FC Bayern sucht Süle-Ersatz: Trio auf dem Zettel, doch wer ist der große Favorit?

München - Niklas Süle (26) wird den FC Bayern München verlassen. Wohin die Reise des Nationalspielers führt, ist noch nicht klar. Für Fans des Rekordmeisters steht sowieso eine andere Frage im Vordergrund: Wer kommt im Gegenzug?

Niklas Süle (26) läuft noch für den FC Bayern München auf. Im Sommer endet die Zeit des Abwehrspielers an der Säbener Straße aber zumindest vorerst.
Niklas Süle (26) läuft noch für den FC Bayern München auf. Im Sommer endet die Zeit des Abwehrspielers an der Säbener Straße aber zumindest vorerst.  © Tom Weller/dpa

Während der Innenverteidiger angeblich mit einem Wechsel zum FC Barcelona liebäugelt, wie Bild-Fußballchef Christian Falk in der neuesten Folge des Podcast "Bayern-Insider" berichtet, werden an der Säbener Straße einige Namen als Ersatz gehandelt.

Andreas Christensen (25) und Antonio Rüdiger (28), die derzeit zwar noch an den FC Chelsea gebunden sind, deren Verträge allerdings nach der Spielzeit wie der von Süle auslaufen, stehen aktuell offenbar bei der Führungsetage der Roten äußerst hoch im Kurs. Zudem soll Matthias Ginter (28) von Borussia Mönchengladbach eine ernsthafte Option sein.

Die Favoritenrolle für die Süle-Nachfolge beim FC Bayern soll aus dem genannten Trio demnach im Moment Christensen innehaben. Der Däne kann sich einen Abschied aus London nach der Saison augenscheinlich vorstellen, scheint aber trotz des auslaufenden Kontrakts kein Schnäppchen zu sein.

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Das Problem? Der Nationalspieler, der es bislang auf 55 Einsätze und zwei Tore bringt, hat im Hinblick auf das eigene Gehalt anspruchsvolle Vorstellungen, die mit denen der Münchner nicht kompatibel sein dürften. So sollen seine Berater von den Blues offenbar als Minimum zwölf Millionen Pfund netto jährlich fordern - umgerechnet etwas mehr als 14,4 Millionen Euro.

Hinzu käme im Falle eines Wechsels ein hohes Handgeld. Es wäre ein stattliches Paket, das gestemmt werden müsste.

Auch der Vertrag von Antonio Rüdiger (28, r.) beim FC Chelsea läuft im kommenden Sommer aus.
Auch der Vertrag von Antonio Rüdiger (28, r.) beim FC Chelsea läuft im kommenden Sommer aus.  © Martin Rickett/PA Wire/dpa

FC Bayern München oder FC Barcelona: Andreas Christensen im Sommer ablösefrei auf Transfermarkt

Andreas Christensen (25) vom FC Chelsea steht offenbar beim FC Bayern München auf dem Zettel. Kommt es zum Wechsel an die Isar?
Andreas Christensen (25) vom FC Chelsea steht offenbar beim FC Bayern München auf dem Zettel. Kommt es zum Wechsel an die Isar?  © Stuart Franklin/Pool Getty/AP/dpa

Die Konkurrenz soll bei der für viele interessanten Personalie zudem ebenso nicht schlafen, was laut Falk zu einer spannenden Konstellation führt: Barca beschäftigt sich demnach nicht ausschließlich mit Süle, sondern ebenfalls mit dem Chelsea-Kicker.

Sollten der von Verletzungen ein ums andere Mal teils erheblich zurückgeworfene DFB-Star, der seit dem Wechsel von der TSG 1899 Hoffenheim im Sommer 2017 für damals 20 Millionen Euro für die Münchner spielt, und die finanziell angeschlagenen Katalanen tatsächlich auf einen Nenner kommen, wäre Christensen kein Thema mehr, der Weg für den FC Bayern zumindest in diesem Hinblick frei.

Die Bundesliga kennt der Däne bereits, stand er im Zuge einer Leihe von 2015 bis 2017 für die Fohlen im Oberhaus auf dem Rasen. Es wäre ein Vorteil für beide Seiten. Insgesamt absolvierte Christensen für die Borussia aus Mönchengladbach 82 Einsätze, sieben Treffer und eine Vorlage stehen zu Buche.

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Rüdiger, der bei Real Madrid weit oben auf dem Zettel stehen soll, bevorzugt anders als Christensen angeblich einen Verbleib auf der Insel, dürfte ein neues Arbeitspapier beim Klub von Übungsleiter Thomas Tuchel (48) unterzeichnen.

Matthias Ginter (28) ist derzeit noch an Borussia Mönchengladbach gebunden. Folgt nach der Saison der Tapetenwechsel?
Matthias Ginter (28) ist derzeit noch an Borussia Mönchengladbach gebunden. Folgt nach der Saison der Tapetenwechsel?  © Marius Becker/dpa

Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach als "billige" Alternative für den FC Bayern München

Ginter wäre die zweifelsohne günstigste Alternative - und eine durchaus solide dazu. Der 28-Jährige war bereits vor dieser Saison mit dem Rekordmeister in Verbindung gebracht worden, nun soll es einen neuen Vorstoß gegeben haben. Wie Falk erfahren haben will, sollen sich die Verantwortlichen vor Weihnachten in einem Hotel mit der Spielerseite getroffen haben.

Der in Freiburg geborene Defensivakteur wäre ebenfalls ablösefrei zu haben, Handgeld und Gehalt dürften deutlich niedriger anzusiedeln sein als bei Christensen oder Rüdiger - Vorteile, die auf dem Feld jedoch nicht wirklich zählen.

Titelfoto: Montage: Martin Rickett/PA Wire/dpa, Marius Becker/dpa, Stuart Franklin/Pool Getty/AP/dpa

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