FC Bayern und Leipzig mit irrem Schlagabtausch! RB verlangt dem Meister alles ab

München - Was für ein verrücktes Spitzenspiel in der Bundesliga! Der FC Bayern München und RB Leipzig haben sich am 10. Spieltag einen sehenswerten Schlagabtausch geliefert. Am Ende stand ein 3:3 (2:2)-Unentschieden zu Buche.

Ein Kracher, der den Titel Spitzenspiel mehr als verdiente! Der FC Bayern München und RB Leipzig haben sich ein spannendes Duell geliefert.
Ein Kracher, der den Titel Spitzenspiel mehr als verdiente! Der FC Bayern München und RB Leipzig haben sich ein spannendes Duell geliefert.  © Sven Hoppe/dpa

Die Tore in der Allianz Arena erzielten Christopher Nkunku zum 1:0 für die Gäste aus Leipzig (19. Minute), Jamal Musiala (1:1, 30.) und Thomas Müller (2:1, 35.) drehten das Spiel zunächst, ehe Justin Kluivert für den 2:2-Halbzeitstand sorgte (36.). Emil Forsberg erhöhte für RB auf 3:2 (48.), was durch Müllers Schlusspunkt (3:3, 75.) egalisiert wurde.

Im Vergleich zum 1:1-Remis in der Champions League gegen Atlético Madrid stellte Bayern-Trainer Hansi Flick auf sieben Positionen um, nachdem in Spanien zahlreiche Spieler geschont worden waren.

Manuel Neuer, Benjamin Pavard, Jérôme Boateng, Leon Goretzka, Kingsley Coman, Müller und Robert Lewandowski standen entsprechend für Alexander Nübel, Lucas Hernández, Bouna Sarr, Bright Arrey-Mbi, Douglas Costa, Musiala sowie Eric Maxim Choupo-Moting von Beginn an auf dem Rasen.

Sein Gegenüber, RB-Coach Julian Nagelsmann, rotierte nach dem dramatischen 4:3-Sieg gegen Başakşehir in Istanbul indes lediglich dreifach. Für Kevin Kampl, Dani Olmo und Yussuf Poulsen rückten Tyler Adams, Kluivert sowie Nkunku beim wichtigen Gastspiel in der bayerischen Landeshauptstadt ins erste Glied.

In einer vom Anpfiff an intensiv sowie beinhart geführten und mitunter in den Aktionen auch etwas wilden Partie im Nordosten Münchens gehörte die erste gute Möglichkeit den Akteuren aus Sachsen - und diese hatte es bereits in sich!

So fasste sich Marcel Sabitzer ein Herz und zog aus der Distanz kurzerhand einfach mal ab. Der stramme Schuss des Leipzigers senkte sich kurz vor dem Tor von Neuer ab und donnerte mit einem gut hörbaren Knall gegen die Latte (2.).

Aufstellung des FC Bayern München im Bundesligaspiel gegen RB Leipzig

Startelf von RB Leipzig im Duell mit dem FC Bayern München in der Bundesliga

Christopher Nkunku legt für RB Leipzig vor, Jamal Musiala und Thomas Müller treffen für den FC Bayern

Thomas Müller (M.) vom FC Bayern München hat nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 gegen RB Leipzig allen Grund zur Freude.
Thomas Müller (M.) vom FC Bayern München hat nach seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:2 gegen RB Leipzig allen Grund zur Freude.  © Sven Hoppe/dpa

Während sich die Münchner in der Folge schwer taten und vor allem im letzten Drittel nicht wirklich überzeugen konnten, präsentierte sich Leipzig in einem hart geführten Duell weiter richtig bissig - und konnte sich in der 19. Minute mit dem ersten Tor in der Bundesliga-Geschichte des Klubs gegen den FC Bayern in der Allianz Arena auch belohnen.

Nach einem schwachen Passversuch von Müller hatte Emil Forsberg beim Gegenstoß das Auge für Nkunku. Neuer eilte in gewohnter Manier zwar noch aus seinem Kasten, kam gegen den Franzosen allerdings zu spät, wurde umkurvt und konnte so nur dem über die Linie rollenden Ball nachschauen.

Starke Aktion von Forsberg und natürlich Nkunku!

