Fußball-Teams wieder im Training: Wie geht das in Corona-Zeiten?

München/Nürnberg/Fürth - Nach Wochen der Isolation und des individuellen Heim-Trainings kehren die bayerischen Fußball-Topclubs in der Corona-Krise langsam und eingeschränkt ins Training zurück.

Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, Rachid Azzouzi und FC Bayerns Trainer Hansi Flick. (Bildmontage)
Sportdirektor des Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, Rachid Azzouzi und FC Bayerns Trainer Hansi Flick. (Bildmontage)  © Torsten Silz/dpa, Daniel Karmann/dpa

Der FC Bayern, der 1. FC Nürnberg und die SpVgg Greuther Fürth werden von Montag an wieder spezielle Einheiten auf dem Platz ohne größere Spieleransammlungen abhalten, wie am Sonntag bekannt wurde.

Der FC Augsburg ist schon seit der vorigen Wochen wieder auf dem Platz - unter strengen hygienischen Auflagen, in kleinen Gruppen und mit so wenig Kontakten wie möglich.

Für Rekordmeister FC Bayern endet am Montag die Phase des exklusiven Cyber-Trainings, bei dem die Spieler von Coach Hansi Flick jeweils daheim schufteten - miteinander verbunden über Videochat. 

Nun kehren sie unter Auflagen an die Säbener Straße zurück. Die Profis werden in Gruppen aufgeteilt, zu unterschiedlichen Uhrzeiten in der Tiefgarage abgeholt und in mehrere Kabinen gebracht. Trainiert werde auf unterschiedlichen Plätzen, geduscht und gegessen wird daheim.

In Fürth sollen die Spieler umgezogen mit dem Auto zum Training kommen und nach der Einheit "Kleinstgruppen" sofort nach Hause fahren. "Die Kabine und innenliegenden Mannschaftsbereiche bleiben dabei sogar gänzlich geschlossen", berichtete Geschäftsführer Rachid Azzouzi. "Wir achten auf höchste hygienische Standards."

Das höchste Ziel im Lande ist, die Weiterverbreitung von Covid-19 zu verhindern. Das betreffe auch den Profi-Fußball, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Wochenende betonte. 

München, Nürnberg, Augsburg: Die Profis stehen trotz Corona wieder auf dem Rasen

FC Augsburg neuer Cheftrainer Heiko Herrlich und Nürnbergs Fabian Nürnberger.
FC Augsburg neuer Cheftrainer Heiko Herrlich und Nürnbergs Fabian Nürnberger.  © Stefan Puchner/dpa, Nicolas Armer/dpa

Es mache deshalb "keinen Sinn, Trainingsarten durchzuführen, wo es zu einem engen persönlichen Kontakt kommt", stellte der CSU-Politiker klar und erinnerte daran, dass auch schon Fußballer infiziert worden sind.

Einer davon war Fabian Nürnberger vom 1. FC Nürnberg. Das gesamte Profiteam des "Clubs" inklusive Trainer Jens Keller mussten deshalb zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Nachdem diese Isolation vor mehr als einer Woche endete, geht es am Montag auf den Trainingsplatz am Valznerweiher - unter ähnlichen Auflagen wie in München und Fürth.

"Sollte es die Gesamtsituation in Deutschland zulassen, dass diese Saison ihre Fortsetzung findet, ist jede noch so minimale Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein nicht ganz unwichtiger Faktor und dazu gehört angeleitetes Individualtraining mit dem Ball unter Aufsicht eines Trainers" sagte Nürnbergs Vorstand Robert Palikuca.

Augsburg machte zuletzt gute Erfahrungen mit dem Training in kleinen Gruppen und der Aufteilung des Teams auf verschiedene Kabinen. "Ich denke, wir haben das hier sehr gut gelöst", sagte Neu-Trainer Heiko Herrlich der "Augsburger Allgemeinen".

 Auch Drittligist TSV 1860 München wird mit einer Sondergenehmigung am Montag wieder trainieren.

Titelfoto: Torsten Silz/dpa, Daniel Karmann/dpa, Stefan Puchner/dpa, Nicolas Armer/dpa

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