FC Bayern kassiert trotz Mega-Moral bittere CL-Pleite gegen PSG! Neuer-Bock und Mbappé

München - Was für eine Moral, was für eine bittere Pleite! Der FC Bayern München hat im Hinspiel des Viertelfinals der Champions League gegen Paris Saint-Germain eine Niederlage kassiert. Nach Schlusspfiff stand ein 2:3 (1:2) zu Buche.

Der FC Bayern München hatte das Spiel gegen Paris Saint-Germain zwar über weite Strecken im Griff, aber PSG-Star Kylian Mbappé blieb zweimal eiskalt.
Der FC Bayern München hatte das Spiel gegen Paris Saint-Germain zwar über weite Strecken im Griff, aber PSG-Star Kylian Mbappé blieb zweimal eiskalt.  © Sven Hoppe/dpa

Die Münchner Tore in der Allianz Arena erzielten Eric Maxim Choupo-Moting (1:2, 37. Minute) und Thomas Müller (2:2, 60.). Für PSG netzten Kylian Mbappé zum 1:0 und 3:2 (3., 68.) und Marquinhos, der zur zwischenzeitlichen 2:0-Führung (28.) traf.

Bayern-Trainer Hansi Flick nahm im Vergleich zum 1:0-Erfolg der Münchner in der Bundesliga gegen RB Leipzig keine Veränderungen in der Startelf vor.

Sein Gegenüber, PSG-Coach Mauricio Pochettino, reagierte nach der 0:1-Niederlage in der Ligue 1 im Spitzenspiel gegen OSC Lille und rotierte Colin Dagba, Danilo Pereira und Julian Draxler ins erste Glied, dafür mussten Thilo Kehrer und Moise Kean auf der Bank Platz nehmen. Leandro Paredes war aufgrund einer Sperre zum Zuschauen verurteilt.

Bei Temperaturen knapp um den Gefrierpunkt und Schneefall legten die Hausherren direkt munter los, hatten nach nicht einmal zwei Minuten aber Pech, als nach einer Ecke von links Choupo-Moting in der Mitte per Kopf die Oberseite der Latte traf. Am anderen Ende des Feldes machte es nur Sekunden später Mbappé, der von Neymar bedient worden war, einen Tick besser - allerdings auch dank Mithilfe von Manuel Neuer.

Der junge Franzose nahm ohne zu zögern halbrechts im Strafraum Maß, zielte allerdings direkt auf den Keeper der Münchner, der dann alles andere als gut aussah. Neuer konnte den zwar wuchtigen, aber nicht minder unplatzierten Versuch nicht richtig abwehren, lenkte ihn stattdessen ins eigene Tor (3.). Bitterer Auftakt für den Titelverteidiger!

Startaufstellung des FC Bayern München in der Champions League gegen Paris Saint-Germain

Aufstellung von Paris Saint-Germain gegen den FC Bayern München in der Champions League

FC Bayern München verzweifelt beinahe an Keylor Navas, Eric Maxim Choupo-Moting sorgt für Hoffnung

Eric Maxim Choupo-Moting (M.) belohnte den FC Bayern München noch in Halbzeit eins für eine dominante Leistung mit dem 1:2 - und neuer Hoffnung.
Eric Maxim Choupo-Moting (M.) belohnte den FC Bayern München noch in Halbzeit eins für eine dominante Leistung mit dem 1:2 - und neuer Hoffnung.  © Sven Hoppe/dpa

Trotz des frühen Nackenschlags ließen sich die Bayern nicht beirren, machten Druck - und kamen zu besten Chancen! Müller (10.) und Leon Goretzka (19.) aus wenigen Metern sowie Benjamin Pavard (20.) aus der Distanz scheiterten jedoch an Keylor Navas im Kasten der defensiv orientierten Gäste.

Nach 25 gespielten Minuten standen aus Bayern-Sicht 11:1 Torschüsse, 4:0 Ecken und 66 Prozent Ballbesitz zu Buche, was der Flick-Elf jedoch fehlte: ein Treffer! Der fiel kurz darauf auf der Gegenseite.

