FC Bayern auf dem Weg zum sechsten Titel? Erster Gegner bei Klub-WM hat es in sich

München/Doha (Katar) - Nach dem Triple-Triumph und dem doppelten Supercup-Erfolg sind die Spieler und ebenso die Verantwortlichen des FC Bayern München heiß auf Titel Nummer sechs. Ägyptens Rekordmeister Al Ahly lautet der Gegner auf dem Weg ins Finale. Fünf Stars der Roten kennen das Gefühl eines Erfolges bei diesem Turnier bereits.

Trainer Hansi Flick (55) will mit dem FC Bayern München bei der Klub-Weltmeisterschaft unbedingt den nächsten Titel holen.
Trainer Hansi Flick (55) will mit dem FC Bayern München bei der Klub-Weltmeisterschaft unbedingt den nächsten Titel holen.  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Der FC Bayern will seine überaus furiose Titeljagd nun durch ein weiteres Stück Fußball-Geschichte fortsetzen. Als erster deutscher Verein - und wie international bislang nur der FC Barcelona im Jahr 2009 - wollen die Münchner durch den Gewinn der Klub-WM ihre Titelausbeute komplettieren.

Los geht es am Montag um 19 Uhr (live auf DAZN und Bild.de) mit dem Halbfinale. Läuft dieses nach Plan, steht dann das Endspiel am Donnerstag an.

Ausgangslage: Bayern-Übungsleiter Hansi Flick (55) war wegen der langen Reise-Verzögerung durch eine verweigerte Startfreigabe am Berliner Flughafen "auch nicht gerade sehr amüsiert".

Doch das soll das Titelprojekt nicht stören. "Wir werden hier keine Entschuldigung zulassen. Wir haben große Ziele", sagte der 55-Jährige.

Ein Sieg gegen den Spitzenklub aus Kairo - und ein weiterer am Donnerstag - würde auch den Ärger von Karl-Heinz Rummenigge (65) und ebenso Uli Hoeneß (69) über die verzögerte Anreise vom Bundesligaspiel in Berlin nach Doha lindern.

Favorit: Der Champions-League-Gewinner gilt im Duell der Kontinentalsieger in der Regel als Favorit. Titelverteidiger ist der FC Liverpool, Rekordsieger Real Madrid mit vier Erfolgen. "Ich bin davon überzeugt, dass der Champions-League-Sieger immer als Favorit in das Turnier geht. Dieser Rolle müssen wir gerecht werden", sagte Joshua Kimmich (26) vor dem ersten Duell.

FC Bayern München trifft im Halbfinale der Klub-Weltmeisterschaft auf Al Ahly

Joshua Kimmich (26, r.) ist von der Favoritenrolle des FC Bayern München bei der Klub-Weltmeisterschaft überzeugt.
Joshua Kimmich (26, r.) ist von der Favoritenrolle des FC Bayern München bei der Klub-Weltmeisterschaft überzeugt.  © Leon Kuegeler/Reuters/Pool/dpa

Halbfinalgegner mit starken Zahlen: Al Ahly ist mit 42 Titeln Rekordmeister in Ägypten, zuletzt gelangen fünf nationale Erfolge in Serie. Hinzu kommen 37 Pokalsiege. Mit neun Erfolgen in der CAF Champions League ist der Verein aus Kairo zudem Rekordchampion im kontinentalen Klub-Wettbewerb Afrikas - beeindruckende Zahlen!

"Wir haben drei Titel gewonnen und sind jetzt im Halbfinale. Wir sind ein gutes Team und sind jetzt dort, wo jedes afrikanische Team gerne wäre", sagte Trainer Pitso Mosimane (56) in Doha.

Für Kimmich ist der Gegner "der FC Bayern aus Ägypten". Den Halbfinaleinzug schaffte Al Ahly durch ein 1:0 gegen Al-Duhail SC aus Katar.

Barcelona als Vorbild: Das entsprechende Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League haben die Münchner gewonnen, dazu die Supercups in Deutschland und Europa.

Wie der FC Barcelona im Jahr 2009 unter dem späteren Bayern-Trainer Pep Guardiola (50) soll jetzt ein sechsfacher Titelerfolg unbedingt her.

"Wir treten bei der Klub-WM mit dem klaren Ziel an, den Weltpokal nach München zu holen. Unsere Mannschaft und Hansi Flick legen großen Wert auf diesen Titel", sagte Vorstandschef Rummenigge.

Wie 2013: Vor über sieben Jahren gewannen die Münchner das Turnier im Dezember 2013 in Marokko. Im Endspiel gegen Raja Casablanca erzielten Dante und Thiago (29) die Münchner Treffer. Manuel Neuer (34), Jérôme Boateng (32), David Alaba (28), Thomas Müller (31) und Javi Martínez (32) können und wollen ihren Erfolg von damals wiederholen.

Finanzen: Fünf Millionen Dollar (rund 4,15 Millionen Euro) gibt es für den Gewinner der WM, viel Preisgeld in Corona-Zeiten.

"Es wäre insbesondere in der aktuellen Situation schön, wenn der FC Bayern dieses Preisgeld gewinnen könnte. Aber noch mehr als die Finanzen geht es uns hier um den sportlichen Stellenwert", sagte Rummenigge entsprechend.

Titelfoto: Leon Kuegeler/Reuters/Pool/dpa

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