FC Bayern: Rummenigge findet, Corona tut dem Fußball gut

Zürich/Berlin - Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge (64) hat sich angesichts der Entwicklungen auf dem Fußball-Markt in den vergangenen Jahren und zunehmend kritischer Fans erneut für ein Umdenken ausgesprochen. Die Corona-Krise sieht der ehemalige Stürmer dabei als Chance.

Karl-Heinz Rummenigge (64), Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG.
Karl-Heinz Rummenigge (64), Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

"Es ist in den letzten zehn Jahren, da braucht man nicht herumreden, zu Exzessen gekommen. Den Höhepunkt hatten wir vor drei Jahren mit Neymar, der für 222 Millionen Euro von Barcelona zu Paris Saint-Germain transferiert wurde", sagte der 64-Jährige in einem Interview der "Neuen Zürcher Zeitung" (Mittwoch).

"Wir haben ja alle immer höher, immer schneller, immer weiter gedacht. Ich schließe da unseren Club nicht aus. Wir werden alle ein Stück demütiger", meinte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. "Das ist, glaube ich, nicht schlecht für einen Fußball, der immer nur prosperiert hat."

Profis, die zwischen 70 und 100 Millionen Euro im Jahr vedienten, würden "von großen Teilen der Gesellschaft kritisch gesehen". 

Aber jede Krise biete auch eine Chance. "Ich habe den Eindruck, dass dieser Dämpfer dem Fußball durchaus einmal guttut", meinte Rummenigge mit Blick auf die Entwicklungen im Fußball durch die Corona-Pandemie.

Seine Philosophie sei immer gewesen: "Auch wenn sie teuer sind, verdienen die Superstars ihr Geld. Cristiano Ronaldo, Lionel Messi – für sie gehen die Leute ins Stadion. Aber eine Vielzahl der Profis kostet schlicht zu viel Geld", meinte der ehemalige Weltklasse-Profi.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

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