FC Bayern wankt, aber fällt nicht! Rekordmeister bezwingt bissige Freiburger

München - Das war ein richtig hartes Stück Arbeit! Der FC Bayern München hat sich am 16. Spieltag der Bundesliga vom Pokal-Schock zumindest ergebnistechnisch erholt. Gegen den SC Freiburg stand am Ende ein 2:1 (1:0)-Erfolg zu Buche.

Robert Lewandowski (r.) erzielte für den FC Bayern München die frühe Führung im Bundesliga-Duell am 16. Spieltag gegen den SC Freiburg.
Robert Lewandowski (r.) erzielte für den FC Bayern München die frühe Führung im Bundesliga-Duell am 16. Spieltag gegen den SC Freiburg.  © Sven Hoppe/dpa

Die Tore in der leeren Allianz Arena erzielten für die Hausherren Robert Lewandowski zum frühen 1:0 (6. Minute) und Thomas Müller zum 2:1-Endstand (74.). Für die Gäste aus dem Breisgau hatte Nils Petersen den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich (62.) erzielt.

Im Vergleich zum bitteren Ausscheiden im DFB-Pokal bei Holstein Kiel veränderte Trainer Hansi Flick seine Startaufstellung gleich sechsfach!

Benjamin Pavard, Jérôme Boateng, David Alaba, Leon Goretzka, Kingsley Coman und Lewandowski rückten ins erste Glied. Bouna Sarr (nicht im Kader), Niklas Süle, Lucas Hernández, Corentin Tolisso, Jamal Musiala sowie Leroy Sané (alle Bank) mussten im Gegenzug ihren Platz in der Startelf räumen.

Flicks Gegenüber, Freiburgs Coach Christian Streich, sah nach dem 5:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln am vergangenen Spieltag keinen Anlass zum Wechseln.

Während die Münchner erwartungsgemäß äußerst engagiert begannen, musste der Übungsleiter der Breisgauer direkt einen Nackenschlag hinnehmen.

Nach nicht einmal drei Minuten musste der zuletzt stark agierende Baptiste Santamaria verletzt vom Feld. Für ihn kam Amir Abrashi (3.). Es sollte nicht der einzige heftige Dämpfer für Streich und seine Mannen in der Anfangsphase bleiben.

Nachdem die Freiburger bei einem nicht gegebenen Handelfmeter, Schiedsrichter Christian Dingert hatte sich die Szene nach einem Hinweis des Videoassistenten selbst angeschaut, noch Glück hatten, war nur Augenblicke später Lewandowski nach sehenswerter Vorlage von Müller zentral im Strafraum zur Stelle und sorgte gewohnt kaltschnäuzig für die Führung (6.).

Die Flick-Truppe lag somit früh auf Kurs - und geriet danach dennoch einmal mehr in der Defensive ins Schwimmen.

Startaufstellung des FC Bayern München gegen den SC Freiburg in der Bundesliga am 16. Spieltag

Erste Elf des SC Freiburg gegen den FC Bayern München in der Bundesliga am 16. Spieltag

FC Bayern München gegen SC Freiburg mit Problemen, Serge Gnabry muss verletzt vom Feld

Kein Selbstläufer! Der FC Bayern München tat sich gegen den SC Freiburg am 16. Spieltag der Bundesliga über weite Strecken durchaus schwer.
Kein Selbstläufer! Der FC Bayern München tat sich gegen den SC Freiburg am 16. Spieltag der Bundesliga über weite Strecken durchaus schwer.  © Sven Hoppe/dpa

Der Sport-Club fand mit zunehmender Spieldauer trotz des extrem bitteren Anfangs der Partie immer besser in eben jene. Ein Schuss von Roland Sallai aus etwa 15 Metern verfehlte den rechten Pfosten des Bayern-Kastens denkbar knapp - Schlussmann Manuel Neuer wäre wohl geschlagen gewesen (17.).

Zu große Abstände zwischen den Reihen, dazu zu wenig Tempo im letzten Drittel sowie ein Mangel an Zielstrebigkeit und Ideen: Das, was Flick von seinen Akteuren Mitte der ersten Halbzeit geboten bekam, dürfte dem Trainer keinesfalls gefallen haben.

