Alaba-Ersatz gesucht: Hat FC Bayern bereits Star von Real Madrid im Visier?

München - Ein Abschied von David Alaba (28) rückt näher. Der Abwehrspieler wird den FC Bayern München nach Ende seines Vertrags im Sommer wohl verlassen - und hinterlässt in der Defensive eine große Lücke, die es zu stopfen gilt.

David Alaba (28, l.) und Jérôme Boateng (32) könnten beide nach dem Ende der laufenden Spielzeit den FC Bayern München verlassen.
David Alaba (28, l.) und Jérôme Boateng (32) könnten beide nach dem Ende der laufenden Spielzeit den FC Bayern München verlassen.  © Sven Hoppe/dpa

Eine endgültige und damit auch unumstößliche Entscheidung hinsichtlich der Zukunft des 28 Jahre alten Eigengewächses des Rekordmeisters, das bereits seit dem Sommer 2008 an der Säbener Straße die Fußballschuhe schnürt, ist zwar offiziell noch nicht gefallen, dies scheint angesichts der öffentlich ausgetragenen Differenzen zwischen Klub und Spieler aber nur eine Frage der Zeit zu sein.

Alaba wird die Münchner nach der aktuellen Saison verlassen - und sich dann sehr wahrscheinlich Real Madrid anschließen. Der Verein aus der spanischen Hauptstadt scheint im Rennen um die Dienste des Verteidigers derzeit klar die Nase vorne zu haben.

Beim FC Bayern wird der Österreicher in der zuletzt alles andere als sattelfesten Defensivreihe eine entsprechend erhebliche Lücke hinterlassen. Ein ebenfalls möglicher Abgang von Abwehr-Kollege Jérôme Boateng (32) vergrößert diese zusätzlich.

Besonders bitter: Beide Spieler würden die Roten ablösefrei und somit ohne Gegenleistung verlassen.

Es ist ein Ausblick, der Trainer Hansi Flick (55) Sorgen bereiten dürfte. Niklas Süle (25) wankt gewaltig, Lucas Hernández (24) ist immer noch den Nachweis schuldig, die an Atlético Madrid gezahlten 80 Millionen Euro auch wirklich wert zu sein. Hinzu kommen mit Chris Richards (20) und Tanguy Nianzou (18) zwei entwicklungsfähige Youngster, die schlicht nicht bereit sind, auf dem höchsten Niveau eine Innenverteidigung, die gerade den internationalen Ansprüchen genügen muss, stellen zu können.

Die Verantwortlichen um Karl-Heinz Rummenigge (65), Oliver Kahn (51) und Hasan Salihamidzic (44) müssen und werden im Sommer handeln. Dayot Upamecano (22) von RB Leipzig ist schon seit geraumer Zeit ein Thema an der Isar, der Abwehrspieler der Roten Bullen gilt als absoluter Wunschspieler. Er alleine wird jedoch wohl nicht ausreichen.

FC Bayern München: Éder Militão von Real Madrid als Ersatz für David Alaba im Visier?

Hat der FC Bayern München bei der Suche nach einem Ersatz für David Alaba (28) etwa Éder Militão (22, M.) von Real Madrid auf dem Radar?
Hat der FC Bayern München bei der Suche nach einem Ersatz für David Alaba (28) etwa Éder Militão (22, M.) von Real Madrid auf dem Radar?  © imago images/eu-images

Im Zuge des offenbar anstehenden Umbruchs in der Hintermannschaft soll laut Informationen von SPOX und GOAL deshalb auch der Brasilianer Éder Militão (22) vom möglichen neuen Arbeitgeber Alabas ins Visier der Bayern-Chefetage gerückt sein.

Der 22 Jahre alte Rechtsfuß hat bei den Königlichen zwar noch einen Vertrag bis zum Sommer des Jahres 2025, er war erst 2019 vom FC Porto zum Klub von Trainer Zinédine Zidane (48) gewechselt, könnte allerdings dennoch nicht abgeneigt sein.

Die Rolle, die der 1,86 Meter große Militão spielt, ist überschaubar. Eine Besserung? Ist kaum in Sicht.

Sollte Vereinslegende Sergio Ramos (34), dessen Kontrakt nach der Spielzeit ebenso ausläuft, bei Real verlängern, hätte Militão mit dem 34-Jährigen, Neuzugang Alaba und dazu auch noch Raphaël Varane (27) wohl nicht allzu gute Einsatzchancen.

Laut des Berichts soll eine Kontaktaufnahme mit der Seite des möglichen Transferziels der Bayern bereits erfolgt sein. Von einem konkreten Angebot könne jedoch derzeit noch keinerlei Rede sein. Letztlich dürfte der finanzielle Aspekt zum Zünglein an der Waage werden.

Upamecano würde aufgrund der zu ziehenden Ausstiegsklausel mit kolportierten 42 Millionen Euro zu Buche schlagen. In Zeiten der Coronavirus-Krise dürfte der FC Bayern an einer doch etwas günstigeren Option bei einer weiteren Verpflichtung großes Interesse haben. Diese dürfte der vielseitig einsetzbare brasilianische Nationalspieler allerdings keineswegs darstellen.

Madrid hatte sich Militão die stolze Summe von 50 Millionen Euro kosten lassen, hat die klar bessere Verhandlungsposition.

Der Rekordmeister müsste also viel Geld investieren, um die eigene Defensivreihe wieder auf den nötigen Stand zu bringen. Dass auch andere Vereine wie der FC Liverpool, Tottenham Hotspur oder Juventus Turin offenbar ein Auge auf den ebenso robusten wie schnellen und vor allem durch sein Alter eine langfristige Zukunft bietenden Militão geworfen haben, dürfte dabei wenig förderlich sein. Aus sportlicher Sicht scheint dies aber dennoch unumgänglich.

Titelfoto: imago images/eu-images

Mehr zum Thema FC Bayern München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0