Bayern-Wechsel ist "skandalös": Heftige Kritik an PSG-Youngster (18)

München - Tanguy Kouassi (18) von Paris Saint-Germain wird wohl schon sehr bald für den FC Bayern München auf dem Feld stehen. Die Entscheidung für einen Wechsel an die Säbener Straße stößt jedoch nicht bei jedem auf Gegenliebe.

Tanguy Kouassi (18) sieht sich Kritik ausgesetzt.
Tanguy Kouassi (18) sieht sich Kritik ausgesetzt.  © imago images/PanoramIC

So ist Jérôme Rothen (42), der selbst einst beim Klub aus der französischen Hauptstadt sowie für die Nationalmannschaft Frankreichs gespielt hat, von dem Abgang des Youngsters nicht angetan - und lässt diesbezüglich auch keine Zweifel aufkommen.

"Ich finde das (den Abschied aus Paris, Anm. d. Red.) schlichtweg skandalös", erklärte der 42-Jährige im Gespräch mit "RMC Sport" hinsichtlich des wohl bevorstehenden Wechsels zum FC Bayern, der allerdings noch nicht offiziell verkündet wurde. 

Rothen sprach sich vehement gegen "diese Einstellung" aus, die ihm sichtlich zuwider scheint.

"Diese jungen Akteure schulden es PSG, zu bleiben", führte er aus. "Wenn man die Möglichkeit hat, seine Karriere als Profi bei solch einem Klub zu beginnen, schuldet man es diesem dann nicht auch, wenn man schon einen Vertrag angeboten bekommt und die eigene Entwicklung somit gefördert wird?"

Rothen spielte in diesem Zusammenhang vor allem auf das Vertrauen des Pariser Trainers Thomas Tuchel (46) an, der eine sehr hohe Meinung von den sogar noch durchaus förderbaren Fähigkeiten Kouassis, dem von vielen zukünftiges Weltklasse-Niveau bescheinigt wird, hat und den Abwehrspieler deshalb in dieser Saison, die in Frankreich allerdings aufgrund der Coronavirus-Pandemie und deren direkten Folgen bereits abgebrochen werden musste, wettbewerbsübergreifend in 13 Partien mitwirken ließ. Der 18-Jährige wusste zu überzeugen.

FC Bayern München: Schafft Tanguy Kouassi den entscheidenden Sprung?

Kouassi, dessen Vertrag am 30. Juni dieses Jahres ausläuft, soll ein neues Arbeitspapier abgelehnt und sich stattdessen für einen Fünfjahresvertrag beim amtierenden Meister und Pokalsieger aus der bayerischen Landeshauptstadt entschieden haben. Der Wechsel käme für den FC Bayern zu perfekten Zeit, würde der Youngster ablösefrei den Weg an die Isar finden.

Ein schwerwiegender Fehler, wie Rothen aus seiner Sicht deutlich erklärte. "Er wird bei Bayern viel weniger Spielzeit erhalten", zeigte sich der ehemalige Mittelfeldspieler sicher. Zwar wünsche er Kouassi, dass dieser spielen werde, dennoch würden ihm vor allem die Situationen von Lucas Hernández (24) und Corentin Tolisso (25) in diesem Zusammenhang große Sorgen machen.

Ob Rothen richtig liegt oder der gebürtige Pariser Kouassi, der primär als gelernter Innenverteidiger aufläuft, jedoch auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, mit seiner Entscheidung ins Schwarze getroffen hat und den Sprung schafft, wird sich zeigen müssen. Die Voraussetzungen für den Rechtsfuß scheinen zumindest zu stimmen.

Titelfoto: imago images/PanoramIC

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