FC Bayern lässt Kiew keine Chance! Rekordmeister ballert Dynamo aus Allianz Arena

München - Zweites Spiel, zweiter Sieg! Der FC Bayern München hat am 2. Spieltag der Gruppenphase der Champions League vor heimischer Kulisse nachgelegt und gegen Dynamo Kiew mit 5:0 (2:0) die nächsten drei Punkte eingefahren.

Die Spieler des FC Bayern München hatten Grund zum Jubeln: Der Rekordmeister hat in der Champions League einen Sieg gegen Dynamo Kiew eingefahren.
Die Spieler des FC Bayern München hatten Grund zum Jubeln: Der Rekordmeister hat in der Champions League einen Sieg gegen Dynamo Kiew eingefahren.  © Sven Hoppe/dpa

Die Tore vor 25.000 Zuschauern in der Münchner Allianz Arena erzielten Robert Lewandowski zum 1:0 (12. Minute/Handelfmeter) und 2:0 (27.) sowie Serge Gnabry zum 3:0 (68.). Leroy Sané sorgte mit dem 4:0 für die Vorentscheidung (74.), der Schlusspunkt gehörte Eric Maxim Choupo-Moting (5:0, 87.).

Im Vergleich zum ungefährdeten 3:1-Erfolg in der Bundesliga gegen die SpVgg Greuther Fürth nahm Bayern-Übungsleiter Julian Nagelsmann lediglich eine einzige Änderung vor: Für Benjamin Pavard (Bank) durfte Gnabry gegen Kiew ran. Niklas Süle übernahm die Aufgabe des Rechtsverteidigers.

Sein Gegenüber, Dynamo-Coach Mircea Lucescu, veränderte nach einem 2:0-Auswärtserfolg in der VBet Liha bei Rukh Lviv seine erste Elf gleich auf vier Positionen: Ilya Zabarnyi, Sergiy Sydorchuk, Mykola Shaparenko sowie Carlos de Pena standen für Tomasz Kędziora, Volodymyr Shepelyev, Benjamin Verbič und Vladyslav Supryaga auf dem Rasen.

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Auf diesem übernahmen die Hausherren gegen erwartet defensiv in einem auf Sicherheit bedachten 4-4-2-System agierenden Gäste das Kommando. Trotz der frühen Dominanz mussten sich die Fans eine ganze Weile gedulden, ehe Lewandowski nach einer Gnabry-Flanke per Kopf die erste echte Torchance hatte. Kiew-Keeper Heorhiy Bushchan konnte zur Ecke klären (10.).

Nur Augenblicke später zappelte der Ball dann das erste Mal im Netz. Joshua Kimmich brachte den fälligen Eckstoß in die Mitte, wo Sydorchuk das Leder im Strafraum mit dem rechten Arm abwehrte. Schiedsrichter Marco Guida zeigte auf den Punkt. Lewandowski schnappte sich die Kugel und versenkte gewohnt locker links unten zur 1:0-Führung (12.).

Aufstellung des FC Bayern München in der Champions League gegen Dynamo Kiew

Startelf von Dynamo Kiew in der Champions League gegen den FC Bayern München

Robert Lewandowski erhöht für den FC Bayern München gegen Dynamo Kiew in der Champions League

Auf Robert Lewandowski (r.) vom FC Bayern München ist Verlass! Der Stürmer nahm in der 27. Minute genau Maß und vollstreckte zum 2:0.
Auf Robert Lewandowski (r.) vom FC Bayern München ist Verlass! Der Stürmer nahm in der 27. Minute genau Maß und vollstreckte zum 2:0.  © Sven Hoppe/dpa

Die Nagelsmann-Truppe behielt im Anschluss die Kontrolle, das letzte Quäntchen Genauigkeit im entscheidenden Drittel fehlte jedoch. Ein Abschluss von Süle, der sich nahe der Strafraumgrenze ein Herz gefasst hatte, zischte links unten am Kasten vorbei (21.). Bushchan wäre chancenlos gewesen, hatte ansonsten aber überraschend wenig zu tun.

