Nach über 40 Jahren: Müller-Wohlfahrt hört beim FC Bayern auf!

München - Der FC Bayern München braucht nach über 40 Jahren einen neuen Mannschaftsarzt. Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (77) beendet nach über 40 Jahren im Dienst des Rekordmeisters seine Karriere. Das gab der Verein am Freitag bekannt.

Kingsley Coman (r) wird nach einem Foul von Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (77) behandelt.
Kingsley Coman (r) wird nach einem Foul von Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (77) behandelt.  © Sven Hoppe/dpa

Zum 30. Juni 2020 beendet der 77-Jährige seine Tätigkeit beim FC Bayern. Mit einer kurzen Unterbrechung wegen Spannungen mit dem damaligen Bayern-Trainer Pep Guardiola (49) war Müller-Wohlfahrt über 40 Jahre im Verein.

Zwei Ärzte aus dem bisherigen Team um den Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin setzen die Betreuung der Mannschaft des FC Bayern fort.

"Wenn ich auf meine vierzig Jahre beim FC Bayern zurückblicke, bin ich glücklich und sehr zufrieden. Die Erlebnisse, die wir hier gemeinsam hatten, die Erfolge, die wir zusammen gefeiert haben und vor allem die Menschen, die ich in diesem Verein kennengelernt habe, haben mein Leben nachhaltig geprägt. Ich wünsche dem FC Bayern für die Zukunft alles erdenklich Gute", so Dr. Müller-Wohlfahrt.

"Mull", wie der Mannschaftsarzt von Spielern und Fans genannt wird, will sich künftig auf seine eigene Praxis in München konzentrieren. 

"Alle unsere Erfolge in den vergangenen vierzig Jahren tragen selbstverständlich auch den Namen Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt", so Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge (64) in der Mitteilung des Vereins. "Der ganze Verein und Generationen von Spielern - von Franz Beckenbauer und Gerd Müller über Klaus Augenthaler und Bastian Schweinsteiger bis hin zu Thomas Müller und Robert Lewandowski - schulden Mull ihren größten Dank."

Und auch Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic fand lobende Worte für Müller-Wohlfahrt: "Als ich mit 21 zum FC Bayern kam, habe ich den Doktor aus der Perspektive des Profis kennen gelernt. Ich habe ihm immer vertraut und bin sehr dankbar dafür, was er für mich und den FC Bayern geleistet hat."

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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