Triple für den FC Bayern? Das traut Lothar Matthäus seinem Ex-Klub im CL-Turnier zu

München - Klappt es mit dem Triple für den Rekordmeister? Die Chancen stehen gar nicht so schlecht! Lothar Matthäus (59) ist jedenfalls fest davon überzeugt, dass es der FC Bayern München ins Finale der Champions League schafft. 

Lothar Matthäus (59) glaubt an den FC Bayern München.
Lothar Matthäus (59) glaubt an den FC Bayern München.  © Federico Gambarini/dpa

"Ich bin wirklich bemüht, die Nadel im Heuhaufen zu suchen, wenn ich die Teams, Clubs und Spieler analysiere. Aber bei Bayern ist gerade keine zu finden. Weder auf noch neben dem Platz", sagte der 59-Jährige in seiner entsprechenden Sky-Kolumne.

Beim amtierenden Meister und Pokalsieger aus der bayerischen Landeshauptstadt sei Toptorjäger Robert Lewandowski (31) "das Spiegelbild dieser Mannschaft und ihrer großen Triple-Mission. Er ist nicht nur der aktuell beste Spieler der Welt. Sein Charakter, dieser Wille, die Sieger-Ausstrahlung und die Fokussierung auf das große Ziel sind momentan unerreicht und einzigartig", erklärte Matthäus.

Der Double-Sieger trifft im Viertelfinale der Königsklasse zunächst am Freitag auf den FC Barcelona mit Superstar Lionel Messi (33). 

Zwar könne dieser immer noch jede Abwehr der Welt punktuell auseinander nehmen. "Aber am Ende kommt es doch auf das Team und Kollektiv an, um die wirklich großen Ziele zu erreichen. Und da mangelt es bei Barca doch erheblich", sagte Matthäus weiter: "Auch gegen Barcelona sehe ich die Münchner klar im Vorteil."

Im Halbfinale würden die Münchner dann nach Ansicht von Matthäus auf Manchester City und Trainer Pep Guardiola (49) treffen: "Doch auch in diesem möglichen Halbfinale hätten die Bayern für mich die Nase vorn und kommen ins Finale."

RB Leipzig, das im Viertelfinale auf Atlético Madrid trifft, hat Matthäus im Gegensatz zum Rekordmeister in diesem Jahr nicht auf dem Zettel. "Meine Halbfinals lauten Bayern gegen City und Paris Saint-Germain gegen Madrid. Und mein Finale Bayern gegen Paris", meinte der frühere Welt- und Europameister. Im Endspiel würde er trotz seiner Sympathien für den Hauptstadt-Club aus Frankreich natürlich ohne jede Frage "meinen Bayern die Daumen drücken."

FC Bayern München bereitet sich im Luxusresort "Cascade" in Lagos auf das Viertelfinale vor

Die Spieler des FC Bayern München sind angekommen.
Die Spieler des FC Bayern München sind angekommen.  © Matthias Balk/dpa

Derweil sieht Hansi Flick (55) für den FC Bayern an der Algarve optimale Vorbereitungsmöglichkeiten für das Finalturnier der Champions League und damit das Triple. "In Lissabon hätten wir nicht diese Trainingsbedingungen wie hier gehabt", sagte der Bayern-Coach zum Aufenthalt an der Atlantikküste. 

Rund 300 Kilometer entfernt von Portugals Hauptstadt bereitet sich der Klub derzeit im Luxusresort "Cascade" in Lagos auf das Viertelfinale am Freitag gegen Barcelona vor. Erst am Tag vor dem Start in das "Final-8-Turnier" erfolgt dann die Anreise zum Abschlusstraining in Lissabon.

Im Quartier an der Algarve kann Flick gerade in Corona-Zeiten die Mannschaft nach eigenen Angaben "abgeschottet" auf die ungewohnte Königsklassenendrunde vorbereiten. Der Trainingsplatz, auf dem am Montag erstmals geübt werden sollte, gehört zum Hotelkomplex.

"Das ist ein bekanntes und beliebtes Hotel, wo viele Vereine schon Trainingslager gemacht haben", erläuterte er. Aus der Bundesliga war zum Beispiel RB Leipzig schon in der Winterpause in Lagos. 

Auch der mögliche Champions-League-Finalgegner Paris Saint-Germain wollte das "Cascade" als Vorbereitungscamp buchen. In dem Komplex auf den Klippen oberhalb des Meeres wollen sich die Bayern ans portugiesische Sommerklima anpassen. 

Zugleich bietet der Aufenthalt abseits des Urlaubstrubels einen guten Schutz vor dem Coronavirus. "Wir müssen wirklich vorsichtig sein", sagte Flick der Deutschen Presse-Agentur in einem Gespräch noch vor dem Bekanntwerden der aktuellen zwei Corona-Fälle bei Leipzigs Gegner Atlético Madrid. Die Ansteckungen im Tross der Spanier dürften die Bayern-Verantwortlichen zusätzlich in ihrer gefällten Quartierwahl bestätigt haben. Beim Turnier in Lissabon sind den acht teilnehmenden Vereinen Hotels von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zugeordnet worden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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