FC Bayern gelingt Revanche für bittere Pleite und lässt Hoffenheim keine Chance

München - Revanche geglückt! Nach der bitteren 1:4-Niederlage in der Hinrunde gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat sich der FC Bayern München rehabilitiert. Am Ende stand am 19. Spieltag der Bundesliga ein klarer 4:1 (2:1)-Erfolg zu Buche.

Jérôme Boateng (r.) erzielte am 19. Spieltag der Bundesliga den Führungstreffer für den FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim.
Jérôme Boateng (r.) erzielte am 19. Spieltag der Bundesliga den Führungstreffer für den FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim.  © Sven Hoppe/dpa

Die Tore für die Münchner in der leeren Allianz Arena erzielten Jérôme Boateng zur 1:0-Führung (32. Minute), Thomas Müller zum 2:0 (43.), Robert Lewandowski zum 3:1 (57.) und Serge Gnabry zum 4:1 (63.). Andrej Kramarić hatte mit seinem Treffer bei den Gästen zwischenzeitlich noch für Hoffnung und den knappen 1:2-Halbzeitstand (44.) gesorgt.

Im Vergleich zum 4:0-Sieg gegen den FC Schalke 04 am vergangenen Spieltag veränderte Trainer Hansi Flick seine Aufstellung gegen Hoffenheim dreifach.

Niklas Süle und Leroy Sané nahmen auf der Bank Platz, Leon Goretzka fehlte dem Rekordmeister aufgrund einer Coronavirus-Infektion. Im Gegenzug standen Benjamin Pavard, Kingsley Coman sowie auch Marc Roca von Beginn an auf dem Rasen.

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Flicks Gegenüber, TSG-Coach Sebastian Hoeneß, nahm nach dem 3:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln keinerlei Veränderungen an seiner ersten Elf vor.

Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der sich das Duell von der Tribüne aus ansah, übernahmen die Hausherren erwartungsgemäß direkt das Kommando, die erste gute Chance hatten aber die Kraichgauer.

Nach einem gefühlvollen Ball in den Sechzehner kam Ihlas Bebou frei vor Manuel Neuer zum Abschluss. Der sichere Rückhalt der Münchner blieb lange stehen und konnte den Schuss so in der Folge mit dem rechten Fuß bärenstark entschärfen (8.).

Glück für die Bayern, die in der Defensive einmal mehr nicht sattelfest wirkten und früh hätten hinten liegen können.

Aufstellung des FC Bayern München gegen die TSG 1899 Hoffenheim am 19. Spieltag der Bundesliga

Startelf der TSG 1899 Hoffenheim im Bundesligaspiel gegen den FC Bayern München am 19. Spieltag

Jérôme Boateng und Thomas Müller treffen für FC Bayern, Andrej Kramarić für TSG 1899 Hoffenheim

Thomas Müller (l.) hatte allen Grund zur Freude: Der Akteur des FC Bayern München konnte gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen Treffer feiern.
Thomas Müller (l.) hatte allen Grund zur Freude: Der Akteur des FC Bayern München konnte gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen Treffer feiern.  © Sven Hoppe/dpa

Auf der anderen Seite hatte Müller wenig später die erste Großchance aus Sicht des Tabellenführers.

Nach einer Flanke von Coman von der linken Seite landete das Leder über Umwege im Strafraum beim Offensivakteur, der mit dem linken Fuß und ganz viel Gefühl auf die lange Ecke zielte, jedoch letztlich an der Querlatte der Hoffenheimer scheiterte (15.).

Der Triple-Sieger hatte weiterhin mehr Ballbesitz, konnte diesen allerdings nicht in hochkarätige Möglichkeiten ummünzen. Stattdessen hätte Neuer beinahe das Leder aus den Maschen holen müssen.

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Kramarić nahm von der linken Seite genau Maß und brachte eine Flanke scharf in den Fünfer, wo der im Rücken von David Alaba erschreckend freistehende Bebou eigentlich nur noch den Kopf hätte hinhalten müssen, die Kugel jedoch irgendwie nicht auf den Kasten bringen konnte (26.). Dies sollte sich rächen.

Denn nach einer Ecke von der rechten Seite, die von Kimmich ausgeführt worden war, stand Boateng richtig und machte es besser als zuvor Bebou. Der Abwehrspieler drückte das Spielgerät mittig aus knapp acht Metern wuchtig per Kopf ins lange Eck zur Bayern-Führung (32.).

Nichts zu halten für 1899-Schlussmann Oliver Baumann - und es sollte nicht der einzige Treffer im ersten Durchgang bleiben.

Kurz vor der Pause war es zunächst Müller, der nach Zuspiel von Lewandowski mit einem direkten Abschluss von der Strafraumgrenze auf 2:0 erhöhen konnte (43.). Der Rekordmeister schien endgültig auf Kurs, verschlief dann jedoch nur wenige Augenblicke später die sofortige Antwort der TSG! Eine Bebou-Flanke verwertete Kramarić, der zentral im Sechzehner schlichtweg zu viel Raum hatte, technisch stark per Volley zum 1:2-Anschlusstreffer (45.). Dann war Pause.

Robert Lewandowski bringt FC Bayern auf Siegerstraße, TSG 1899 Hoffenheim unterliegt am Ende klar

Revanche! Der FC Bayern München konnte sich für die Niederlage in der Hinrunde rächen und die TSG 1899 Hoffenheim klar bezwingen.
Revanche! Der FC Bayern München konnte sich für die Niederlage in der Hinrunde rächen und die TSG 1899 Hoffenheim klar bezwingen.  © Guenter Schiffmann/AFP Pool/dpa

Flick, der bereits nach dem Gegentor kurz vor der Pause sichtlich angefressen war, sah auch in Abschnitt zwei durchaus mutige Gäste, die defensiv zumeist gut sortiert standen und die Bayern-Abwehr ein ums andere Mal ins Wanken brachten.

Dass trotz aller Mühen aber jeder noch so kleine Fehler gegen die Münchner bestraft werden kann, bewies Lewandowski in der 57. Minute. Als Stefan Posch und Keeper Baumann ein flaches Zuspiel Comans in die Mitte nicht klären konnten, war der Stürmer zur Stelle und staubte locker zum 3:1 ab.

Es war ein klarer Wirkungstreffer für die Gäste.

Der vorzeitige Knockout sollte knapp sechs Minuten später folgen, als Gnabry für die Vorentscheidung sorgen konnte. Nach einem gechippten Zuspiel Comans kam der Flügelspieler im Strafraum an den Ball und schloss ebenso überlegt wie auch eiskalt durch die Beine von Baumann zum 4:1 ab (63.).

Der Deckel war drauf, da schmerzte es wenig, dass ein sehenswerter Treffer Pavards nicht zählte (70.).

Letztlich blieb es bei der vielleicht auf der Anzeigetafel etwas zu deutlichen 4:1-Revanche für die Niederlage in der Hinrunde.

Für die Flick-Truppe geht es am kommenden Freitag (20.30 Uhr) wieder zur Sache, wenn der FC Bayern bei Hertha BSC zu Gast sein wird. Hoffenheim empfängt in der Liga am Sonntag (15.30 Uhr) als nächsten Gegner Eintracht Frankfurt.

Titelfoto: Guenter Schiffmann/AFP Pool/dpa

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