Sichtlich angefressene Hausherren erhöhten in der Folge endlich die Schlagzahl, rissen die Kontrolle über das Aufeinandertreffen immer mehr an sich.

Nachdem Péter Gulácsi gegen Pavard bei dessen Fernschuss mit den Fingerspitzen den Ausgleich gerade noch verhindern konnte (28.), war es nur Augenblicke später der zuvor für den verletzten Martínez, bei dem der Verdacht eines Muskelfaserrisses besteht und der das Feld deshalb vorzeitig verlassen musste, eingewechselte Musiala, der den Gäste-Keeper überwinden und nach Vorlage von Coman mit einem platzierten Rechtsschuss aus rund 17 Metern absolut sehenswert einnetzen konnte (30.).

Und die Bayern hatten Blut geleckt: Nur fünf Minuten nach dem Treffer Musialas legte der Rekordmeister nach! Lewandowski schob das Leder mit einem Tunnel gegen Dayot Upamecano zu Coman, der auf Müller durchsteckte. Eine Einladung, die der Münchner nicht ablehnen konnte - und freistehend vor Gulácsi eiskalt zum 2:1 einschob (35.).

Justin Kluivert und Emil Forsberg liefern RB-Antwort, Thomas Müller setzt Schlusspunkt für FC Bayern

Justin Kluivert (M.) traf für RB Leipzig zum 2:2-Ausgleich.
Justin Kluivert (M.) traf für RB Leipzig zum 2:2-Ausgleich.  © Sven Hoppe/dpa

Wer nun dachte, dass der FC Bayern in heimischen Gefilden einmal mehr gegen RB auf Kurs liegen und weiter nachlegen würde, sah sich jedoch getäuscht.

Ganz im Gegenteil, denn die Sachsen hatten die passende Antwort binnen kürzester Zeit parat!

Augenblicke nach dem Anstoß leitete Amadou Haidara den Ball gefühlvoll zu Kluivert im Strafraum weiter, der im Anschluss nicht lange fackelte und mit seinem scharfen Schuss in die lange Ecke gegen einen chancenlosen Neuer zum Ausgleich traf (36.).

Dabei blieb es im ersten Durchgang allerdings auch. Es war ein starkes Spitzenspiel, das den Titel voll und ganz verdiente, schlicht Lust auf mehr machte.

Und das nicht umsonst. Keine vier Minuten waren gespielt, da schepperte es im zweiten Abschnitt zum ersten Mal. Diesmal war es Forsberg, bedient von Angeliño mit einer gefühlvollen Flanke von der linken Seite, der Neuer überwinden konnte (48.).

Trotz des einmal mehr aufgrund von eklatanten Schwächen in der eigenen Defensive nächsten Nackenschlags drückten die Münchner gegen weiterhin couragiert und unerbittlich arbeitende Leipziger, ohne dabei jedoch wirklich gefährlich zu werden.

Zumindest bis zur 75. Minute, als Coman rechts an der Strafraumkante auftauchte, den Ball in die Mitte brachte und dort tatsächlich den Kopf von Müller fand. Kein Abseits und gleichzeitig der Schlusspunkt einer spannenden Partie.

Thomas Müller (M.) vom FC Bayern München gehörte der Schlusspunkt zum 3:3-Unentschieden.
Thomas Müller (M.) vom FC Bayern München gehörte der Schlusspunkt zum 3:3-Unentschieden.  © Sven Hoppe/dpa

So geht es für den FC Bayern München und RB Leipzig weiter

Nach dem Kräftemessen in der Bundesliga müssen beide Teams bereits in wenigen Tagen in der Champions League wieder ran. Der FC Bayern empfängt in der Allianz Arena Lok Moskau (Mittwoch, 21 Uhr), in der Liga treffen die Münchner am kommenden Samstag auf den 1. FC Union Berlin (18.30 Uhr). Gespielt wird auswärts im Stadion An der Alten Försterei.

RB Leipzig kämpft am Dienstag (21 Uhr) gegen Manchester United um den Einzug in die K.o.-Runde der Königsklasse, ehe es am Samstag (15.30 Uhr) zum Kräftemessen mit dem SV Werder Bremen in der Red Bull Arena kommt.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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