Bayern-Hammer: Vertragsangebot zurückgezogen! Das sagt David Alaba selbst dazu

München - Ausgerechnet vor der Rückkehr von David Alaba (28) nach Österreich gibt es neuen Wirbel im andauernden Vertragspoker. Herbert Hainer (66) erklärte nun, dass der FC Bayern München sein Angebot für eine Verlängerung des Kontrakts zurückgezogen habe. Der Präsident des Rekordmeisters will "die Zukunft planen" - ohne den Abwehrspieler?

David Alaba (28) könnte den FC Bayern München verlassen.
David Alaba (28) könnte den FC Bayern München verlassen.  © Sven Hoppe/dpa

Die überaus erfolgreiche Zeit von Alaba und dem FC Bayern könnte sich dem Ende entgegen neigen! 

Nachdem der Verein am Wochenende das Angebot für eine Verlängerung des am 30. Juni 2021 endenden Vertrages zurückgezogen hat, ist die Personalie um den österreichischen Nationalspieler in Reihen der Münchner nun spannender denn je. 

Alaba spielt,mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 2011, seit 2008 für die Münchner - und ist unter Trainer Hansi Flick (55) unumstrittener Leistungsträger in der Innenverteidigung.

Nachdem die Alaba-Seite nicht mit der Bayern-Offerte zufrieden gewesen sei, "haben wir uns entschieden, das Angebot komplett vom Tisch zu nehmen. Das heißt, es gibt kein Angebot mehr", erklärte Präsident Hainer im BR-Fernsehen. 

Der 66-Jährige, einst Chef des Weltkonzerns Adidas, sieht jetzt den Abwehrspieler am Zug. "Der David ist ja noch acht Monate bei uns unter Vertrag und wir schätzen ihn unheimlich", sagte Hainer. Nun müssen sich Alaba und sein Berater positionieren.

Ausgerechnet vor dem Champions-League-Spiel am Dienstag in Alabas Heimat Österreich bei RB Salzburg ist der Wirbel um die Vertragssituation besonders brisant, der Poker nun geradezu um ein neues Arbeitspapier geradezu eskaliert. 

Der 28-Jährige wird am Montag regulär gemeinsam mit Flick bei der offiziellen CL-Pressekonferenz (13 Uhr) erwartet.

FC Bayern München will Stars nicht um jeden Preis in den eigenen Reihen halten

Ausgerechnet vor der Rückkehr von David Alaba (28) nach Österreich gibt es neuen Wirbel im andauernden Vertragspoker mit dem FC Bayern München.
Ausgerechnet vor der Rückkehr von David Alaba (28) nach Österreich gibt es neuen Wirbel im andauernden Vertragspoker mit dem FC Bayern München.  © Peter Kneffel/dpa

Dass die Münchner Stars nicht um jeden Preis halten wollen, bewiesen sie in der Vergangenheit. 

Im Jahr 2014 ließen die Bayern Toni Kroos (30) zu Real Madrid gehen, um nach den gescheiterten Verhandlungen noch eine Ablöse zu kassieren. 

Beim einstigen DFB-Kapitän Michael Ballack (44) zog Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (65) vor dessen Wechsel im Sommer 2006 zum FC Chelsea eine lukrative Offerte öffentlich zurück - und erntete dafür Jubel vieler Mitglieder auf der nachfolgenden Jahreshauptversammlung der Roten in München

Kommt es nun auch bei Alaba zu einer Trennung?

Zuletzt hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic (43) noch betont, dass man "kein Ultimatum" für eine entsprechende Entscheidung setzen wolle. 

Jetzt überraschte Hainer mit der Aussage, dass man "bis Ende Oktober" Klarheit und eine Antwort haben wolle, "denn für so eine wichtige Position und Personalie wollen wir auch Planungssicherheit haben, das sind wir dem Verein und den Fans schuldig". Deutliche Worte!

Hainer ließ durchblicken, dass man jetzt die Nachfolge angehe. "Natürlich, wir müssen auch in die Zukunft planen. Ich will noch mal dazu sagen, dass wir David unheimlich schätzen, er ist ein liebenswerter Kerl, er ist Publikumsliebling, er ist ein Eigengewächs des FC Bayern München, und deswegen würden wir es auch so bedauern, wenn wir getrennte Wege am Ende der Saison gehen müssen", sagte Hainer. Das letzte Worte dürfte jedoch wohl noch nicht gefallen sein.

Update 13.20 Uhr: David Alaba äußert sich auf CL-Pressekonferenz zum Vorstoß des FC Bayern München

Während der Pressekonferenz vor dem CL-Spiel hat sich auf Nachfrage nun auch Alaba selbst zu dem denkwürdigen Vorstoß der Verantwortlichen geäußert. Der 28-Jährige zeigte sich überrascht. Er habe die Ansage ebenfalls nur indirekt erhalten. "Wie es weitergeht, wird sich zeigen. Ich habe mir in der kurzen Zeit keine Gedanken machen können", erklärte der Abwehrspieler.

"Ich bin ein Spieler, der wirklich sehr gerne für den FC Bayern spielt", führte Alaba, der sich freut, am Dienstag in der Heimat gegen Salzburg antreten zu können, aus. "Ich fühle mich sehr wohl und bin froh, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Wie es weitergeht, wird man sehen." Es sei auf jeden Fall eine "besondere Situation", von offizieller Seite sei nach der Entscheidung, die Hainer am Sonntagabend verkündet hatte, noch nicht mit ihm gesprochen worden, unterstrich er durchaus enttäuscht.

Wichtig war es dem Abwehrspieler zudem, deutlich klarzustellen, dass nicht alles, was unlängst in den Medien verbreitet wurde - vor allem im Hinblick auf etwaige Summen, die er angeblich fordern soll -, den Tatsachen entspreche. Kontakt zu anderen Klubs habe er bislang nicht. Der FC Bayern sei der "erste Ansprechpartner". Dass das Thema Vertragsverlängerung auch die Gemüter der Fans immer weiter erhitze, dafür zeigte Alaba Verständnis: "Ich habe dafür absolut Verständnis, wenn man das als Außenstehender und Fan sieht. Ich habe eine ganz andere Perspektive auf die Sache, aber kann das natürlich verstehen." 

Er habe immer wieder betont, dass "ich sehr gerne gehabt hätte, das Interna auch Interna bleiben". "Wie meine Person in den letzten Monaten dargestellt wird, entspricht nicht der Wahrheit", erklärte der Verteidiger der Münchner. Es habe ihn deshalb verletzt, dass "diese Zahlen nicht auch von offizieller Seite dementiert wurden".

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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