DFB-Pokal-Halbfinale: Abgeklärte Bayern lösen Final-Ticket gegen Eintracht Frankfurt

München - Eintracht Frankfurt ist das Wunder im Halbfinale des DFB-Pokals nicht gelungen. In der Münchener Allianz Arena gewann der FC Bayern München mit 2:1 (1:0). Somit stehen die Bayern bereits zum 24. Mal im Endspiel des nationalen Pokals.

Eintracht Frankfurts Martin Hinteregger trug - ebenso wie seine Teamkollegen - ein spezielles Trikot mit der Aufschrift "#blacklivesmatter".
Eintracht Frankfurts Martin Hinteregger trug - ebenso wie seine Teamkollegen - ein spezielles Trikot mit der Aufschrift "#blacklivesmatter".  © Kai Pfaffenbach/Reuters/Pool/dpa

Ivan Perisic (14.) brachte die Bayern in Führung. Danny da Costa traf zum Ausgleich (69.). Robert Lewandowski sorgte letztlich für die Entscheidung zugunsten der Hausherren (74.).

Im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 (TAG24 berichtete) stellte SGE-Coach Adi Hütter seine Startelf auf vier Positionen um. Makoto Hasebe, Bas Dost und Daichi Kamada räumten das Feld für David Abraham, Evan Ndicka und Mijat Gacinovic. Darüber hinaus musste der Österreicher notgedrungen einen Ersatz für den rotgesperrten Filip Kostic finden. Timothy Chandler nahm seinen Platz ein.

Bayern-Trainer Hansi Flick nahm dagegen nach dem überzeugenden 4:2-Erfolg bei Bayer 04 Leverkusen (TAG24 berichtete) nur einen Wechsel vor - und der war verletzungsbedingt. Mit einer Rückenprellung musste Serge Gnabry passen, Perisic ersetzte ihn.

Bereits nach fünf Minuten wurde es erstmals brenzlig im Gäste-Strafraum, als Dominik Kohr das Leder nach einer Ecke von Joshua Kimmich und anschließendem Thomas-Müller-Kopfball von der Linie kratzen musste (6.). Spätestens ab diesem Moment war klar, wer hier das Spiel bestimmen würde. Von der Eintracht war dagegen nicht der kleinste Anflug von Entlastung zu sehen.

Kurz darauf dann die logische Konsequenz der Anfangsphase: Nachdem Lewandowski den Ball kurz vor dem Sechzehner gegen Martin Hinteregger verloren hatte, fiel er Thomas Müller vor die Füße, der das Spielgerät gefühlvoll in den Strafraum chippte, wo Perisic völlig ungestört einköpfte (14.).

1. Halbzeit: Pure Bayern-Dominanz - Ivan Perisic besorgt die frühe Führung - Eintracht ohne Chance

Ivan Perisic vom FC Bayern München bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt.
Ivan Perisic vom FC Bayern München bejubelt seinen Treffer zum 1:0 gegen Eintracht Frankfurt.  © Kai Pfaffenbach/Reuters/Pool/dpa

Wer dachte, dass die Münchner ob der frühen Führung einen Gang herunterschalten, irrte gewaltig. Der Rekordmeister ließ die Gäste das Leder meist nur von weitem sehen und hatten die totale Kontrolle. Einen Frankfurter Torschuss gab es auch nach 25 gespielten Minuten noch nicht zu bestaunen.

Stattdessen hätte man sich auf Seiten der Hessen über einen weiteren Gegentreffer nicht beschweren dürfen. Perisic schickte Alphonso Davies auf dessen linker Seite auf die Reise, der es schließlich mit einer scharfen Hereingabe in Richtung des zweiten Pfostens probierte. 

Kingsley Coman vergab die hundertprozentige Chance, da er freistehend am leeren Kasten vorbeischob (25.). Was war aber eigentlich mit Goalgetter Lewandowski? Der arbeitete fleißig am nächsten Tor. 

Im Strafraum vernaschte im Strafraum Hinteregger und Ndicka und scheiterte mit seinem Abschluss letztlich am überragend reagierenden Kevin Trapp (31.). Kurz vor dem Pausenpfiff konnten die "Adlerträger" sich glücklich schätzen, nicht schon höher zurückzuliegen. Immer wieder wurde ihr Sechzehner von den Bayern nahezu belagert. Doch irgendwie gelang es der SGE das schmeichelhafte 0:1 in einer bis dahin einseitigen Partie in die Pause zu retten.

Unverändert betraten beide Teams den Rasen zum Wiederanpfiff. Auffällig war jedoch die durchaus offensiver ausgerichtete Grundeinstellung der Frankfurter. Und auch wenn weiterhin nichts Zählbares in Form von Torchancen dabei heraussprang, so wurden die Offensivaktionen der Hessen doch zwingender.

2. Halbzeit: Frankfurt startet mutiger - da Costa gleicht aus - Lewandowski sorgt für erneute Führung

Münchens Robert Lewandowski (l.) gegen Frankfurts David Abraham in Aktion.
Münchens Robert Lewandowski (l.) gegen Frankfurts David Abraham in Aktion.  © Kai Pfaffenbach/Reuters/Pool/dpa

Die Bayern ließen es hingegen deutlich ruhiger angehen und lauerten vor allem auf Gelegenheiten für schnelle Gegenangriffe. Nach einer Stunde Spielzeit war dann Schluss für Torschütze Perisic und Coman. Thiago Alcántara und Lucas Hernández übernahmen (61.).

Und auch die Eintracht tauschte. Kamada und da Costa ersetzten Gacinovic und Almamy Touré (66.). Und dieser Doppelwechsel machte sich umgehend bezahlt. Nach drei Minuten und zwölf Sekunden netzte da Costa nach abgeblocktem Kamada-Schuss mit Wucht ein - ein erneutes Pokal-Wunder lag nach dem 1:1 plötzlich wieder in der Luft (69.).

Die Hoffnung wehrte aber nur kurz, nachdem Lewandowski nach Vorarbeit von Kimmich und anschließendem Videobeweis die erneute Bayern-Führung besorgte (74.). Dem setzte Hütter den nächsten Doppelwechsel entgegen: Lucas Torro und Dost kamen für Stefan Ilsanker und Kohr ins Spiel (77.).

Trotz des erneuten Nackenschlages blieben die Hessen mutig und suchten ihr Heil in der Offensive. Doch die Bayern, die Leon Goretzka zwischenzeitlich durch Javi Martinez ersetzten (86.), zeigten sich nun wieder gefährlicher vor dem Tor von Trapp. Am Ergebnis änderte sich letztlich aber nichts mehr und so war der Traum vom Pokal-Wunder für die Frankfurter Eintracht trotz kämpferischer zweiter Halbzeit ausgeträumt. Die Bayern sicherten sich währenddessen ihre 24. Pokal-Finalteilnahme. 

In der Bundesliga müssen die Hessen am Samstag (13. Juni/15.30 Uhr) bei Hertha BSC ran. Später am Abend (18.30 Uhr) empfängt der FCB die Borussia aus Mönchengladbach.

Titelfoto: Kai Pfaffenbach/Reuters/Pool/dpa

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