"Kommentieren ungelegter Eier": So reagieren Stars und Bosse des FC Bayern auf die Auslosung der CL

München - Die Auslosung der noch zu absolvierenden Partien der aktuell unterbrochenen Saison der Champions League ist Geschichte, für den FC Bayern München könnte der Weg zum Triple (TAG24 berichtete) kaum schwerer ausfallen.

Karl-Heinz Rummenigge (64) betont das Chelsea-Spiel.
Karl-Heinz Rummenigge (64) betont das Chelsea-Spiel.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/Pool/dpa

Im Viertelfinale droht ein Schlagabtausch mit dem FC Barcelona, im Halbfinale warten Gegner wie Real Madrid, Manchester City oder Juventus Turin auf den amtierenden Meister und Pokalsieger

Aber nur, wenn der FC Bayern seine Pflichtaufgabe erfüllt und gegen den FC Chelsea nach dem 3:0-Sieg im Hinspiel nicht doch noch unerwartet untergeht.

Entsprechend deutlich wurde nach der Auslosung auch Präsident Herbert Hainer (66). 

"Wir gehen unseren Weg Schritt für Schritt, und die nächste Aufgabe lautet nun erst einmal Chelsea. Diesem Duell gilt unsere absolute Konzentration. Die Mannschaft um Trainer Hansi Flick (55) hat in den vergangenen Monaten wunderbaren Fußball gespielt, und jetzt geht es darum, diese Form auch gegen Chelsea abzurufen", erklärte der 66-Jährige.

Allein ist Hainer mit dieser Haltung keinesfalls. So stimmte der derzeitige Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (64) eine mahnende Tonlage an.

"Ich möchte mich heute nicht zu möglichen Gegnern im Viertelfinale äußern, denn da stehen wir noch nicht. Jetzt gilt es erst einmal für die Mannschaft, sich zu regenerieren, sich mit großer Konzentration auf das Achtelfinal-Rückspiel in der Allianz Arena gegen Chelsea vorzubereiten und weiterzukommen", so Rummenigge zum Aufeinandertreffen am 8. August (21 Uhr).

Der Vorstandschef führte im Hinblick auf das Duell umgehend weiter aus: "Wir sollten wie 2013 Schritt für Schritt gehen, und zwar unaufgeregt. Denn mir ist nach dem Double-Gewinn in der Öffentlichkeit schon wieder zu viel Euphorie im Spiel. Jetzt liegt der Fokus auf Chelsea, dann sehen wir weiter. Aber klar: Im Viertelfinale gibt es ohnehin nur noch sehr starke Gegner."

Es ist eine Zurückhaltung, die beim Rekordmeister jeder Akteur auf jeder Ebene aktuell gänzlich zu teilen scheint. 

FC Bayern München: Spieler üben sich ebenfalls in Zurückhaltung - FC Chelsea im CL-Fokus

Thomas Müller (30) übt sich in Zurückhaltung.
Thomas Müller (30) übt sich in Zurückhaltung.  © Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Hasan Salihamidzic (43), Sportvorstand der Münchner, erklärte deutlich: "Ich glaube, wir tun alle gut daran, uns nur auf unsere nächste Aufgabe zu konzentrieren, auf den FC Chelsea." Jene Hürde, die es zunächst zu nehmen gelte, sei entscheidend. Erst danach werde man sich entsprechend "mit den Teams beschäftigen, die dann kommen können". 

"Dass die Aufgaben nicht leichter werden, ist ja ohnehin klar", sagte der 43-Jährige und betonte erneut: "Für uns geht es jetzt ausschließlich um den FC Chelsea. Auf dieses Spiel müssen wir uns vorbereiten, selbstbewusst natürlich, aber wir werden Chelsea sicher nicht unterschätzen."

Manuel Neuer (34) schloss sich fast nahtlos an: "Die Frage nach einer Beurteilung möglicher nächster Gegner in der Champions League stellt sich für mich aktuell gar nicht, da wir erst einmal das Rückspiel gegen Chelsea London im Achtelfinale spielen müssen. Wir denken von Spiel zu Spiel, und damit sind wir in dieser Saison bislang sehr gut gefahren. Sollten wir das Viertelfinale erreicht haben, würden wir erst dann den Fokus auf den Sieger SSC Neapel gegen den FC Barcelona lenken."

Zurückhaltung pur - und das, obwohl viele den FC Bayern aufgrund der gezeigten Leistungen gar als großen Favoriten sehen.

Thomas Müller (30) wollte jedoch ebenfalls keine Sonderrolle einnehmen. "Wir spielen erst einmal gegen Chelsea, daher möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts über einen möglichen Gegner im Viertelfinale oder Halbfinale sagen. Auch aus Respekt gegenüber Chelsea. Noch sind wir nicht in Lissabon, noch treffen wir nicht auf Neapel oder Barcelona. Das Kommentieren ungelegter Eier überlasse ich daher lieber anderen", erklärte der Offensivakteur hinsichtlich des Chelsea-Duells.

Trotz defensiver Aussagen dürfte klar sein, dass das Triple das Ziel ist. Nun gilt es schlicht Taten sprechen zu lassen.

Titelfoto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Mehr zum Thema FC Bayern München:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0