Bayern-Star Lucas Hernández wegen Corona-Krise: "Unmöglich, CL abzuschließen"

München - Es sind mehr als deutliche Worte: Lucas Hernández (24) vom FC Bayern München glaubt wegen der Corona-Krise, welche die Sportwelt im Griff hat, nicht mehr daran, dass die Champions League zu Ende gespielt werden kann. 

Lucas Hernández vom FC Bayern glaubt wegen der Corona-Krise nicht mehr daran, dass die Champions League zu Ende gespielt werden kann.
Lucas Hernández vom FC Bayern glaubt wegen der Corona-Krise nicht mehr daran, dass die Champions League zu Ende gespielt werden kann.  © Sven Hoppe/dpa

Das sagte der Franzose in Diensten der Münchner der Tageszeitung "L'Équipe" am Wochenende. 

Wegen der Pandemie wird derzeit in Europa kein Fußball mehr gespielt, die Partien der Königsklasse sind auf unbestimmte Zeit verschoben worden. "Man muss Realist sein. Ich glaube nicht, dass es möglich ist, die Champions League abzuschließen, vor allem wenn man die Ligen vorzieht."

Bevor eine Fortsetzung des Europapokals ins Auge gefasst wird, wollen die nationalen Ligen ihre jeweiligen Meisterschaften zuerst sichern. In der Bundesliga etwa fehlen neun Spieltage, "das ist machbar", führte Hernández seine Gedanken aus.

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Der 24 Jahre alte Abwehrspieler meint, dass es nicht zu organisieren sein wird, neben den Liga-Partien auch noch Champions-League-Matches in den Spielkalender zu pressen. Darüber hinaus gab er zu bedenken, dass viele unter dem Coronavirus leidende Länder entsprechend betroffen sind. 

"Es wird schwer, dass alle gleichzeitig loslegen können, dass alle gleich fit sind oder dass man einfach nur Kontakt haben sowie nach Italien, Spanien, England oder Frankreich reisen darf", sagte Hernández.

FC Bayern München: Lucas Hernández macht sich um viele seiner Familienmitglieder große Sorgen

Der Fußballer unterstrich, er habe "ein unglaubliches Verlangen nach dem Ball. Aber das hat jetzt keine Priorität, auch wenn mir der Fußball furchtbar fehlt. Das ist meine Leidenschaft, mein Job." Sein Sport aber "ist in diesen Zeiten nebensächlich." 

Hernández war im vorigen Sommer zum FC Bayern gewechselt. Die Corona-Pandemie besorgt ihn sehr, weil viele seiner Familienmitglieder in den noch deutlich härter betroffenen Ländern Italien, Spanien und Frankreich leben.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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