Bayern-Präsident Herbert Hainer: Millionensummen? "Noch weniger vertretbar"

München - Der neue Präsident des FC Bayern München, Herbert Hainer (65), hat bekräftigt, trotz der schwierigen Situation der Bundesliga in der derzeitigen Corona-Krise durchaus optimistisch in die Zukunft zu schauen.

FCB-Präsident Herbert Hainer ist trotz Corona-Krise optimistisch.
FCB-Präsident Herbert Hainer ist trotz Corona-Krise optimistisch.  © Daniel Karmann/dpa

"Die Lage ist natürlich sehr angespannt, es geht um die Existenzen einzelner Vereine. Und auch der FC Bayern steht vor einer großen finanziellen Herausforderung, das ist kein Geheimnis. Aber unser Verein ist hervorragend aufgestellt", sagte Hainer gegenüber dem Mitgliedermagazin "51". 

"Wir arbeiten Tag für Tag daran, dass der FC Bayern ohne großen Schaden durch diese Phase steuert, und wir blicken trotz dieser immensen Aufgabe zuversichtlich in die Zukunft", führte er weiter aus.

Hainer ist als Nachfolger von Uli Hoeneß (68) seit November Präsident des deutschen Rekordmeisters und auch Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern. Der langjährige Adidas-Chef erwartet durch die Corona-Krise Auswirkungen auf den Transfermarkt.

"Obwohl wie gesagt seriöse Vorhersagen schwer sind, liegt es ja auf der Hand, dass es zu Veränderungen kommen wird. Ich gebe Uli Hoeneß recht, wenn er von sinkenden Transfersummen ausgeht", sagte der Münchner Präsident und schob nach. "Es ist doch logisch: Wenn die Einnahmen sinken, ist insgesamt weniger Geld im Kreislauf." 

Zu zuletzt üblichen Summen des Marktes äußerte Hainer deshalb im Gespräch mehr als deutlich: "Und unerhörte Millionensummen sind angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf den Alltag der Menschen noch weniger vertretbar, als sie es ohnehin schon waren. Meine Hoffnung ist, dass auch hier mehr Vernunft einkehrt."

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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