. Entgangen sind dem deutschen Meister sicher die Zuschauereinnahmen aus drei Heimspielen ab dem Achtelfinale. Das Rückspiel gegen den FC Chelsea hatte in München auch schon als Geisterspiel stattgefunden. In Lissabon muss ebenfalls vor leeren Rängen gespielt werden.

Champions League: Finale des FC Bayern München gegen Paris Saint-Germain live im ZDF zu sehen

Robert Lewandowski (31) und der FC Bayern München treffen im Endspiel der Champions League in Lissabon auf Paris Saint-Germain.
Robert Lewandowski (31) und der FC Bayern München treffen im Endspiel der Champions League in Lissabon auf Paris Saint-Germain.  © Franck Fife/pool AFP via AP/dpa

Das Endspiel der Königsklasse beim Finalturnier in Lissabon wird indes nach dem Einzug des FC Bayern München auch im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. Das ZDF wird die Partie des deutschen Meisters gegen Paris am Sonntag (21 Uhr) im Estádio da Luz neben dem Pay-TV-Sender Sky und dem Streamingdienst DAZN live übertragen. 

Laut Rundfunkstaatsvertrag muss ein Endspiel mit deutscher Beteiligung in der Königsklasse in Deutschland auch im Free-TV gezeigt werden. 

Die Bayern setzten sich am Mittwoch im Halbfinale deutlich gegen Olympique Lyon mit 3:0 durch.

Schon vor Beginn des Finalturniers in der portugiesischen Hauptstadt hatte der öffentlich-rechtliche Sender mitgeteilt, dass er sich mit der Europäischen Fußball-Union UEFA und den Rechtehaltern Sky und DAZN geeinigt habe. 

Bis 2018 hatte das ZDF sechs Jahre lang jeweils eine Champions-League-Partie pro Spieltag und die Endspiele gezeigt. Danach verschwanden die Übertragungen durch den derzeit noch bis Ende kommender Saison laufenden Vertrag komplett hinter der Bezahlschranke.

Im künftigen TV-Kontrakt für die Champions League hat sich das ZDF die Rechte an den Endspielen von 2022 bis 2024 gesichert. Parallel dazu sind die Endspiele auch bei DAZN zu sehen. Der Streamingdienst hat in dem neuen Vertrag die Rechte an 121 der 137 Partien pro Champions-League-Saison erworben. 

Für Sky ist nach der kommenden Spielzeit in Europas Königsklasse dagegen Sendeschluss.

Titelfoto: Franck Fife/pool AFP via AP/dpa

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