FC Bayern: Kovac äußert sich zu Flick und kritisiert Kaderplanung in München

Monaco/München - Niko Kovac (49) hat mit Unverständnis auf die Diskussionen um seinen Nachfolger Hansi Flick (56) beim FC Bayern München reagiert und die Transferplanung bei seinem neuen Club AS Monaco als "das Gegenteil" der Verhältnisse in München bezeichnet.

Niko Kovac (r., 49) spricht zu seiner Zeit als Cheftrainer bei Bayern mit seinen damaligen Co-Trainern Robert Kovac (47) und Hans-Dieter Flick (l., 56) .
Niko Kovac (r., 49) spricht zu seiner Zeit als Cheftrainer bei Bayern mit seinen damaligen Co-Trainern Robert Kovac (47) und Hans-Dieter Flick (l., 56) .  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen, dass es trotz dieser Erfolge solche Debatten um Hansi Flick gibt", sagte Kovac der "Sport Bild" (Mittwoch).

Flick war Co-Trainer unter Kovac und beerbte den 49 Jahre alten Kroaten nach dessen Freistellung beim Deutschen Rekordmeister im Herbst 2019. Seither holte Flick sechs Titel mit dem FC Bayern.

Kovac betonte, dass eine Rückkehr nach Deutschland im Moment kein Thema für ihn sei und er sich in der französischen Liga sehr wohl fühle.

"Ich werde hier Trainer bleiben, es macht mir und meinem Trainerteam richtig Spaß", sagte er und lobte, dass die Kaderplanung zwischen ihm und Sportdirektor Paul Mitchell so eng abgestimmt sei.

"Wir sprechen alles durch, führen gemeinsam die Gespräche mit den Zugängen oder potenziellen neuen Spielern", erzählte Kovac. Seiner Meinung nach müsse das in jedem Club so sein.

Gefragt nach dem Unterschied zum FC Bayern sagte er: "Wir wissen alle, wie es in München abläuft: Dort ist es genau das Gegenteil. Die Situation, welche ich in Monaco vorfinde, ist die gleiche wie damals in Frankfurt - und genau das möchte man als Trainer. Man will bei der Kaderplanung mitgenommen und eingebunden werden."

Beim FC Bayern gab es in den vergangenen Monaten große Reibung zwischen Flick und Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44). Insbesondere Neuzugänge und Vertragsverlängerungen sind ein Streitpunkt.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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