Rassismusvorwurf: FC Bayern trennt sich von Jugendtrainer

München - Der FC Bayern München hat nach dem schweren Rassismusvorwurf gegen einen Nachwuchstrainer personelle Konsequenzen gezogen. Das Arbeitsverhältnis mit dem Mitarbeiter sei nun "einvernehmlich aufgelöst" worden.

Der FC Bayern München hat nach dem schweren Rassismusvorwurf gegen einen Nachwuchstrainer personelle Konsequenzen gezogen.
Der FC Bayern München hat nach dem schweren Rassismusvorwurf gegen einen Nachwuchstrainer personelle Konsequenzen gezogen.  © Andreas Gebert/dpa

Dies teilte der deutsche Rekordmeister aus der bayerischen Landeshauptstadt am Montag mit. 

Das sei "das erste Ergebnis einer derzeit stattfindenden internen Untersuchung" auf dem Bayern Campus, wie es in der Mitteilung hieß. 

Unabhängig von der Vertragsauflösung mit dem namentlich nicht genannten Jugendcoach würden "die zugrundeliegenden Sachverhalte von der FC Bayern München AG weiter untersucht".

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (64) hatte den entsprechenden Schritt bereits Ende vergangener Woche angedeutet. Es werde "zeitnah Konsequenzen geben", sagte der 64-Jährige. 

"Diese Geschichte passt natürlich überhaupt nicht zu den Werten, die der FC Bayern vertritt", sagte Rummenigge im Gespräch mit dem TV-Sender Sky. 

Die Bayern haben erst vor wenigen Monaten die Kampagne "Rot gegen Rassismus" gestartet. Damit wollen sie ein deutliches Zeichen gegen Ausgrenzung, Beleidigungen und Intoleranz setzen.

FC Bayern München: Rassismusverdacht auf Campus sorgt in Medien für Aufregung

Das Magazin "Sport Inside" des WDR hatte in der vergangenen Woche über den Rassismusverdacht auf dem Bayern Campus berichtet. Demnach würden schwere Vorwürfe gegen den bisherigen Mitarbeiter erhoben, der lange unter anderem als Trainer in der Jugendabteilung aktiv gewesen war. 

In Diskussionen um die Verpflichtung von Spielern soll der Mitarbeiter rassistische Ausdrücke verwendet haben.

Durch die Berichterstattung zu dem Thema war auch die Staatsschutzabteilung der Münchner Polizei aufmerksam geworden und hatte Ermittlungen aufgenommen.

Titelfoto: Andreas Gebert/dpa

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