FC Bayern auf der Suche nach einem Abwehrchef: Juventus-Star als Premiumlösung?

München - Es war ein Coup: Sadio Mané (30) gilt als Königstransfer des FC Bayern München in diesem Sommer. Weitere Neuzugänge könnten folgen. Greift der Rekordmeister für einen zusätzlichen Abwehrspieler erneut tief in die Tasche?

Matthijs de Ligt (22, r.) steht derzeit bei Juventus Turin unter Vertrag. Läuft der Niederländer bald im Dress des FC Bayern München auf?
Matthijs de Ligt (22, r.) steht derzeit bei Juventus Turin unter Vertrag. Läuft der Niederländer bald im Dress des FC Bayern München auf?  © Antonio Calanni/AP/dpa

Am Wochenende sorgte ein Gerücht aus Italien für Aufsehen: Wie Alfredo Pedullà, der unter anderem für Gazzetta dello Sport schreibt, erfahren haben will, sollen sich Hasan Salihamidzic (45) und Co. ernsthaft mit einer Verpflichtung von Matthijs de Ligt (22) von Juventus Turin auseinandersetzen.

Eine Anfrage soll beim italienischen Serienmeister eingegangen sein. Der Abwehrspieler hat beim Klub noch einen gültigen Vertrag bis zum Sommer des Jahres 2024, wäre folglich entsprechend teuer. Eine im Kontrakt angeblich verankerte Ausstiegsklausel soll sich auf stattliche 120 Millionen Euro belaufen.

Die Bild-Zeitung untermauert die Informationen Pedullàs - zumindest hinsichtlich der Tatsache, dass die Führungsetage der Bayern die eigenen Fühler ausgestreckt, sich nach der aktuellen Situation des niederländischen Nationalspielers erkundigt hat.

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De Ligt soll sich einen Abschied aus Turin demnach vorstellen können. An namhaften Interessenten dürfte es angesichts der Qualitäten des jungen Innenverteidigers, den die Roten vor seinem Wechsel von Ajax Amsterdam zu Juventus im Sommer 2019 schon im Visier hatten, nicht mangeln. Die Italiener hatten vor drei Jahren 85,5 Millionen Euro nach Amsterdam überwiesen.

So sollen unter anderem Manchester City und der FC Chelsea ein gesteigertes Interesse daran haben, den 22-Jährigen auf die Insel und somit in die Premier League zu locken. Entsprechende Angebote sollen derzeit vorbereitet werden.

Benjamin Pavard beim FC Bayern München künftig als Abwehrchef im Defensivzentrum?

Wird Benjamin Pavard (26) der Abwehrchef des FC Bayern München?
Wird Benjamin Pavard (26) der Abwehrchef des FC Bayern München?  © Tobias Hase/dpa

An der Säbener Straße stehen mit Blick auf die in der vergangenen Spielzeit oftmals alles andere als felsenfest stehende Defensivreihe von Trainer Julian Nagelsmann (34) tiefgreifende Veränderungen an.

Da mit Noussair Mazraoui (24) ein Rechtsverteidiger aus Amsterdam an die Isar geholt wurde, dürfte sich der mehrfach deutlich geäußerte Wunsch von Benjamin Pavard (26) erfüllen. Der Franzose wird aller Voraussicht nach in das Zentrum rücken und den internen Druck auf Lucas Hernández (26) und Dayot Upamecano (23) erhöhen. Tanguy Nianzou (20) ist nicht im Rennen um einen Stammplatz.

Vier Spieler für zwei Positionen: Was ausreichend klingen mag, stellt Nagelsmann aktuell (noch) nicht zufrieden. Ein verlässlicher Abwehrchef hat sich nicht herauskristallisiert, wäre für den Übungsleiter und die im Kampf um internationale Titel wichtige defensive Stabilität jedoch grundlegend. Pavard soll sich diese Rolle zutrauen. Doch reicht das auch?

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Der Verein werde die Augen und Ohren bis zum Ende des Transferfensters offen halten, hatte Salihamidzic gegenüber Sport Bild unlängst angekündigt - "auch was die Innenverteidigung betrifft". De Ligt wäre die Premiumlösung, aber zu einem Preis, der selbst im Falle eines auch weiterhin knallhart abgelehnten Abgangs von Robert Lewandowski (33) kaum bezahlbar wäre.

Die zahlungskräftigen Klubs von der Insel werden letztlich wohl nicht 120 Millionen Euro überweisen müssen. De Ligts derzeitiger Marktwert soll im Bereich von rund 70 Millionen Euro liegen. Selbst das wäre für die Bayern wohl zu viel.

Titelfoto: Antonio Calanni/AP/dpa

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