Bayern-Star Kimmich erklärt, warum er bei der Corona-Impfung noch zögert

München - Joshua Kimmich (26) vom FC Bayern München hat sich bislang nicht gegen das Coronavirus impfen lassen.

Joshua Kimmich (26) ist der Corona-Impfung gegenüber noch skeptisch.
Joshua Kimmich (26) ist der Corona-Impfung gegenüber noch skeptisch.  © Tom Weller/dpa

"Das stimmt", antwortete der Nationalspieler am Samstag nach dem 4:0-Sieg in der Bundesliga gegen die TSG 1899 Hoffenheim auf eine entsprechende Frage im Interview des TV-Senders Sky.

Er habe "persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angehe".

Trotzdem sei er sich seiner "Verantwortung bewusst" und halte sich an die geltenden Hygienemaßnahmen, erklärte Kimmich dazu. Beim Deutschen Rekordmeister würden alle nicht geimpften Spieler alle zwei bis drei Tage getestet.

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Jeder sollte die Entscheidung über eine Corona-Impfung für sich selbst treffen, sagte Kimmich und betonte: "Trotzdem ist es jetzt nicht so, dass ich irgendwie ein Corona-Leugner oder Impfgegner bin."

Er finde es schade, dass es in der Debatte "nur noch geimpft oder nicht geimpft" gebe. "Und nicht geimpft bedeutet dann oftmals gleich, dass man Corona-Leugner oder Impfgegner ist. Aber ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren, vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält", sagte Kimmich.

Er sage nicht kategorisch, dass er sich "überhaupt nicht impfen lasse". Es sei "auch sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse", betonte Kimmich.

Salihamidzic: "Jeder darf das selber entscheiden"

Kimmich hatte im März 2020 gemeinsam mit seinem Bayern-Kollegen Leon Goretzka (26) die Aktion "We Kick Corona" (#wekickcorona) ins Leben gerufen, mit der sie Spenden für soziale Einrichtungen sammeln.

Zuvor hatte Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic (44) bei Sky gesagt: "Der FC Bayern empfiehlt, sich impfen zu lassen, genau so wie ich persönlich, um unter anderem vielleicht allen ein normaleres Leben zu ermöglichen."

Aber weil es in Deutschland keine Impfpflicht gebe, habe der Verein "die Empfehlung ausgesprochen und jeder darf das selber entscheiden."

Titelfoto: Tom Weller/dpa

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