Uli Hoeneß fordert im "Doppelpass" längere Aussetzung der Spiele: "Alles auf Null"

München - Uli Hoeneß hält erste Gedankenspiele, wie es im Fußball nach der durch die Coronavirus-Pandemie verursachte Aussetzung des Spielbetrieb weitergehen kann, für verfrüht. 

Uli Hoeneß (68), Ehrenpräsident des FC Bayern München, fordert eine längere Aussetzung der Fußballspiele. (Archivbild)
Uli Hoeneß (68), Ehrenpräsident des FC Bayern München, fordert eine längere Aussetzung der Fußballspiele. (Archivbild)  © Tobias Hase/dpa

"Wir müssen endlich der Realität ins Auge schauen. Wir müssen vier Wochen warten, alles auf Null fahren. Vielleicht müssen wir im Oktober noch aufhören, Fußball zu spielen. Das weiß kein Mensch", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München am Sonntag in der Sport1-Sendung "Doppelpass". 

"Ich finde es Scharlatanerie heute zu sagen, was in vier Wochen passiert. Wir müssen den Wissenschaftlern die Zeit geben, um das Therapeutikum zu finden. Alle andere ist Schaumschlägerei."

Deshalb sei von der für Montag angesetzten DFB-Krisensitzung nicht viel zu erwarten: "Ich halte diese Sitzung für wichtig. Aber man kann fast gar nichts beschließen. Man kann darüber nachdenken, was mit den Verträgen passiert, die am 30. Juni auslaufen. Aber ich kann doch nicht Pläne in der Schublade haben, ohne zu wissen, wie sie umzusetzen sind", so Hoeneß.

Ähnlich wie Hoeneß äußerte auch Rudi Völler die Meinung, dass die Bundesliga bei der Bewältigung der Krise im Mittelpunkt stehen muss.

"Das Wichtigste für den Fußball ist ganz klar die nationale Liga. Das wird auch morgen bei der Sitzung das Wichtigste sein. Wie kann die nationale Liga weiterspielen, weiter existieren. Der Rest Europa-League, Champions League steht hinten an. Und ganz hinten steht die Europameisterschaft", sagte der Sport-Geschäftsführer von Bayer Leverkusen.

Goretzka und Martínez appellieren an Gesellschaft: Nehmt offizielle Infos ernst

Nationalspieler Leon Goretzka (25) mahnte dazu nicht in Panik zu verfallen. (Archivbild) 
Nationalspieler Leon Goretzka (25) mahnte dazu nicht in Panik zu verfallen. (Archivbild)   ©  Matthias Balk/dpa

Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka hat in der Coronavirus-Epidemie an die Gesellschaft appelliert. 

Statt um Tore, Punkte und Meisterschaften zu kämpfen, "kämpfen Mediziner für unsere Gesundheit. Lasst uns als Gesellschaft zusammen stehen und denen helfen, die Hilfe benötigen. Nehmt die offiziellen !! Infos der Städte ernst", schrieb der Mittelfeldspieler des FC Bayern München auf Twitter

Am Sonntag zeigte er sich auf einem Foto im sonnigen München, eine Tasse in der einen und ein Buch in der anderen Hand. "Machen wir das Beste draus", lautete sein Kommentar.

Auch Teamkollege Javi Martínez wandte sich mit einem Post an die Öffentlichkeit. "Derzeit gibt es jedoch wichtigere Themen für unsere Gesellschaft, daher müssen wir alle gemeinsam helfen, um das Virus zu bekämpfen. Bitte bleiben Sie ruhig und wann immer möglich zu Hause. Bis bald!", ließ der Spanier verlauten. 

Beim FC Bayern hatten die Stars am Sonntag und Montag trainingsfrei, danach soll die Situation neu justiert werden.

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