Nach der ersten PSG-Ecke des Spiels von rechts konnte Choupo-Moting zunächst zwar noch klären, Neymar bewies gegen die rausrückende Abwehr aber Augenmaß, brachte das Leder hoch in den Sechzehner, wo Marquinhos zur Stelle war und frei vor Neuer nur noch einschieben musste (28.).

Erneut schüttelten sich die Gastgeber einfach kurz, drückten weiter und durften noch in Halbzeit eins auch endlich mehr als verdient jubeln. Pavard hatte viel Raum, nutze diesen für eine perfekte Flanke in die Mitte, in der Choupo-Moting genau richtig stand und per Kopfball zum 1:2-Anschlusstreffer links unten vollstreckte (37.). Navas machte sich zwar lang, war aber chancenlos.

Mit neuer Hoffnung und weiterhin brutaler Überlegenheit - Paris hatte nur zwei Torschüsse - ging es in die Kabinen.

Thomas Müller trifft für den FC Bayern München, Kylian Mbappé sorgt für Sieg von Paris Saint-Germain

Thomas Müller (3.v.r.) konnte zwar für den FC Bayern München den 2:2-Ausgleich erzielen, am Ende hatte jedoch Paris Saint-Germain die Nase vorn.
Thomas Müller (3.v.r.) konnte zwar für den FC Bayern München den 2:2-Ausgleich erzielen, am Ende hatte jedoch Paris Saint-Germain die Nase vorn.  © Sven Hoppe/dpa

Einmal durchschnaufen und dann weiter, immer weiter. So oder so ähnlich dürften sich die starken Münchner in der Pause den Plan für den zweiten Durchgang zurechtgelegt haben - und diesen wollten sie nach Wiederanpfiff sofort umsetzen.

Zunächst galt es jedoch eine Schrecksekunde zu verdauen: Mitten in den Druck der Bayern hinein kam Neymar im Sechzehner an den Ball, diesmal war Neuer allerdings mit einer Parade zur Stelle, konnte den dritten Gegentreffer verhindern (52.).

Danach spielten wieder nur die Hausherren, die Navas ein ums andere Mal prüften. David Alaba (53.), Pavard (53.) sowie auch Kingsley Coman (55.) scheiterten aber am Nationaltorwart Costa Ricas.

Alles konnte aber auch er nicht halten! Nach einem Freistoß Kimmichs aus dem rechten Halbfeld war Müller mittig im Strafraum sträflich frei und netzte per Kopf links unten zum 2:2-Ausgleich (60.).

Dann war jedoch Paris wieder dran, das mit nahezu jedem Abschluss, und das waren nicht viele, ein Tor erzielte. Der für den angeschlagenen Niklas Süle eingewechselte Jérôme Boateng ging bei einem PSG-Konter im Sechzehner letztlich nicht beherzt genug zur Sache, Mbappé ließ sich nicht zweimal bitten - links unten schlug es ein (68.).

Da Navas im Anschluss hielt, was zu halten war, und Alaba kurz vor Schluss denkbar knapp die linke untere Ecke verfehlte (85.), konnten sich die Bayern trotz einer vor allem in der Offensive (31:6 Torschüsse) zumeist richtig starken Vorstellung nicht mehr belohnen und müssen nun in sechs Tagen im Rückspiel am Dienstag (21 Uhr) im Prinzenpark ein kleines Wunder vollbringen.

Nach dem Kräftemessen in der Königsklasse gegen PSG geht es für den Rekordmeister am Samstag in der heimischen Liga wieder zur Sache, wenn die Flick-Truppe in der Allianz Arena den 1. FC Union Berlin empfängt (15.30 Uhr). Paris muss in der Ligue 1 ebenfalls am Samstag ran (17 Uhr). Die Stars um Mbappé gastieren dann bei Racing Straßburg.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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