FC Bayern und David Alaba: Nächste Runde im Vertragspoker ist wohl gescheitert!

München - Der FC Bayern München eilt weiterhin von Sieg zu Sieg, auf dem Rasen läuft es nahezu perfekt. Etwas anders gestaltet sich die Sachlage jedoch hinter den Kulissen. Mit David Alaba (28) ist offenbar keinerlei Einigung in Sicht.

Bleibt David Alaba (28) beim FC Bayern München oder nicht?
Bleibt David Alaba (28) beim FC Bayern München oder nicht?  © Matthias Balk/dpa

Nach Informationen der Sport Bild soll die nächste Verhandlungsrunde zwischen dem 28 Jahre alten Abwehrspieler und dem Rekordmeister gescheitert sein. Eine Übereinkunft beider Seiten und somit ein neuer Vertrag bleiben zumindest vorerst aus.

Das aktuelle Arbeitspapier des gebürtigen Wieners, der seit Sommer des Jahres 2008 beim FC Bayern unter Vertrag steht und damals von der zweiten Mannschaft des FK Austrian Wien an die Säbener Straße zur U19 der Münchner gewechselt war, endet im kommenden Sommer. Alaba könnte den Klub nach der Spielzeit folglich ablösefrei verlassen.

Ein zentraler Aspekt, der für erhebliche Probleme sorgt, soll weiter das Gehalt sein - allerdings kommt offenbar noch ein weiterer hinzu: die Position, auf der Übungsleiter Hansi Flick (55) seinen Schützling auflaufen lässt. Während der 28-Jährige bereits in der Vergangenheit eigentlich im Mittelfeld agieren wollte, sieht der Trainer den Linksfuß eindeutig in der Abwehr als deutlich wertvoller für sein Team an.

Ein entsprechendes Versprechen, welches Alaba von den Verantwortlichen im Rahmen der letzten Vertragsverhandlungen erhalten haben soll, wurde somit bislang nicht umgesetzt. Es scheint etwas zu sein, was spürbar nagt und offenbar ferner Vertrauen gekostet hat, würde der Verteidiger doch noch immer deutlich lieber im Mittelfeld als in der Abwehr überzeugen. Eine Möglichkeit, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen, dürfte sich angesichts des Personals auch in Zukunft nicht bieten.

Diesen Umstand könnte er offensichtlich durchaus verschmerzen, sollte zumindest das Gehalt den Vorstellungen entsprechen. Alaba-Berater Pini Zahavi (77), dessen Gedankenspiele beim FC Bayern wohl maximal für Kopfschütteln zu sorgen scheinen, will für seinen Klienten das Maximum herausholen, was absolut verständlich ist. Allerdings scheinen etwaige Grenzen weit auseinander zu liegen. Verzockt sich der 77-Jährige und es kommt am Ende gar zur Trennung?

Der Vertrag von David Alaba (28) beim FC Bayern München läuft nach der aktuellen Spielzeit aus.
Der Vertrag von David Alaba (28) beim FC Bayern München läuft nach der aktuellen Spielzeit aus.  © Sven Hoppe/dpa

FC Bayern München: Verlässt David Alaba den Rekordmeister bereits im kommenden Winter?

Laut der Sportzeitschrift soll das Grundgehalt des österreichischen Nationalspielers bei elf Millionen Euro liegen, zudem seien Prämien von bis zu sechs Millionen Euro im neuen Kontrakt vorgesehen. Zu wenig, wenn es nach der Gegenseite geht. Zahavi und Co. pochen offenbar auf ein deutlich höheres Gehalt, das sich in den Gefilden der Spitzenverdiener wie Stürmer Robert Lewandowski (32) oder Schlussmann Manuel Neuer (34) befinden soll. Sogar von fehlender Wertschätzung sei die Rede.

Generell könne sich der Stammspieler einen Verbleib in der bayerischen Landeshauptstadt dem Vernehmen nach zwar vorstellen, es entwickelt sich aufgrund des inzwischen ausufernden Hickhacks jedoch so langsam ein fader Beigeschmack.

Das Angebot des FC Bayern soll vorsehen, Alaba bis zum Sommer 2026 zu binden. Sollten beide Seiten aber auch weiterhin nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, könnte statt eines langfristigen Engagements schon bald ein Abschied anstehen. Wenn der Rekordmeister den Leistungsträger nicht ablösefrei ziehen lassen möchte, muss bereits in einigen Wochen gehandelt - und der Abwehrspieler im Winter-Transferfenster abgegeben werden.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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