FCB-Stars im Visier: Barcelona macht bei Lewandowski ernst, Gnabry auf Tuchels Zettel?

München - Beim FC Bayern München wird weiter fleißig am Kader für die kommende Spielzeit gebastelt. Mit Sadio Mané (30) gelang dem Rekordmeister ein Coup, Matthijs de Ligt (22) soll bald folgen. Doch auch mit Abgängen ist zu rechnen.

Robert Lewandowski (33) will vom FC Bayern München zum FC Barcelona wechseln, die Zukunft von Serge Gnabry (26, r.) ist ebenfalls noch offen.
Robert Lewandowski (33) will vom FC Bayern München zum FC Barcelona wechseln, die Zukunft von Serge Gnabry (26, r.) ist ebenfalls noch offen.  © Matthias Balk/dpa

Zwar ist Robert Lewandowski (33) wie erwartet am späten Montagabend planmäßig in der bayerischen Landeshauptstadt gelandet und wird sich folglich am Dienstag der vor dem Trainingsstart üblichen Leistungsdiagnostik unterziehen. Dass der Stürmer deshalb nun aber auch weiterhin im Bayern-Dress auflaufen wird, bedeutet das allerdings keinesfalls.

Der FC Barcelona, das absolute Wunschziel des abwanderungswilligen Weltfußballers, soll derzeit ein weiteres Angebot vorbereiten. Dieses soll laut Sky-Reporter Florian Plettenberg eine festgelegte Ablösesumme in Höhe von rund 50 Millionen Euro umfassen, Bonuszahlungen beinhalten und "in den nächsten Stunden" bei der Chefetage eingehen.

Angesichts eines ablösefreien Abgangs nach der anstehenden Spielzeit handelt es sich nicht nur um ein verlockendes Angebot, sondern um eines, das der FC Bayern aus finanzieller Sicht eigentlich nicht ablehnen kann - und aller Voraussicht nach letztlich auch nicht wird. Mané war zwar ein Schnäppchen, aber dennoch teuer. Für de Ligt werden die Bosse noch deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen.

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Wie Mundo Deportivo berichtet, wird bei den Katalanen gar von einer zeitnahen Einigung noch in dieser Woche ausgegangen.

Ein zügiger Abschluss wäre sicherlich auch im Sinne Lewandowskis. Denn am Samstagnachmittag (16. Juli) steht schon die offizielle Teamvorstellung der Münchner in der Allianz Arena an, danach geht es in die Vereinigten Staaten. Sowohl Präsentation als auch einwöchigen US-Trip würde er sich gerne sparen. Angesichts seiner Worte durchaus verständlich.

Bleibt Serge Gnabry beim FC Bayern München oder zieht es den Flügelspieler ins Ausland?

Serge Gnabry (26) könnte den FC Bayern verlassen.
Serge Gnabry (26) könnte den FC Bayern verlassen.  © Sven Hoppe/dpa

Doch nicht nur der immer näher rückende Abgang von Lewandowski könnte dringend benötigtes Geld in die Kasse des Rekordmeisters spülen. Auch die Zukunft von Serge Gnabry (26) ist derzeit ungeklärt. Die Zeit drängt zwar noch nicht, die Uhr tickt aber.

Der Flügelspieler hat an der Säbener Straße noch einen gültigen Vertrag bis zum Sommer 2023 - und könnte den Klub somit im nächsten Jahr ablösefrei verlassen. Die Ausgangslage beim Nationalspieler ist klar: Hasan Salihamidzic (45) und Co. würden gerne verlängern, Gnabry liegt ein entsprechendes Angebot vor. Was fehlt, ist nur eine Unterschrift.

Die Verantwortlichen haben aus den Abgängen von Spielern wie David Alaba (30, zog es zu Real Madrid) und Niklas Süle (26, spiel künftig für den Ligarivalen Borussia Dortmund) Lehren gezogen. Einen Abgang ohne Gegenwert wird es bei Gnabry, sollte sich der Rechtsfuß gegen einen neuen Vertrag entscheiden, nicht geben. Stattdessen würde ein Verkauf noch in diesem Transferfenster in den Mittelpunkt rücken.

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An zahlungskräftigen Interessenten dürfte es nicht mangeln. Denn wie Daily Mail erfahren haben will, soll unter anderem auch der von Thomas Tuchel (48) trainierte FC Chelsea seine Fühler ausgestreckt haben. Die Blues haben dem Bericht zufolge eine Anfrage bei den Verantwortlichen der Bayern eingereicht, um die Situation Gnabrys und einen möglichen Transfer auszuloten. Auch Manchester City und Manchester United sollen den 26-Jährigen auf dem Zettel haben. Gleiches gilt wohl für Real Madrid.

Zwar soll sich Gnabry in München durchaus wohlfühlen und auch die Wertschätzung der vergangenen Wochen dürfte von ihm gut aufgenommen worden sein, dennoch scheint ein Abschied im Sommer nicht gänzlich ausgeschlossen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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