Umbruch in der Bayern-Defensive: Juventus-Star im Münchner Visier?

München - Wie sieht die Hintermannschaft des FC Bayern München in der kommenden Saison aus? Dem Rekordmeister steht wohl ein Umbruch bevor, zahlreiche Namen geistern umher. Zu diesen gehört nun auch Merih Demiral (22).

Merih Demiral (22, 3. v. r.) von Juventus Turin soll im kommenden Sommer offenbar auf der Liste des FC Bayern München stehen.
Merih Demiral (22, 3. v. r.) von Juventus Turin soll im kommenden Sommer offenbar auf der Liste des FC Bayern München stehen.  © imago images/Gribaudi/ImagePhoto

Der türkische Innenverteidiger läuft derzeit für Juventus Turin in der italienischen Serie A auf und hat beim Klub von Superstar Cristiano Ronaldo (36) noch einen langfristigen Vertrag bis zum Sommer des Jahres 2024. Es dürfte demnach nicht gerade ein kostengünstiges Unterfangen werden, den 22-Jährigen zeitnah an die Säbener Straße zu lotsen.

Laut Fabrizio Romano muss dies allerdings kein finales Hindernis sein. Die Verantwortlichen des amtierenden Triple-Siegers sollen laut dem in der Regel gut informierten Transferexperten aus Italien ein Auge auf den Abwehrspieler geworfen haben.

Das aktuelle Preisschild Demirals soll bei stolzen 50 Millionen Euro liegen - eine überaus stattliche Summe, die vor allem in Zeiten der Coronavirus-Pandemie nochmals ein anderes Gewicht erhält.

Hinzu kommt, dass sowohl David Alaba (28) als auch Jérôme Boateng (32) aufgrund auslaufender Verträge den FC Bayern im Sommer ablösefrei verlassen würden. Eigentlich so wichtige Einnahmen werden die beiden möglichen Abgänge somit nicht generieren, was vor allem im Hinblick auf den Österreicher besonders bitter ist.

Auch um Niklas Süle (25), der seiner Form derzeit noch hinterherläuft und einen Kontrakt bis 2022 hat, ranken sich Gerüchte. So soll der FC Chelsea offenbar Interesse am Defensivakteur haben - müsste für dessen Dienste aber entsprechend zahlen.

Die Zeichen stehen in der Abwehr klar auf Umbruch - die Frage scheint lediglich zu sein, wie groß dieser ausfällt. Eine entscheidende Rolle dürfte hinsichtlich der Kaderplanung spielen, wie viel Geld letztlich investiert werden kann.

FC Bayern München: Dayot Upamecano und Merih Demiral in die Landeshauptstadt? Unwahrscheinlich!

Dayot Upamecano (22) von RB Leipzig gilt als absoluter Wunschspieler des FC Bayern München und könnte im Sommer wechseln.
Dayot Upamecano (22) von RB Leipzig gilt als absoluter Wunschspieler des FC Bayern München und könnte im Sommer wechseln.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das primäre Transferziel der Bayern bleibt nämlich zweifelsohne Dayot Upamecano (22) von RB Leipzig.

Der ebenfalls 22 Jahre alte Verteidiger der Roten Bullen wird seinen aktuellen Arbeitgeber im Sommer verlassen, die Münchner scheinen im engen Rennen aktuell die Nase vorne zu haben.

Mit einer Ablösesumme von 42,5 Millionen Euro, die aufgrund einer im bis 2023 gültigen Vertrag des Franzosen verankerten Ausstiegsklausel gezahlt werden müsste, wäre es ein teures, aber mit großer Wahrscheinlichkeit äußerst lohnendes Vorhaben.

Kommt Upamecano nach München, dürfte eine Verpflichtung von Demiral auch an der Zukunft Süles und weiteren möglichen Abgängen hängen.

Verlängert der FC Bayern mit Süle, scheint diese eher ausgeschlossen. Wird der Abwehrspieler jedoch verkauft, müssen die Bosse auch im Falle eines Wechsels von Upamecano noch weiter nachrüsten - könnten dabei jedoch notfalls mit einer günstigeren Alternative als Demiral planen.

Upamecano und den Juve-Akteur zusammen in die bayerische Landeshauptstadt zu holen, scheint eher unwahrscheinlich.

Bei einem unerwarteten Korb des begehrten RB-Akteurs könnte Demiral, der bislang 19 Einsätze für die Nationalmannschaft seines Landes vorzuweisen hat und dessen Talent unbestritten ist, unabhängig von einer Süle-Entscheidung in den Hauptfokus von Hasan Salihamidžić (44) und Co. rücken. Das entsprechende Budget wäre in diesem Fall jedenfalls vorhanden.

In der laufenden Spielzeit stand Demiral für die Alte Dame wettbewerbsübergreifend in 15 Partien auf dem Feld. Er konnte in diesen eine Vorlage verbuchen. Die Stärken des Türken liegen jedoch eindeutig am anderen Ende des Feldes.

Titelfoto: imago images/Gribaudi/ImagePhoto

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