Wenig geprüft - und dann erneut machtlos: Nach einem feinen Zuspiel von Thomas Müller kam Lewandowski direkt an der Kante des Sechzehners geradezu sträflich frei an den Ball. Ein kurzer Blick des Stürmers, ein platzierter Schuss mit dem starken rechten Fuß in die rechte untere Ecke und die Bayern-Fans durften wieder jubeln - 2:0 (27.).

Eine fußballerische Gala zauberten die Gastgeber, denen Konzentration und Entschlossenheit in deutlich zu vielen Situationen abgingen, zwar nicht auf den Rasen, was auch an der für alle sichtbaren Unzufriedenheit Nagelsmanns zu erkennen war, der Zwischenstand stimmte allerdings zumindest.

Berater mit Rundumschlag: "Für Robert Lewandowski ist der FC Bayern Geschichte"
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Und jener hätte noch vor der Pause höher ausfallen können. Sanés Abschluss mit links aus halblinker Position im Strafraum sprang jedoch statt über die Linie vom rechten Innenpfosten nach vorne (35.). Pech für den über weite Strecken energiesparend auftretenden FC Bayern, Glück für Dynamo, das kurz vor dem Halbzeitpfiff beinahe hätte verkürzen können. Allerdings war Manuel Neuer gegen de Pena gerade noch mit den Fingerspitzen zur Stelle (41.).

FC Bayern München fährt gegen Dynamo Kiew ungefährdeten Dreier in der CL-Gruppenphase ein

Sechs Punkte nach zwei Spielen, Platz eins in der Gruppe E: Der FC Bayern München liegt in der Champions League weiterhin voll auf Kurs.
Sechs Punkte nach zwei Spielen, Platz eins in der Gruppe E: Der FC Bayern München liegt in der Champions League weiterhin voll auf Kurs.  © Sven Hoppe/dpa

Auch in Durchgang zwei bot sich den Zuschauern in Fröttmaning ein nahezu identisches Bild. Die erste Möglichkeit hatte Kimmich, dessen Schuss jedoch in höchster Not noch abgelenkt werden konnte (53.).

Der Rekordmeister bestimmte das Geschehen nach Belieben - ohne sich mit Blick auf das anstehende Bundesliga-Wochenende jedoch nur ansatzweise verausgaben zu müssen. Ein ums andere Mal geriet die Hintermannschaft der überforderten Lucescu-Elf mit zunehmender Spieldauer nun ins Wanken.

Geradezu folgerichtig klingelte es in der 68. Minute erneut im Kiew-Kasten. Sané schickte Gnabry auf die Reise, der auf der rechten Seite auf und davon war, in den Strafraum eindrang und das Leder mit dem rechten Fuß zur großen Freude der Anhänger knallhart zum 3:0 unter die Querlatte zimmerte.

Die Partie war entschieden, aber noch nicht vorbei!

Nur sechs Minuten nach dem Gnabry-Hammer folgte der nächste Treffer der Roten. Und diesmal durfte Sané selbst jubeln. Vom linken Flügel und in bester Flankenposition überraschte der Flügelspieler Bushchan, der klar erkennbar mit einer Hereingabe rechnete. Der Nationalspieler zog das Leder statt in die Mitte sehenswert aufs Tor - 4:0 (74.).

Der Schlusspunkt der Partie, durch den die Münchner mit sechs Punkten die Tabellenführung der Gruppe E untermauern konnten, während sich der FC Barcelona gegen Benfica Lissabon blamierte, gehörte dann Choupo-Moting per Kopf (87.).

Nach dem Kräftemessen in der Königsklasse geht es für den FC Bayern am Sonntag (17.30 Uhr) wieder zur Sache, wenn Eintracht Frankfurt in München gastiert. Kiew trifft ebenfalls am Sonntag in der Liga auf Schachtjor Donezk (18.30 Uhr).

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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