Youngster des FC Bayern im Visier der Top-Klubs: Talent vor Abflug auf die Insel?

München - Chris Richards ist 20 Jahre alt, wurde in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama geboren und liebt es, die Stürmer des Gegners zur Verzweiflung zu bringen. Aber wird er dies auch in Zukunft für den FC Bayern München tun?

Joshua Zirkzee (18, l.) und Chris Richards (20, r.) waren mit dem FC Bayern München im Winter im Trainingslager in Doha (Katar) zu Gast.
Joshua Zirkzee (18, l.) und Chris Richards (20, r.) waren mit dem FC Bayern München im Winter im Trainingslager in Doha (Katar) zu Gast.  © Peter Kneffel/dpa

Der Youngster, der erstmals im Sommer des Jahres 2018 vom US-Klub FC Dallas an die U19 der Münchner verliehen worden war und für den der amtierende Meister und Pokalsieger im Januar 2019 schließlich rund 1,1 Millionen Euro auf den Tisch gelegt hatte, überzeugt mit starken Leistungen in der 3. Liga im Dress der zweiten Mannschaft.

"Wir freuen uns sehr, dass wir uns mit dem FC Dallas auf einen Transfer von Chris geeinigt haben", hatte Nachwuchsleiter Jochen Sauer (47) bei der Verpflichtung damals vollmunding erklärt und zum Neuzugang noch ausgeführt: "Chris hat sich in dem halben Jahr bei uns sehr gut präsentiert, und wir sind überzeugt, dass er sich beim FC Bayern weiter sehr gut entwickeln wird. Wir sehen großes Potenzial in ihm." Er lag damit offenbar richtig.

Denn nach übereinstimmenden Medienberichten aus Großbritannien soll Richards es nun sogar auf die Wunschzettel von Vereinen wie dem FC Arsenal und ferner dem direkten Stadtrivalen FC Chelsea geschafft haben. Die namhaften Londoner Spitzenteams sollen großes Interesse haben.

Auch nach Informationen der "Sport Bild" ist der 1,88 Meter große Abwehrspieler bei beiden Klubs aus der Premier League im Gespräch. Ein Wechsel auf die Insel scheint verlockend, eine Zukunft beim FC Bayern und damit vielleicht bald in der Bundesliga unter Trainer Hansi Flick (55) dürfte jedoch nicht minder interessant für Richards sein.

Der junge Innenverteidiger, der allerdings flexibel im Defensiv-Verbund einsetzbar ist und entsprechend zusätzlich als rechter Abwehrspieler auflaufen kann, hat an der Säbener Straße noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Im Januar dieses Jahres konnte Richards zudem im nicht unumstrittenen Trainingslager der ersten Mannschaft in Doha (Katar) mit den Stars trainieren und sich dort unter besten Bedingungen präsentieren.

Nach "Bild"-Informationen sind die Verantwortlichen mit den bislang erbrachten Leistungen und vor allem der Entwicklung, die Richards in München gezeigt hat, mehr als zufrieden. Dem Youngster wird eine professionelle Haltung hinsichtlich seiner Berufswahl attestiert, was im Profisport heutzutage ein Grundstein für den nächsten Schritt ist.

FC Bayern oder Sprung auf die Insel: Wie geht es für Chris Richards weiter?

Eben jenen dürfte der US-Amerikaner, der ferner vom FC Barcelona und dem FC Valencia beobachtet werden soll, allerdings möglichst schnell machen wollen. Ein Wunsch, den wohl jeder Spieler seines Alters haben dürfte. Er wird sich deshalb genau überlegen, ob es für ihn in München weiter geht oder ein zeitiger Wechsel auf die Insel doch Sinn ergibt.

Abgesehen von einem kurzen Auftritt mit einer Länge von 45 Minuten beim letztlich völlig missratenen Test im Januar gegen den 1. FC Nürnberg, den die Münchner mit 2:5 verloren hatten, durfte Richards unter Flick bisher nicht mitwirken. Ob der Übungsleiter dies in naher Zukunft oder zur kommenden Saison ändern wird, steht in den Sternen. Im Training der Profis darf der Rechtsfuß zwar öfters mitwirken, über Gespräche und Überlegungen seitens Flick und Co. ist jedoch nichts bekannt.

In der 3. Liga stand der Nachwuchsspieler der Bayern im Rahmen der derzeit aufgrund des Coronavirus unterbrochenen Spielzeit in 22 Partien auf dem Rasen. Er erzielte in insgesamt 1958 Minuten zwei Treffer, verhinderte als Abwehrspieler jedoch wohl deutlich mehr Tore und trieb in diesem Zusammenhang den einen oder anderen Gegenspieler zur Verzweiflung. Das würde er gerne möglichst zeitnah auch in einer der großen europäischen Ligen tun.

Fraglich ist nur, ob es sich dabei um die Bundesliga oder doch die englische Premier League handeln wird.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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