Erfreuliche Comebacks und fünf Treffer: FC Bayern mit viel Licht, aber auch etwas Schatten

München - Der FC Bayern München kann es noch! Beim am Ende klaren 5:1 gegen den 1. FC Köln zeigte die Rückkehr von Thomas Müller (31) und Serge Gnabry (25) die gewünschte Wirkung. Robert Lewandowski (32) bleibt auf Rekordjagd.

Thomas Müller (31, r.) vom FC Bayern München legte gegen den 1. FC Köln nach seiner Rückkehr auf den Rasen einen Treffer vor.
Thomas Müller (31, r.) vom FC Bayern München legte gegen den 1. FC Köln nach seiner Rückkehr auf den Rasen einen Treffer vor.  © Sven Hoppe/dpa

Gnabry glänzte gegen die Geißböcke als zweifacher Torschütze, Müller als wichtiger Vorbereiter: Beim Comeback der zwei zuletzt vermissten Stars hat der Klub sein Bundesliga-Tief torreich überwunden.

Nach zwei sieglosen Spielen gewannen die vorne überzeugenden, aber auch hinten zwischenzeitlich anfälligen Münchner am Samstag gegen Köln. "Sie waren sehr wertvoll als Einwechselspieler. Wir sind froh, dass beide sehr gut reingefunden haben", sagte Trainer Hansi Flick (56) und freute sich über den "auch in der Höhe verdienten" Bayern-Erfolg.

"Als Thomas und ich reingekommen sind, war es ein bisschen brenzlig für uns. Wir haben dann versucht, Wind zu machen", sagte Gnabry über das knapp 30-minütige Comeback von ihm und seinem Mitspieler.

Erstmals seit der Klub-Weltmeisterschaft waren die beiden wieder im Münchner Ensemble dabei.

Nach dem 4:1-Sieg bei Lazio Rom in der Champions League überzeugte der FC Bayern nach den Punktverlusten gegen Arminia Bielefeld (3:3) und Eintracht Frankfurt (1:2) am 121. Geburtstag des Rekordmeisters auch wieder in der Bundesliga. Endlich, möchte man sagen.

"Leon war für mich der Spieler des Tages", sagte Flick über den dreifachen Vorbereiter Leon Goretzka (26).

FC Bayern München: Hansi Flick sieht Schwachstellen, Robert Lewandowski jagt Monster-Rekord

Der FC Bayern München konnte gegen den 1. FC Köln am 23. Spieltag der Bundesliga einen am Ende deutlichen 5:1-Erfolg verbuchen.
Der FC Bayern München konnte gegen den 1. FC Köln am 23. Spieltag der Bundesliga einen am Ende deutlichen 5:1-Erfolg verbuchen.  © Sven Hoppe/dpa

Die abstiegsbedrohten Kölner, die vor der Pause ohne Torschuss blieben, präsentierten sich nach einem letztlich enttäuschenden ersten Durchgang als nie aufgebender Gegner und ärgerten die Münchner. Nach dem unnötigen Gegentreffer, als sich Jérôme Boateng (32) und David Alaba (28) nicht einig waren, erwachte der Mut gegen den Primus.

"Mit ein bisschen Glück hätten wir das Spiel enger gestalten können und mehr schnuppern können", analysierte FC-Übungsleiter Markus Gisdol (51). "Aber wenn der Gegner so nachlegen kann, macht es das schwieriger." Nach einem Fehler von Manuel Neuer (34), der den Ball gegen Dominick Drexler (30) verlor, hätte es durch ein mögliches 2:3 noch einmal eng werden können. Glück für die Bayern.

"Wir schauen da sicher nicht darüber hinweg. Aber es ist wichtig, dass man auch mal zufrieden ist", sagte Flick hinsichtlich der FCB-Abwehrprobleme.

Das konnte auch Eric Maxim Choupo-Moting (31) sein. Der Angreifer ließ den mit einer Decke warm eingepackten Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (65) erstmals jubeln. Für den 31-Jährigen war es der erste Bundesliga-Treffer seit dem 27. November des Jahres 2016, als der von 2017 bis 2020 im Ausland spielende Choupo-Moting für den FC Schalke 04 beim Sieg in SV Darmstadt 98 traf.

"Das war ein gutes Spiel von uns", sagte der letztjährige Paris-Profi.

Und was machte der Weltfußballer? Wie Gnabry traf auch Lewandowski doppelt und verbuchte den nächsten Rekord bei seiner Torjagd. Bislang hatte der Bestwert von ihm und Gerd Müller (75) bei 25 Treffern nach 23 Spieltagen gelegen, Lewandowski hat nun 28. Nur zwölf Tore fehlen auf die magische Gerd-Müller-Marke von 40 Toren in einer Saison.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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