Bayern-Star will Vertrag selbst verhandeln und trennt sich von seinen Beratern!

München - Welche Auswirkungen hat diese Entscheidung auf seine Zukunft? Joshua Kimmich (26) hat sich von seiner Berater-Agentur getrennt! Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München wird zukünftige Verträge selbst verhandeln.

Joshua Kimmich (26, r.) ist beim FC Bayern München ein absoluter Leistungsträger. Nun hat sich der Mittelfeldspieler von seiner Berater-Agentur getrennt.
Joshua Kimmich (26, r.) ist beim FC Bayern München ein absoluter Leistungsträger. Nun hat sich der Mittelfeldspieler von seiner Berater-Agentur getrennt.  © Sven Hoppe/dpa

"Das ist eine bewusste Entscheidung, die ich bereits im vergangenen Jahr getroffen habe", erklärte der 26 Jahre alte deutsche Nationalspieler gegenüber Bild die Trennung von "fair-sport". "Ich habe für mich entschieden, dass ich noch stärker für meine Werte und meine Ansichten einstehen und meiner Eigenverantwortung gerecht werden will."

Der Bayern-Star zeigte sich im Gespräch mit der Zeitung überzeugt davon, dass er seine "eigenen Positionen inhaltlich gegenüber anderen am besten vertreten kann". Kimmich nimmt seine Geschicke somit ab sofort komplett selbst in die Hand!

Derzeit ist der in Rottweil geborene Leistungsträger noch bis zum 30. Juni 2023 an den Rekordmeister gebunden. Erste Sondierungen hinsichtlich einer Verlängerung des Vertrages waren noch mit der Agentur an der Seite über die Bühne gegangen, nun muss er die Verlängerung in Eigenregie realisieren.

Seine letzte Unterschrift datiert aus dem Jahr 2018, Kimmich war zuvor 2015 vom VfB Stuttgart für 8,5 Millionen Euro an die Säbener Straße gewechselt.

Das anvisierte Ziel Kimmichs dürfte angesichts seiner Leistungen und der Rolle im Gefüge der Mannschaft nicht für große Verwunderung sorgen. Der Rechtsfuß will finanziell in der Hierarchie der Truppe von Trainer Hansi Flick (56) aufsteigen, künftig in einer Liga mit Robert Lewandowski (32), Manuel Neuer (35) und Thomas Müller (31) spielen.

Vertrag von Joshua Kimmich beim FC Bayern München: Szenario wie bei David Alaba ist zu vermeiden

Joshua Kimmich (26, 2.v.r.) will künftig selbst über seine Verträge verhandeln. Kommt es zeitnah zu einer Einigung mit dem FC Bayern München?
Joshua Kimmich (26, 2.v.r.) will künftig selbst über seine Verträge verhandeln. Kommt es zeitnah zu einer Einigung mit dem FC Bayern München?  © Matthias Balk/dpa

Bei den Verantwortlichen um Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44) steht die Verlängerung weit oben auf der Liste, die Verhandlungen dürften angesichts der Laufzeit des Kontrakts bald fortgesetzt werden.

Schließlich gilt es aus Sicht des Klubs ein Fiasko wie bei David Alaba (28) unbedingt zu vermeiden. Der Abwehrspieler wird im Sommer ablösefrei gehen.

Der Abgang ohne Gegenwert schmerzt - vor allem in Zeiten der Coronavirus-Krise ist es ein herber finanzieller Schlag für den Rekordmeister. Es ist Geld, welches bei möglichen Neuzugängen, die notwendig sind, im Endeffekt schlichtweg fehlt.

Mit Alaba und vor allem dessen Berater Pini Zahavi (77) hatten sich die Bosse nicht auf einen neuen Vertrag einigen können, da die Gehaltsforderungen deutlich über dem lagen, was die Führungsetage der Münchner bereit war zu zahlen. Es ging hin und her. Das Tischtuch war trotz all der gemeinsamen Jahre und großen Erfolge zerschnitten. Wer Alabas Forderungen erfüllen wird, steht noch nicht fest.

Ein solches Szenario soll bei Kimmich, der eine enorme Bedeutung für das Spiel der Bayern hat, unbedingt vermieden werden. Eine möglichst zeitnahe Entscheidung dürften beide Seiten bevorzugen, spätestens jedoch im Verlauf der kommenden Spielzeit müsste allerdings eine Einigung erzielt werden, um nicht erneut unter Zugzwang zu geraten.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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