Die beste und beinahe auch einzige echte Chance verbuchten die Münchner in dieser Phase deshalb durch eine Einzelaktion Gnabrys, dessen leicht abgefälschten Schuss Keeper Florian Müller mit einer starken Parade aber entschärfen konnte (24).

Bitter: Kurz darauf musste Gnabry mit Problemen am rechten Oberschenkel den Rasen verlassen. Für den Flügelspieler brachte Flick den zuletzt aufgrund seiner Leistungen vermehrt kritisierten Sané (28.).

Der Triple-Sieger, der zwischenzeitlich sogar weniger Ballbesitz als die Gäste hatte, übernahm wieder das Kommando.

Nahezu bei jedem Abschlussversuch bekam ein Freiburger aber ein Körperteil dazwischen. Selbst gefährlich werden konnte der bissige Außenseiter indes jedoch nicht, weshalb es zur Halbzeit bei der knappen Bayern-Führung blieb.

FC Bayern München feiert Sieg gegen SC Freiburg und baut Tabellenführung in der Bundesliga aus

Thomas Müller (M.) sorgte mit seinem Treffer am 16. Spieltag der Bundesliga für den Sieg des FC Bayern München gegen den SC Freiburg.
Thomas Müller (M.) sorgte mit seinem Treffer am 16. Spieltag der Bundesliga für den Sieg des FC Bayern München gegen den SC Freiburg.  © Sven Hoppe/dpa

Zu Beginn des zweiten Abschnitts machten die Hausherren da weiter, wo sie aufgehört hatten - ohne jedoch zunächst die ganz große Torgefahr zu entwickeln und durch einen Treffer für eine deutlich angenehmere Spielsituation sorgen zu können.

Die Gäste versuchten im Gegenzug, sich mit dem nötigen Kampfgeist dem Druck zu erwehren. Für die Bayern-Spieler wurde das mitunter schmerzhaft.

Neben dem notwendigen Einsatz hatte Freiburg auch Glück. Nach einem scharfen flachen Ball von Alphonso Davies von der linken Seite in die Mitte des Sechzehners, den Sané gedankenschnell passieren ließ, war es Lewandowski, der das Leder aufs Tor brachte, aber an der Querlatte scheiterte. Den Nachschuss Goretzkas wehrte Müller ab (59.).

Es kam, wie es offenbar in diesen Tagen kommen musste: Die Münchner brachten den Ball einfach nicht ins Tor, der Sport-Club machte es besser!

Der gerade erst eingewechselte SC-Joker Petersen drückte nach einer Ecke von rechts sowie einer Verlängerung durch Nicolas Höfler das Spielgerät per Kopf aus spitzem Winkel im Fünfer und Tiefflug auf das kurze Eck. Neuer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren - Ausgleich, 1:1 (62.)! Die Antwort der Münchner? Schlagzahl hoch, Tempo hoch!

Die Bayern wollten den Dreier nach der Blamage im Pokal gefühlt unbedingt, drückten auf den zweiten eigenen Treffer - und gingen durch Müller in der 74. Minute erneut in Führung. Eine Flanke Comans konnte Sané in die Mitte weiterleiten, wo der Ur-Bayer genau richtig stand, nicht lange fackelte und aus halblinker Position sowie rund zehn Metern zum erlösenden 2:1 traf.

Dabei blieb es trotz weiterer Chancen dann auch, weil Petersen kurz vor Schluss mit einem Abschluss nur die Latte traf (90.+1). Die Münchner konnten die Tabellenführung mit dem wichtigen Sieg entsprechend ausbauen, da die Konkurrenz gepatzt hatte.

Für den FC Bayern geht es nach dem Duell gegen den SC Freiburg bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) wieder zur Sache, wenn Lewandowski und Co. am 17. Spieltag der Bundesliga auswärts auf den FC Augsburg treffen. Das Streich-Team empfängt ebenfalls am Mittwochabend im Schwarzwald-Stadion als nächsten Gegner Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr).

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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