Der ewige Neuer beim FC Bayern: Flüchtet Nübel aus Frust in die Premier League?

München - Die Zukunft von Manuel Neuer (35) beim FC Bayern München ist derzeit nicht in Stein gemeißelt, eine weitere Vertragsverlängerung scheint jedoch näher zu rücken. Für Alexander Nübel (25) dürfte eine solche spürbare Folgen haben.

Manuel Neuer (35) könnte seinen Vertrag beim FC Bayern München ein weiteres Mal verlängern - und somit noch lange Stammkeeper bleiben.
Manuel Neuer (35) könnte seinen Vertrag beim FC Bayern München ein weiteres Mal verlängern - und somit noch lange Stammkeeper bleiben.  © Marius Becker/dpa

"Es versteht sich von selbst, dass wir mit all diesen Spielern (Neuer, Robert Lewandowski (33), Thomas Müller (32), Anm. d. Red.) in den Austausch gehen, um auch zu verstehen, was sie für Überlegungen haben und was sie wollen. Natürlich ist das auf unserer Agenda ganz oben in der nächsten Zeit", erklärte Vorstandschef Oliver Kahn (52) unlängst.

Der 52-Jährige traut Neuer laut eigener Aussage durchaus zu, dass dieser als Schlussmann gar die stolze Altersgrenze von 40 Jahren knacken könnte. Das aktuelle Arbeitspapier des Nationaltorhüters beim Rekordmeister läuft noch bis zum Sommer des Jahres 2023. Eigentlich sollte spätestens dann Nübel die Rolle des Stammkeepers übernehmen - genau dies könnte sich folglich allerdings ändern.

Der designierte Neuer-Nachfolger ist derzeit an die AS Monaco ausgeliehen, da er wegen mangelnder Einsatzzeiten an der Säbener Straße alles anderes als zufrieden war - und das auch kundgetan hatte.

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Diese Unzufriedenheit dürfte sich im Falle einer Vertragsverlängerung der aktuellen Nummer eins nicht nur nochmals weiter ausweiten sowie die vorhandene Frustration steigern, sie dürfte ebenso dazu führen, dass sich Nübel ernsthafte Gedanken über seine Zukunft machen wird - und das zweifelsohne auch muss. Denn beim FC Bayern dürfte es für ihn schwer werden.

Versucht er dennoch sein Glück oder rückt ein Abschied - ohne zuvor wirklich angekommen zu sein - in den Fokus?

Alexander Nübel vor Abgang vom FC Bayern München im Falle einer Verlängerung von Manuel Neuer?

Verlängert Manuel Neuer (35) seinen Vertrag beim FC Bayern München, sieht es für eine Zukunft von Alexander Nübel (25) beim Rekordmeister schlecht aus.
Verlängert Manuel Neuer (35) seinen Vertrag beim FC Bayern München, sieht es für eine Zukunft von Alexander Nübel (25) beim Rekordmeister schlecht aus.  © Sven Hoppe/dpa

An potenziellen neuen Arbeitgebern dürfte es nicht mangeln. Wie der kicker berichtet, soll der Premier-League-Verein Tottenham Hotspur ein gesteigertes Interesse am 25-Jährigen, der sich beim FC Bayern nicht einfach nur auf die Bank setzen will, haben.

Bei den Spurs hütet momentan Hugo Lloris (35) den Kasten. Der französische Weltmeister von 2018, der nach seinem Wechsel von Olympique Lyon bereits seit dem Sommer 2012 für die Londoner spielt, hat seinen Vertrag erst vor einer Woche ein weiteres Mal verlängert. Dieser besitzt nun eine Gültigkeit bis zum 30. Juni 2024. Seinen Posten einfach räumen, wird er bei einer Neuverpflichtung auf keinen Fall.

Nübel, der vom Rekordmeister bis 2025 gebunden und eigentlich bis Ende der nächsten Saison ins Fürstentum verliehen ist, müsste sich somit wohl auf der Insel entsprechend ebenfalls zunächst mit einer Art Übergangsprozess anfreunden können.

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Die Planungen von Hasan Salihamidzic (45) und Co. sehen laut Informationen des Fachmagazins derweil gänzlich anders aus.

Dem Bericht zufolge sollen die Verantwortlichen sogar planen, die Leihe vorzeitig zu beenden und Nübel so zurück an die Isar zu holen - und zwar schon nach dieser Spielzeit. Ziel soll es weiter sein, mit dem Duo in die Zukunft zu gehen.

Alexander Nübel und Manuel Neuer gemeinsam beim FC Bayern München? Keine realistische Option!

Dass es dazu kommen wird, scheint jedoch äußerst unwahrscheinlich. Weder an der klaren Haltung Nübels, der nach leichten Startproblemen bei der AS inzwischen überzeugt, noch an der von Neuer, der sicherlich auch weiterhin auf kein Spiel in der Bundesliga, der Champions League oder dem DFB-Pokal verzichten möchte, dürfte sich grundlegend etwas geändert haben.

Ein Verkauf wäre somit für beide Seiten die nach aktuellem Stand wohl beste Möglichkeit, das Missverständnis zu beenden.

Da die Bayern im Leihvertrag über eine vorzeitige Rückholklausel verfügen und sich sicherlich über eine angemessene Ablösesumme in Zeiten der Coronavirus-Pandemie nicht beklagen würden, dürfte es in diesem Sommer bereits an der Zeit sein. Die Zeichen sind eindeutig - sollte Neuer es sich mit einem Karriereende nicht doch noch anders überlegen.

Titelfoto: Montage: Marius Becker/dpa, Sven Hoppe/dpa

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