Ideenloser FC Bayern gerät in Augsburg mit 1:2 unter die Räder

Augsburg - Ohne seinen erneut in Corona-Quarantäne verbannten Anführer Joshua Kimmich ist Bundesliga-Primus FC Bayern München im Derby beim FC Augsburg böse gestolpert.

Zweikampf zu Boden und zu Luft: Benjamin Pavard (r.) setzt sich hier gegen Augsburgs Iago durch.
Zweikampf zu Boden und zu Luft: Benjamin Pavard (r.) setzt sich hier gegen Augsburgs Iago durch.  © Matthias Balk/dpa

Zwei Wochen vor dem Gipfel in Dortmund verlor der Serienmeister am Freitagabend in einem rasanten Fußballspiel mit 1:2 (1:2) und konnte die Borussia damit zum Auftakt des 12. Spieltags nicht wie geplant massiv unter Druck setzen.

Der BVB kann mit einem Heimsieg gegen den VfB Stuttgart am Samstag sogar bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter heranrücken.

Bei der zweiten Saisonniederlage machte das Ensemble von Trainer Julian Nagelsmann in der Defensive anfangs erstaunliche Fehler und war offensiv bis auf das Anschlusstor von Robert Lewandowski (38. Minute) ausnahmsweise nicht konsequent.

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Die Augsburger Fans unter den nochmal erlaubten 26.000 Zuschauern in der ausverkauften WWK Arena staunten unter ihren Schutzmasken über ihr Team, das mit seiner besten Sauisonleistung durch Mads Pedersen (23. Minute) und André Hahn (35.) frühzeitig mit 2:0 führte.

Das bayerische Derby stand stark im Zeichen von Corona. Bei den Bayern fehlten die infizierten Niklas Süle und Josip Stanisic sowie der ungeimpfte Nationalspieler Kimmich, der sich wegen des Kontakts zu einer positiv getesteten Person im privaten Umfeld schon wieder in häusliche Isolation begeben musste.

Nach den jüngsten Länderspielen verpasst der 26-Jährige nach dem Augsburg-Spiel sicher auch noch die Champions-League-Partie am Dienstag bei Dynamo Kiew. Die ungeimpften Profis im Kader werden für den Rekordmeister zu einer Stolperfalle.

So startete der FC Bayern München gegen den FC Augsburg

Die Anfangs-Elf des FC Augsburg gegen München

Thomas Müller legt in seinem 600. Pflichtspiel Bayern-Treffer auf

Robert Lewandowski (l.), und Jamal Musiala (r.) nehmen Augsburgs Abwehrspieler Robert Gumny (M.) in die Mangel.
Robert Lewandowski (l.), und Jamal Musiala (r.) nehmen Augsburgs Abwehrspieler Robert Gumny (M.) in die Mangel.  © Matthias Balk/dpa

Der FCA musste kurzfristig ohne den Schweizer Ruben Vargas antreten, der sich ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert hat. Dazu fiel auch noch Angriffskollege Alfred Finnbogason mit muskulären Problemen aus.

Aber das steckten die Augsburger resolut weg. Die Hausherren spielten echten Markus-Weinzierl-Fußball: Aggressiv, mutig, gradlinig.

Die oft schlampig passenden Münchner, bei denen Neuzugang Marcel Sabitzer im Mittelfeld Kimmich nicht ansatzweise ersetzen konnten, wirkten schon beeindruckt. Beide FCA-Tore leitete Iago über die linke Seite ein.

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Beim 1:0 legte Sturmspitze Andi Zeqiri den Ball perfekt auf Pedersen ab, der flach und hart ins lange Eck traf. Beim 2:0 verlor Sabitzer den Ball gegen Zeqiri. Und beim Kopfball von Hahn stand Bayerns 80-Millionen-Verteidiger Lucas Hernández schlecht.

Die 0:2-Hypothek stachelte die Münchner Stars an. Der bei den Gegentoren passive Benjamin Pavard flankte von rechts. Thomas Müller verlängerte den Ball in seinem 600. Pflichtspiel für den FC Bayern auf Lewandowski, der ebenfalls technisch fein abschloss. Es war der elfter Treffer des Polen in Augsburg - eine Liga-Rekordausbeute.

Nach der Pause gab es den erwarteten Einbahnstraßen-Fußball Richtung FCA-Tor: Lewandowski versemmelte (50.). Der an der Seitenlinie verzweifelnd umhertigernde Nagelsmann wechselte Jamal Musiala, Alphonso Davies und später auch noch Eric Maxim Choupo-Moting ein, um immer mehr Wucht zu entfachen. Die Augsburger wehrten sich klasse und verteidigten stark im Kollektiv.

Davies verzog knapp (74.). Und Rafal Gikiewicz parierte einen Schuss seines Landsmannes Lewandowski herausragend (80.).

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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